Ülosophie

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Xanthippe war ein böses Weib, der Zank war ihr ein Zeitvertreib. Quelle

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Das Herz hat seine Gründe, die die Vernunft nicht kennt. Blaise Pascal

Leitgedanken

Neu

  • Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Unbekannt
  • Net lugg lo, net lugg lo, Ke Hoor vo dr Stell, Net lugg lo, net lugg lo, Und käm‘s grad wia‘s well. Quelle
  • Das paßt wie die Faust aufs Auge. Martin Luther
  • Wenn man genug Erfahrung gesammelt hat, ist man zu alt, um sie auszunutzen. William Somerset Maugham
  • Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Volksmund
  • An der Quelle saß der Knabe, ... Friedrich von Schiller
  • Mir bleibt doch gar nichts erspart auf dieser Welt! Franz Joseph I. von Österreich
  • Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Volksmund
  • Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Kurt Tucholsky
  • Philosophie ist das Allerernsteste, aber so ernst wieder auch nicht. Theodor W. Adorno
  • Umwege erhöhen die Ortskenntnis. Quelle
  • Hochmut kommt vor dem Fall. Quelle
  • Was fallen will, das soll man auch noch stoßen. Friedrich Nietzsche
  • Stell die Kanne weg und machs mit den Händen ! Quelle
  • Es ist leichter die Menschen zu täuschen, als sie zu überzeugen, dass sie getäuscht worden sind. Mark Twain
  • Kommt Zeit, kommt Rat. Quelle
  • Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin. Carl Sandburg
  • homo homini lupus / Ein Wolf ist der Mensch dem Menschen, kein Mensch, wenn man sich nicht kennt. Quelle

A – D

  • Nägel mit Köpfen haut man gerne eins oben drauf. Quelle
  • Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst die niemand kann. Volksmund
  • Alles Unheil dieser Welt geht davon aus, daß die Menschen nicht still in ihrer Kammer sitzen können. Blaise Pascal
  • Alles, was du den Ausschweifungen hingabst, wird dir verloren sein. Phaedrus
  • Am Abend wird der Faule fleißig. Volksmund
  • Andere erkennen ist weise. Sich selbst erkennen ist Erleuchtung. Laotse
  • Anzupassen brauchen wir uns lediglich den Dingen, die nicht zu ändern sind. Menschen sind keine Dinge. Ernst Ferstl
  • Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. Volksmund
  • Bescheidenheit bei mittelmäßigen Fähigkeiten ist bloße Ehrlichkeit; bei großen Talenten ist sie Heuchelei. Arthur Schopenhauer
  • Besser ein kleiner Herr als ein grosser Knecht. Quelle
  • Beten sollte man darum, dass in einem gesunden Körper ein gesunder Geist sei. Quelle
  • Da schweigt des Sängers Höflichkeit. Redensarten
  • Das Denken ist der größte Vorzug, und die Weisheit besteht darin, die Wahrheit zu sagen und nach der Natur zu handeln, auf sie hinhörend. Heraklit
  • Das Genie ist seiner ganzen Natur nach ungemütlich, das Volk aber liebt die Gemütlichkeit. Kinder und Narren sprechen die Wahrheit
  • Den Hund zum Jagen tragen müssen. Volksmund
  • Der Anfang aller Weisheit, ist die Verwunderung. Aristoteles
  • Der beste Weg, einen Freund zu haben, ist der, selbst einer zu sein. Ralph Waldo Emerson
  • Der Mensch ist für die Freude geboren. Blaise Pascal
  • Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung. Wilhelm Busch
  • Der Philosophie spotten, das ist wahrhaft philosophieren. Blaise Pascal
  • Der Weise lebt in der Einfalt und ist ein Beispiel für viele. Er will nicht selber scheinen, darum wird er erleuchtet. Laotse
  • Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten. Albert Einstein
  • Die Freiheit der Meinung setzt voraus, dass man eine hat. Heinrich Heine
  • Die Katze / der Hund beißt sich (selbst) in den Schwanz. Volksmund
  • Die Rechnung ohne den Wirt machen. Volksmund
  • Die Revolution ist wie Saturn, sie frisst ihre eigenen Kinder. Pierre Vergniaud
  • Doppelt genäht hält besser. Redensarten

