Ülosophie
Inhaltsverzeichnis |
Vorwort
Das Herz hat seine Gründe, die die Vernunft nicht kennt. Blaise Pascal
Leitgedanken
Neu
A – D
- Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst die niemand kann. Volksmund
- Bescheidenheit bei mittelmäßigen Fähigkeiten ist bloße Ehrlichkeit; bei großen Talenten ist sie Heuchelei. Arthur Schopenhauer
- Das Christentum ist Glaube, der Glaube verlangt eine Lehre, die Lehre Lehrsätze, Lehrsätze ein Ja oder Nein, Ja oder Nein Auseinandersetzungen. John Henry Newman, Der Wille zur Wahrheit
- Das Denken ist der größte Vorzug, und die Weisheit besteht darin, die Wahrheit zu sagen und nach der Natur zu handeln, auf sie hinhörend. Heraklit
- Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Aristotoles
- Das Genie ist seiner ganzen Natur nach ungemütlich, das Volk aber liebt die Gemütlichkeit. Kinder und Narren sprechen die Wahrheit
- Das sind die Weisen, die durch Irrtum zur Wahrheit reisen; die im Irrtum verharren, das sind die Narren. Kinder und Narren sprechen die Wahrheit
- Der Bürokrat gelangt nicht durch allgemeine Wahl, sondern durch Ernennung - d.h. durch einen anderen Bürokraten - in sein Amt. Ludwig von Mises
- Der eine fragt nur: Was kommt danach? Der andre fragt nur: Ist es recht? Und also unterscheidet sich der Freie von dem Knecht. Theodor Storm
- Der Mensch ist für die Freude geboren. Blaise Pascal
- Der Philosophie spotten, das ist wahrhaft philosophieren. Blaise Pascal
- Der Staat ist eine Anstalt zum Schutz, nicht zur Versorgung. Helfen sollen die einzelnen. Was der Staat dem Verhungernden gibt, muß er dem Hungernden nehmen. Franz Grillparzer
- Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, / er ist zum Eckstein geworden. Mt 21,47
- Der Zweifel ist der Beginn der Wissenschaft. Wer nichts anzweifelt, prüft nichts. Wer nichts prüft, entdeckt nichts. Wer nichts entdeckt, ist blind und bleibt blind. Teilhard de Chardin
- Die Erde ist des Herrn. Geliehen ist der Stern, auf dem wir leben. Drum sei zum Diest bereit, gestundet ist die Zeit, die uns gegeben. Gebrauche deine Kraft. Denn wer was Neues schafft, der lässt uns hoffen. Vertraue auf den Geist, der in die Zukunft weist. Gott hält sie offen. Jochen Riess
- Die Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins. Marie von Ebner-Eschenbach
- Die Menschen aber, die ihren eigenen Weg zu gehen fähig sind, sind selten. Die große Zahl will nur in der Herde gehen, und sie weigert die Anerkennung denen, die ihre eigenen Wege gehen wollen. Blaise Pascal
- Die Spielregeln des Lebens verlangen von uns nicht, daß wir um jeden Preis siegen, wohl aber, daß wir den Kampf niemals aufgeben. Viktor Frankl
- Die tätige Liebe ist der Ort, an dem wir Gott erfahren. Ladislaus Boros
- Die wahre Gemeinde entsteht nicht dadurch, daß Leute Gefühle füreinander haben (wiewohl freilich auch nicht ohne das), sondern durch diese zwei Dinge: daß sie alle zu einer lebendigen Mitte in lebendig gegenseitiger Beziehung stehen und daß sie untereinander in lebendig gegenseitiger Beziehung stehen. Das zweite entspringt aus dem ersten, ist aber noch nicht mit ihm allein gegeben. Lebendig gegenseitige Beziehung schließt Gefühle ein, aber sie stammt nicht von ihnen. Die Gemeinde baut sich aus der lebendig gegenseitigen Beziehung auf, aber der Baumeister ist die lebendige wirkende Mitte. Martin Buber