E – M

  • Ein Dutzend verlogener Komplimente ist leichter zu ertragen als ein einziger aufrichtiger Tadel. Mark Twain
  • Ein großer Schriftsteller ist so etwas wie eine zweite Regierung. Alexander Solschenizyn
  • Ein Tropfen Liebe ist mehr, als ein Ozean an Wille und Verstand. Blaise Pascal
  • Ein wahrer Freund ist einer, der kommt, wenn der Rest der Welt geht. Walter Winchell
  • Eine der wichtigsten Tugenden im gesellschaftlichen Leben, die täglich seltener wird, ist die Verschwiegenheit. Adolph Freiherr von Knigge
  • Eine Kommission ist eine Gruppe von Unwilligen, ausgewählt aus einer Schar von Unfähigen zwecks Erledigung von Unnötigem. Cyril Northcote Parkinson
  • Eines Tages, nachdem wir Wind, Wellen, Gezeiten und Gravitation gemeistert haben, werden wir uns die Energien der Liebe nutzbar machen, und dann, zum zweiten Mal in seiner Geschichte, wird der Mensch das Feuer entdecken. Teilhard de Chardin
  • Enttäuschungen sollte man verbrennen, nicht einbalsamieren. Mark Twain
  • Es gibt Menschen mit leuchtendem und Menschen mit glänzendem Verstande. Die ersten erhellen ihre Umgebung, die zweiten verdunkeln sie. Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach
  • Es ist noch nicht aller Tage Abend. Volksmund
  • Etwas ist faul im Staate Dänemark. Quelle
  • Freundschaft, das ist wie Heimat. Kurt Tucholsky
  • Gott beschütze mich vor meinen Freunden, mit meinen Feinden will ich schon fertig werden. Kinder und Narren sprechen die Wahrheit
  • Guter Rat ist teuer. Volksmund
  • Gutes und Böses hat die natürliche Tendenz, ein jedes sich in seiner Weise fruchtbar zu erweisen, indem Gutes Gutes und Böses Böses hervorbringt. John Stuart Mill
  • Hier ruhen drei Helden in ewiger Ruh / zwei lieferten Schlachten, der dritte die Schuh. Gedenkstätte Heldenberg
  • Ich bevorzuge die Fehler der Begeisterung vor der Gleichgültigkeit der Weisheit. Anatole France
  • Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. Voltaire
  • Ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass Sie Ihre Meinung frei äussern können. Voltaire
  • Ist alles Chimäre, aber mich unterhalt's! Johann Nepomuk Nestroy
  • Kunst kommt von Können. Quelle
  • Lebensklugheit bedeutet: Alle Dinge möglichst wichtig, aber keines völlig ernst zu nehmen. Arthur Schnitzler
  • Liebe und Liberalismus machen schlußendlich alle tolerant. Alfred Selacher
  • Lieber dumm fragen, als dumm sterben. Martin Zumtobel
  • Lieber ein Narr sein auf eigne Faust, als ein Weiser nach fremdem Gutdünken! Friedrich Nietzsche: Werke II - Also sprach Zarathustra
  • Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut. Lord Acton
  • Man will ja seinen Nächsten lieben, aber doch nicht den Nächstbesten. Karl Heinrich Waggerl
  • Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen, zum Beispiel der Relativitätstheorie. Albert Einstein
  • Meist ist es leichter, um Verzeihung zu bitten, als um Erlaubnis zu fragen. (Lieber ohne Erlaubnis, als gegen ein Verbot.) Volksmund
  • Mit dem Alter nimmt die Urteilskraft zu und das Genie ab. Immanuel Kant