- Die Weisheit eines Menschen mißt man nicht nach seinen Erfahrungen, sondern nach seiner Fähigkeit, Erfahrungen zu machen. George Bernard Shaw
- Die Zeit heilt Schmerzen und Streitigkeiten, weil der Mensch sich ändert. Weder der Beleidiger noch der Beleidigte bleiben, was sie einmal waren. Blaise Pascal
- Dreissig Speichen gehören zu einer Nabe, doch erst durch das Nichts in der Mitte kann man sie verwenden; man formt Ton zu einem Gefäss, doch erst durch das Nichts im Innern kann man es benutzen; man macht Fenster und Türen für das Haus, doch erst durch ihr Nichts in den Öffnungen erhält das Haus einen Sinn. Laotse
- Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz. Kinder und Narren sprechen die Wahrheit
E – K
- Ein großer Schriftsteller ist so etwas wie eine zweite Regierung. Alexander Solschenizyn
- Ein guter Streit endet mit einer Einigung und nicht mit dem Sieg der einen Partei über die andere. Streitkultur
- Ein Lebemeister ist besser als tausend Lesemeister. Meister Eckhart
- Ein Mensch erhofft sich fromm und still, dass er einst das kriegt, was er will. Bis er dann doch dem Wahn erliegt und schließlich das will, was er kriegt. Eugen Roth
- Ein Mensch in seinem ersten Zorn / wirft leicht die Flinte in das Korn. / Und wenn ihm dann der Zorn verfliegt, / die Flinte wo im Korne liegt. / Der Mensch bedarf dann mancher Finte, / zu kriegen eine neue Flinte. Eugen Roth
- Eines Tages, nachdem wir Wind, Wellen, Gezeiten und Gravitation gemeistert haben, werden wir uns die Energien der Liebe nutzbar machen, und dann, zum zweiten Mal in seiner Geschichte, wird der Mensch das Feuer entdecken. Teilhard de Chardin
- Einheit der Überzeugungen wäre für den Fortschritt der Erkenntnis ein Unglück; Einheit des Zweckes in den Angelegenheiten der Gesellschaft ist eine Notwendigkeit. Julius Fröbel
- Es gibt bereits alle guten Vorsätze, wir brauchen sie nur noch anzuwenden. Blaise Pascal
- Es gibt Menschen, die den Mut haben, Unterwerfung zu verweigern, ohne die Herrschsucht zu haben, die den Wunsch zu befehlen hervorruft. Bertrand Russel
- Es gibt nichts Gutes: ausser man tut es. Erich Kästner
- Es gibt zwei gefährliche Abwege: die Vernunft schlechthin abzulegen und außer der Vernunft nichts anzuerkennen. Blaise Pascal
- Es ist leichter, anderen mit Weisheit zu dienen als sich selbst. Francois de La Rochefoucauld
- Es ist weniger schwierig, Probleme zu lösen, als mit ihnen zu leben. Teilhard de Chardin
- Es wohnt in uns ein heiliger Geist als Beobachter über unsere guten und schlechten Taten. Seneca
- Freundschaft, das ist wie Heimat. Kurt Tucholsky
- Gefährlich ist´s, den Leu zu wecken, verderblich ist des Tigers Zahn, jedoch der schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn. Friedrich Schiller
- Gesell dich einem Bessern zu, / daß mit ihm deine Kräfte ringen. / Wer selbst nicht weiter ist als du, / der kann dich auch nicht weiterbringen. Friedrich Rückert
- Gott beschütze mich vor meinen Freunden, mit meinen Feinden will ich schon fertig werden. Kinder und Narren sprechen die Wahrheit
- Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. Reinhold Niebuhr
- Ich bevorzuge die Fehler der Begeisterung vor der Gleichgültigkeit der Weisheit. Anatole France
- Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. Voltaire
- Ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder. Gal 5,13