N – Z

  • Nachdem wir das Ziel endgültig aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen. Mark Twain
  • Nicht ärgern - nur wundern. Volksmund
  • Nichts ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe von guten Tagen. Goethe
  • Ohne kritischen Einspruch, ohne das Engagement unbequemer Denker verkümmert eine Gesellschaft. Wir brauchen Streit und Widerspruch, wir brauchen die Zumutungen und Fragen unabhängiger Köpfe. Roman Herzog
  • Opposition ist die Kunst, so geschickt dagegen zu sein, daß man später dafür sein kann. Charles Maurice de Talleyrand
  • Planung ist die Ersetzung des Zufalls durch den Irrtum. Kinder und Narren sprechen die Wahrheit
  • Sich über die Philosophie lustig machen, das heißt in Wahrheit philosophieren. Blaise Pascal
  • Sinn für das Komische verbindet. Ralph Waldo Emerson
  • So übrig wie ein Kropf. Volksmund
  • Sprach der König zum Priester: Halte du sie dumm, ich halte sie arm. Unbekannt
  • Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht; ich würde heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen. Martin Luther
  • Unterscheide, ohne zu trennen; vereine, ohne zu egalisieren. Herbert Pietschmann
  • Viel Lärm um nichts. William Shakespeare
  • Weit vom Schuss gibt alte Krieger. Volksmund
  • Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, muss der Prophet zum Berg kommen. Redensarten
  • Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann. Marie von Ebner-Eschenbach
  • Wenn man zwei Stunden lang mit einem Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. Das ist Relativität. Albert Einstein
  • Wenn zwei Menschen immer die gleiche Meinung haben, ist einer von ihnen überflüssig. Winston Churchill
  • Wer andere kennt, ist klug. Wer sich selbst kennt, ist weise. Laotse
  • Wer einen lobt in praesentia / Und schimpft in absentia, / Den hol' die pestilentia. Sprichwort
  • Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. nicht gesicherte Quelle
  • Wer mit dem Weibe aber verkehrt, der ist der Befleckung seines Geistes so ausgesetzt wie jener, der durchs Feuer geht, der Versengung seiner Sohlen. Franz von Assisi
  • Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Volksmund
  • Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Volksmund
  • Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe. Volksmund
  • Wir können erst glücklich sein, wenn wir gelernt haben, über uns selbst zu lachen. Dorothy Dix
  • Wir sind keine Menschen, die eine spirituelle Erfahrung machen, sondern wir sind spirituelle Wesen, die erfahren, Mensch zu sein! Pierre Teilhard de Chardin
  • Wo alle dasselbe denken, wird nicht viel gedacht. Walter Lippmann
  • Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen. Wittgenstein

Sonstiges

Was ist Ülosophie ?

  • Ülosophie ist lustig und arglos.
  • Ülosophie ist, wenn der Mann denkt, und sein Weib lenkt ! (In Anlehnung an "Der Mensch denkt, und Gott lenkt."
  • Ülosophie ist, wenn man Wissen schafft, ohne Wissenschaftler zu sein !
  • Ülosophie ist, wenn man die gegenteilige Meinung vertreten darf, ohne dafür bestraft zu werden !
  • Ülosophie ist mehr als Ülotobler Philosophie ! (In Anlehnung an Aristotoles: "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.")
  • Ülosophie ist der Hammer, der den Nagel auf den Kopf trifft !
  • Ülosophie ist, wenn man trotzdem lacht, obwohl es eigentlich zum Weinen ist ! (In Anlehnung an "Humor ist wenn man trotzdem lacht."

Wer ist Ülosoph ?

  • Ülosoph ist, wer seine Meister sucht !
  • Ülosoph ist, wer die rechten Worte zur rechten Zeit findet !
  • Ülosoph ist, wer Frieden stiftet !
  • Ülosoph ist, wer willig und fähig ist zu lernen und zu lehren !

Babylonische Sprachverwirrung

Der Begriff Babylonische Sprachverwirrung (lateinisch: „confusio linguarum“) stammt aus 1. Mose 11, 7-9, und gilt als der Beginn der „Sprachverwirrung“. Danach verwirrte Gott die Erbauer des Turms zu Babel, so dass „keiner des anderen Sprache verstehe“. Darin wird die Sprachenvielfalt als Gottesstrafe an der gesamten Menschheit dargestellt. Die Bibel beschreibt den Turmbau zu Babel. Da das Vorhaben als Versuch, Gott gleichzukommen, gesehen wird, strafte er die Bauleute damit, dass nun jeder seine eigene Sprache besaß, damit keiner mehr den anderen verstand. Zuvor habe die ganze Welt eine gemeinsame Sprache gesprochen. Der Bau blieb aufgrund der Sprachprobleme unvollendet. Als Erklärung für die Verschiedenartigkeit der Sprachen finden wir in der Bibel zwei Erklärungen: Noah habe drei Söhne gehabt; von ihnen sollen die über alle Kontinente verstreuten Menschengeschlechter abstammen. Sem war der Erstgeborene; seine Nachkommen seien alle Menschen in den östlichen Regionen, die Semiten (semitische Sprachen). Auf Ham, den Zweitgeborenen, sollen die Hamiten zurückgehen, die Altägyptisch und Koptisch sprachen. Der Jüngste, Japhet, soll zum Stammvater aller Indoeuropäer geworden sein (indoeuropäische Sprachen). Die Bibel nimmt das Thema der Sprachverwirrung nochmals in der Pfingstgeschichte des Neuen Testaments in Apostelgeschichte 2,6 LUT auf. Der Heilige Geist der durch Jesus Christus ermöglichten Gottverbundenheit bewirkt, dieser Erzählung zufolge, ein neues Reden und Verstehen über alle Sprachgrenzen hinweg. Das Wort Babel, das auf Aramäisch bab-ili (= Tor Gottes) zurückgeht, findet sich dann im Hebräischen bilbel (= Verwirrung) und gelangte von dort auch in die heutigen europäischen Sprachen: dt. babbeln, engl. to babble, ital. babele, franz. babiller.


Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das, was gesagt wird, nicht das Gemeinte. Wenn das, was gesagt wird, nicht das Gemeinte ist, dann sind auch die Taten nicht in Ordnung. Sind die Taten nicht in Ordnung, so verderben die Sitten. Verderben die Sitten, so wird die Justiz überfordert. Wird die Justiz überfordert, so weiß das Volk nicht, wohin es sich wenden soll. Deshalb achte man darauf, daß die Worte stimmen. Das ist das Wichtigste von allem. Konfuzius (551-479 v. Chr.)


Der Schüler Zi-lu sprach zu Konfuzius: "Wenn Euch der Herrscher des Staates Wei die Regierung anvertraute - was würdet Ihr zuerst tun?"

Der Meister antwortete: "Unbedingt die Namen richtig stellen."

Darauf Zi-lu: "Damit würdet Ihr beginnen? Das ist doch abwegig. Warum eine solche Richtigstellung der Namen?"

Der Meister entgegnete: "Wie ungebildet du doch bist, Zi-lu! Der Edle ist vorsichtig und zurückhaltend, wenn es um Dinge geht, die er nicht kennt. Stimmen die Namen und Begriffe nicht, so ist die Sprache konfus. Ist die Sprache konfus, so entstehen Unordnung und Misserfolg. Gibt es Unordnung und Misserfolg, so geraten Anstand und gute Sitten in Verfall. Sind Anstand und gute Sitten in Frage gestellt, so gibt es keine gerechten Strafen mehr. Gibt es keine gerechten Strafen mehr, so weiß das Volk nicht, was es tun und was es lassen soll. Darum muss der Edle die Begriffe und Namen korrekt benutzen und auch richtig danach handeln können. Er geht mit seinen Worten niemals leichtfertig um."