- Im Herzen eines jeden Menschen befindet sich ein von Gott geschaffenes Vakuum, das durch nichts Erschaffenes erfüllt werden kann als allein durch Gott, den Schöpfer, so wie er sich in Christus offenbart. Blaise Pascal
- Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen. Mark Twain
- In der Einfachheit liegt die Größe. Volksmund
L – Z
- Lieber dumm fragen, als dumm sterben. Martin Zumtobel
- Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut. Lord Acton
- Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen. Kinder und Narren sprechen die Wahrheit
- Multi vocati, pauci electi. Viele sind berufen, wenige sind auserwählt. Mt 22,14
- Nicht ärgern - nur wundern. Volksmund
- Niemand kann ehrlichen Herzens versuchen, einem anderen zu helfen, ohne sich selbst zu helfen. Ralf Waldo Emerson
- Nur der entspannte Mensch ist wirklich schöpferisch, und Ideen fallen ihm blitzartig zu. Cicero
- Nur Narren glauben, dass sie alles wissen, aber es gibt viele davon. Friedrich A. von Hayek / Recht, Gesetzgebung und Freiheit, Bd3, S179
- Phantasie hilft dem Menschen über das hinweg, was er nicht ist, Humor tröstet ihn darüber hinweg, was er ist. Francis Bacon
- Planung ist die Ersetzung des Zufalls durch den Irrtum. Kinder und Narren sprechen die Wahrheit
- Prüft alles, und behaltet das Gute. 1 Thess 5,21
- Überlege einmal, bevor du gibst. Überlege zweimal, bevor du nimmst und überlege tausendmal, bevor Du forderst. chines. Weisheit
- Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt in tausend Stücke zerbräche, ich würde heute noch einen Baum pflanzen. Martin Luther
- Unter Blinden ist der einäugige König. Volksmund
- Verantwortung ist der Nabelstrang zur Schöpfung. Paula Buber
- Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann. Antoine de Saint-Exupéry
- Wenn die Hoffnung aufwacht, legt sich die Verzweiflung schlafen. aus Asien
- Wenn sie in den Kampf ziehen sollten, kaufen sie sich Söldner und bleiben zuhause; sollten sie ins Rathaus gehen, ernennen sie Deputierte und bleiben daheim. Aus Faulheit und mittels Geld verfügen sie letztendlich über Soldaten, um ihr Land zu knechten und über Repräsentanten, um es zu verkaufen. Jean-Jaques Rousseau
- Wenn zwei Menschen immer die gleiche Meinung haben, ist einer von ihnen überflüssig. Winston Churchill
- Wer die Weisheit sucht, ist ein weiser Mann; wer glaubt, sie gefunden zu haben, ist ein Narr. Seneca
- Wer etwas haben will, muss auch etwas geben. Martin Luther
- Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe. Volksmund
- Wie kehrt ihr alles um! Als ob der Ton dem Töpfer gleich wäre, dass das Werk spräche von seinem Meister: Er hat mich nicht gemacht! und ein Bildwerk spräche von seinem Bildner: Er versteht nichts! Jes 29,16
- Wir würden viel Frieden haben, wenn wir uns nicht soviel mit dem, was andere reden und tun, beschäftigen würden, was uns doch gar nichts angeht. Thomas von Kempen
- Wo alle dasselbe denken, wird nicht viel gedacht. Walter Lippmann
- Zu unserer Natur gehört die Bewegung, die vollkommene Ruhe ist der Tod. Blaise Pascal
Sonstiges
Was ist Ülosophie ?
- Ülosophie ist, wenn man Wissen schafft, ohne Wissenschaftler zu sein !
- Ülosophie ist, wenn man die gegenteilige Meinung vertreten darf, ohne dafür bestraft zu werden !
- Ülosophie ist mehr als Ülotobler Philosophie ! (In Anlehnung an Aristotoles: "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.")