Von der Freundschaft

Euer Freund ist die Antwort auf eure Nöte Er ist das Feld, das ihr mit Liebe besät und mit Dankbarkeit erntet.

Und er ist euer Tisch und euer Herd Denn ihr kommt zu ihm mit eurem Hunger, und ihr sucht euren Frieden bei ihm.

Wenn euer Freund frei heraus spricht, fürchtet ihr weder das "Nein" in euren Gedanken, noch haltet ihr mit dem "Ja" zurück.

Und wenn er schweigt, hört euer Herz nicht auf, dem seinen zu lauschen; Denn in der Freundschaft werden alle Gedanken, alle Wünsche, alle Erwartungen ohne Worte geboren und geteilt, mit Freude, die keinen Beifall braucht.

Wenn ihr von eurem Freund weggeht, trauert ihr nicht: Denn was ihr am meisten an ihm liebt, ist vielleicht in seiner Abwesenheit klarer, wie der Berg dem Bergsteiger von der Ebene aus klarer erscheint.

Und die Freundschaft soll kein anderen Zweck haben, als den Geist zu vertiefen. Und laßt euer Bestes für euren Freund sein. Wenn er die Ebbe eurer Gezeiten kennen muß, laßt ihn auch das Hochwasser kennen.

Denn was ist ein Freund, wenn ihr ihn nur aufsucht, um die Stunden todzuschlagen? Sucht ihn auf, um die Stunden mit ihm zu erleben. Denn er ist da, eure Bedürfnisse zu befriedigen nicht aber eure Leere auszufüllen.

Und in der Süße des Freundschaft laßt Lachen sein und geteilte Freude. Denn im Tau kleiner Dinge findet das Herz seinen Morgen und wird erfrischt

Verbindlichkeit

Solange Verbindlichkeit fehlt, herrschen Zaudern und Unschlüssigkeit. Die Möglichkeit des Rückzugs – immer wieder Erfolglosigkeit. Alle ersten Schritte betreffend gibt es eine elementare Wahrheit, deren Unkenntnis zahllose Ideen und glanzvolle Pläne zu töten vermag: dass in dem Moment, in dem der Mensch sich verbindlich einlässt, auch das Göttliche sich bewegt, alle möglichen Dinge geschehen, dem Menschen hilfreich beizustehen, die niemals sonst geschehen wären. Ein ganzer Strom von Ereignissen entspringt der Entscheidung und bringt zu unseren Gunsten, unvorhergesehene Zwischenfälle, Begegnungen und Hilfen aller Art hervor, von denen kein Mensch je geträumt hätte, dass sie seinen Weg kreuzen würden.

„Was immer Du tust, entscheide Dich verbindlich dafür und die göttliche Macht ist mit Dir!“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Teleologisches Denken

Naturwissenschaften versuchen, beobachtete Phänomene durch Kausalketten zu erklären. Die Frage nach dem Warum, nach der Ursache ist hier angebracht und auf Grund einer naturwissenschaftlichen Ausbildung und der Techniklastigkeit des Alltags sind viele Menschen dies so gewohnt. Im Unternehmensalltag vergessen wir dann allerdings die Frage nach dem Zweck zu stellen, die Frage nach dem Wozu.

Noblesse oblige

Für eine „Aristokratie des Charakters“

Adel verpflichtet, heißt es. Was verpflichtet uns heute noch? Der Staat, das Gesetz? Der Staat sind die Parteien – und die machen auch unsere Gesetze... Und dabei möchte man, wie schon Bismarck sagte, lieber nicht zuschauen!

Unser Gewissen könnte uns auch verpflichten. Aber auch das Gewissen ist aus der Mode gekommen…

Respekt, Prestige und Anerkennung durch andere können auch Motivation sein, sich bestimmten Werten gemäß zu verhalten. Geld ist heute sicher der wichtigste Wert. Daher ist es auch das bedeutendste Status-Symbol. Nicht die Tugendhaftesten, sondern die Wohlhabendsten (vor allem jene, die ihren Wohlstand auch zeigen!) sind die am meisten Bewunderten.

Das erzeugt einerseits natürlich einen produktiven Wettbewerb – andererseits aber oft auch Missgunst und gegenseitige Blockade.

Hätten wir einen Wettbewerb der Tugendhaftigkeit, Selbstlosigkeit, des gegenseitigen Zuvorkommens, so würde dies auch den Fortschritt vorantreiben. Zugleich aber würde es unsere Lebensqualität verbessern. Weil es nicht um Zwang (Beispiel Umverteilung!) ginge, sondern um Freiwilligkeit.

Wer am meisten gibt, nicht wer am meisten nimmt, wäre der König. Im Endeffekt hätten wir wohl alle mehr, vor allem jedoch „Besseres“… Und weniger Materialismus.

Vorbilder wären dann eher jene, mit dem „besten“, stärksten Charakter. Charakter bedeutet ja nicht nur Tugend, sondern auch Eigenart… Man müsste Menschen nicht mehr dafür belohnen, dass sie sich verstellen – sondern eher, dass sie ganz sie selbst sind. Jeder könnte die eigene Rolle spielen. (Statt ständig irgendwelchen Modetrends nachlaufen zu müssen.) Es müssten nicht alle gleich sein, weil ja gerade die Vielfalt das Wertvolle ist. (Und Menschenwürde wäre dann mehr als eine Worthülse in den Diskursen „politisch korrekter“ Soziologen.)

Die Aristokratie des Charakters wäre besser als die Oligarchie der Parteien, das Oligopol der Konzerne, das Kartell der Etablierten. Und besser als Kommunismus, Sozialismus und Gleichmacherei sowieso. Es läge an uns. Jeder von uns kann selbst entscheiden, wen er bewundert, wem er nacheifert. Niemand zwingt uns, im alten Hamsterrad immer schneller zu laufen. Wir können auch umkehren. Das wäre oft der größte Fortschritt.

Und wir können uns auch entscheiden, ob wir selbst zu solchen Vorbildern werden - oder lieber weiter den alten nachlaufen wollen.

Erkenne dich selbst

Über den Ursprung philosophischen Denkens

Die Ökonomie der Lösung

« Wenn du immer wieder das tust, was du schon immer getan hast, dann wirst du immer wieder das bekommen, was du schon immer bekommen hast. Wenn du etwas anderes haben willst, musst du etwas anderes tun! Und wenn das, was du tust, dich nicht weiterbringt, dann tu etwas völlig Anderes – statt mehr vom gleichen Falschen! »

Weisheit ist ein Geschenk Gottes

Weisheit, wie die Bibel sie versteht, ist nicht das Gleiche wie Philosophie oder Lebenskunst. Es handelt sich darum, die Wege Gottes und der Menschen zu begreifen und sich selbst zu verstehen. Das ist nicht nur eine Frage des Alters, der Begabung, des guten Willens. Die Weisheit ist ein Geschenk Gottes, ein notwendiges Geschenk, wenn unser Leben gelingen soll. Sie wird dem gegeben, der sie mit wachem Herzen sucht und ehrfürchtig um sie bittet.

Lehre vom gelingenden Leben

Praktische Philosophie hat es, wie alles Nachdenken, mit dem Richtigen und dem Verkehrten zu tun. Das Richtige und das Verkehrte begegnen uns auf vielfältige Weise: als Schönes und Häßliches, Sinnvolles und Sinnloses, Zweckmäßiges und Unzweckmäßiges, Gesundes und Krankes, Zuträgliches und Unzuträgliches, und schließlich als Gutes und Böses. Im wissenschaftlichen und außerwissenschaftlichen Reden über die Wirklichkeit, über Tatsachen, Naturgesetze oder Zahlenverhältnisse ist es gegenwärtig als das Wahre und das Falsche. Denn dieses Reden besteht aus Sätzen, die entweder wahr oder falsch sind. Fraglos geläufig ist uns auch, daß menschliche Handlungen richtig oder verkehrt sein können. Von Handlungen sprechen wir überhaupt nur, wo es sich um ein Tun handelt, das unter dem Gesichtspunkt des Richtigen oder Verkehrten beurteilbar ist.