- Ülosophie ist der Hammer, der den Nagel auf den Kopf trifft !
- Ülosophie ist, wenn man trotzdem lacht, obwohl es eigentlich zum Weinen ist ! (In Anlehnung an "Humor ist wenn man trotzdem lacht."
Wer ist Ülosoph ?
- Ülosoph ist, wer seine Meister sucht !
- Ülosoph ist, wer die rechten Worte zur rechten Zeit findet !
- Ülosoph ist, wer Frieden stiftet !
- Ülosoph ist, wer willig und fähig ist zu lernen !
Die Ökonomie der Lösung
« Wenn du immer wieder das tust, was du schon immer getan hast, dann wirst du immer wieder das bekommen, was du schon immer bekommen hast. Wenn du etwas anderes haben willst, musst du etwas anderes tun! Und wenn das, was du tust, dich nicht weiterbringt, dann tu etwas völlig Anderes – statt mehr vom gleichen Falschen! »
- Paul Watzlawick
- Marianne Siegrist, Ökonomie der Lösungen
- Die Praxis des Wandels
- Vom Schlechten des Guten
Weisheit ist ein Geschenk Gottes
Weisheit, wie die Bibel sie versteht, ist nicht das Gleiche wie Philosophie oder Lebenskunst. Es handelt sich darum, die Wege Gottes und der Menschen zu begreifen und sich selbst zu verstehen. Das ist nicht nur eine Frage des Alters, der Begabung, des guten Willens. Die Weisheit ist ein Geschenk Gottes, ein notwendiges Geschenk, wenn unser Leben gelingen soll. Sie wird dem gegeben, der sie mit wachem Herzen sucht und ehrfürchtig um sie bittet.
Lehre vom gelingenden Leben
Praktische Philosophie hat es, wie alles Nachdenken, mit dem Richtigen und dem Verkehrten zu tun. Das Richtige und das Verkehrte begegnen uns auf vielfältige Weise: als Schönes und Häßliches, Sinnvolles und Sinnloses, Zweckmäßiges und Unzweckmäßiges, Gesundes und Krankes, Zuträgliches und Unzuträgliches, und schließlich als Gutes und Böses. Im wissenschaftlichen und außerwissenschaftlichen Reden über die Wirklichkeit, über Tatsachen, Naturgesetze oder Zahlenverhältnisse ist es gegenwärtig als das Wahre und das Falsche. Denn dieses Reden besteht aus Sätzen, die entweder wahr oder falsch sind. Fraglos geläufig ist uns auch, daß menschliche Handlungen richtig oder verkehrt sein können. Von Handlungen sprechen wir überhaupt nur, wo es sich um ein Tun handelt, das unter dem Gesichtspunkt des Richtigen oder Verkehrten beurteilbar ist.
Engel der Demut
Demütige Menschen sind nicht Menschen, die sich selbst kleinmachen, die sich vor allen Aufgaben drücken, weil sie sie sich nicht zutrauen. Es sind nicht bucklige Menschen, die in falscher Unterwürfigkeit sich selbst entwerten. Sondern es sind Menschen, die den Mut zu ihrer eigenen Wahrheit haben und daher bescheiden auftreten. Sie wissen, dass alle Abgründe dieser Welt auch in ihnen sind. Daher verurteilen sie niemanden. Weil sie sich zur Erde ihrer Wahrheit gebeugt haben, können sie zu Engeln der Demut werden, die gebeugte und gescheiterte Menschen aufrichten.
Mut zur Demut
Ubi humilitas - ibi sapientia. Wo Demut ist, dort ist Weisheit.
An dieses Wort des spanischen Mystikers und Kirchenlehrers Johannes vom Kreuz knüpft der Autor an, wenn er davon spricht, daß durch die Macht und die Erfolge der Technik die zeitgenössische Naturwissenschaft eine so hohe Autorität erlangt hat, daß viele Menschen nicht mehr die Demut haben, an Gott zu glauben, weil sie an die Wissenschaft glauben.