Engel der Demut

Demütige Menschen sind nicht Menschen, die sich selbst kleinmachen, die sich vor allen Aufgaben drücken, weil sie sie sich nicht zutrauen. Es sind nicht bucklige Menschen, die in falscher Unterwürfigkeit sich selbst entwerten. Sondern es sind Menschen, die den Mut zu ihrer eigenen Wahrheit haben und daher bescheiden auftreten. Sie wissen, dass alle Abgründe dieser Welt auch in ihnen sind. Daher verurteilen sie niemanden. Weil sie sich zur Erde ihrer Wahrheit gebeugt haben, können sie zu Engeln der Demut werden, die gebeugte und gescheiterte Menschen aufrichten.

Das Herz hat seine Gründe

..., die die Vernunft nicht kennt

1646 lernt die Familie Pascal durch zwei Ärzte, die den Vater pflegen, die französische Devotionsbewegung kennen. Diese Bewegung ist gekennzeichnet durch: intensive persönliche Frömmigkeit, verbunden mit Weltflucht; liebevolle Beziehung zu Jesus; Bewußtsein der Sündhaftigkeit des Menschen und der Erlösung nur durch die Gnade; Anbetung des Altarssakramentes; Gehorsam gegenüber dem geistlichen Führer. Diese Form der Spiritualität wird besonders im Zisterzienserinnenkloster Port-Royal gepflegt. Angefangen mit Blaise, bekehrt sich die ganze Familie zu dieser Form der Frömmigkeit. Er ist aber noch nicht bereit, sich ganz aus der Welt zurückzuziehen, und beschäftigt sich auch weiterhin mit Naturwissenschaften. So wiederholt er mit seinem Vater die Experimente Toricellis zum Luftdruck und Vakuum.

Mit dem Eifer des Neubekehrten, der oft übers Ziel schießt, denunziert Pascal den Prediger Saint Ange beim Erzbischof von Rouen. Er wirft ihm die Verbreitung von Häresien vor und gibt sich erst zufrieden, als Saint Ange in aller Form widerruft.

Nach dem Tod des Vaters will Pascals Schwester Jacqueline in Port-Royal eintreten. Ihr Bruder ist dagegen, dass sie ihr Vermögen dem Kloster schenkt. Erst nach langen Streitigkeiten erklärt er sich einverstanden. Nach dieser sehr turbulenten Zeit sucht er mehr denn je seinen Platz in der Welt - er verkehrt in vornehmen Kreisen, zieht sich aber immer mehr daraus zurück, weil sie ihm oberflächlich erscheinen.

Am 23.11.1654 hat Pascal ein überwältigendes spirituelles Erlebnis, das sein weiteres Leben bestimmen wird. Im "Mémorial" versucht er in stammelnden Worten, es zu beschreiben:

Feuer
Gott Abrahams, Gott Isaaks, Gott Jacobs, nicht der Philosophen und Gelehrten
Gewißheit, Gewißheit, Empfinden: Freude, Friede.
Gott Jesu Christi ...
Freude, Freude, Freude und Tränen der Freude.
Ich habe mich von ihm getrennt ...
Möge ich nie wieder von ihm geschieden sein.

Diesen Zettel wird Pascal, in das Futter seines Mantels eingenäht, von nun an immer bei sich tragen. Bald danach zieht er sich nach Port-Royal in die Granges zurück, wo er mit anderen frommen, dem Kloster nahestehenden Männern ein kontemplatives Leben führt.

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