Der Mut zur Demut, an Gott zu glauben, ist der große Mut der Heiligen. Der Mut zum Hochmut, IHN zu leugnen, oder noch schlimmer, IHN zu ignorieren, ist der kleine Mut der Spießer. Die Maschine produziert Spießer, die Maschine hat die Spießer in der Welt vermillionenfacht.
Der Spießer will die Welt so machen, daß er bequem und komfortabel darin leben kann, er will sich in der Welt - ohne Gott - für immer einrichten. Der Preis für den Komfort aus der Maschine ist hoch, und es wird immer deutlicher, daß er zu hoch geworden ist. Es ist der Preis des Hochmuts, sein zu wollen wie Gott.
Mit der Naturwissenschaft des Mutes zur Demut, davon war Max Thürkauf überzeugt, werden wir eine Technik der Demut hervorbringen. Sie wird die Technik der kommenden Kultur sein: der Kultur des gelebten Christentums.
Das Herz hat seine Gründe
..., die die Vernunft nicht kennt
1646 lernt die Familie Pascal durch zwei Ärzte, die den Vater pflegen, die französische Devotionsbewegung kennen. Diese Bewegung ist gekennzeichnet durch: intensive persönliche Frömmigkeit, verbunden mit Weltflucht; liebevolle Beziehung zu Jesus; Bewußtsein der Sündhaftigkeit des Menschen und der Erlösung nur durch die Gnade; Anbetung des Altarssakramentes; Gehorsam gegenüber dem geistlichen Führer. Diese Form der Spiritualität wird besonders im Zisterzienserinnenkloster Port-Royal gepflegt. Angefangen mit Blaise, bekehrt sich die ganze Familie zu dieser Form der Frömmigkeit. Er ist aber noch nicht bereit, sich ganz aus der Welt zurückzuziehen, und beschäftigt sich auch weiterhin mit Naturwissenschaften. So wiederholt er mit seinem Vater die Experimente Toricellis zum Luftdruck und Vakuum.
Mit dem Eifer des Neubekehrten, der oft übers Ziel schießt, denunziert Pascal den Prediger Saint Ange beim Erzbischof von Rouen. Er wirft ihm die Verbreitung von Häresien vor und gibt sich erst zufrieden, als Saint Ange in aller Form widerruft.
Nach dem Tod des Vaters will Pascals Schwester Jacqueline in Port-Royal eintreten. Ihr Bruder ist dagegen, dass sie ihr Vermögen dem Kloster schenkt. Erst nach langen Streitigkeiten erklärt er sich einverstanden. Nach dieser sehr turbulenten Zeit sucht er mehr denn je seinen Platz in der Welt - er verkehrt in vornehmen Kreisen, zieht sich aber immer mehr daraus zurück, weil sie ihm oberflächlich erscheinen.
Am 23. 11. 1654 hat Pascal ein überwältigendes spirituelles Erlebnis, das sein weiteres Leben bestimmen wird. Im "Mémorial" versucht er in stammelnden Worten, es zu beschreiben:
- Feuer
- Gott Abrahams, Gott Isaaks, Gott Jacobs, nicht der Philosophen und Gelehrten
- Gewißheit, Gewißheit, Empfinden: Freude, Friede.
- Gott Jesu Christi ...
- Freude, Freude, Freude und Tränen der Freude.
- Ich habe mich von ihm getrennt ...
- Möge ich nie wieder von ihm geschieden sein.
Diesen Zettel wird Pascal, in das Futter seines Mantels eingenäht, von nun an immer bei sich tragen. Bald danach zieht er sich nach Port-Royal in die Granges zurück, wo er mit anderen frommen, dem Kloster nahestehenden Männern ein kontemplatives Leben führt.