Benutzer Diskussion:Christoph Bösch

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Inhaltsverzeichnis

Christoph Bösch

Existenzialismus

... heißt mE vor allem Ehrlichkeit

Sich und anderen nichts vormachen.

Was WISSEN wir schon: subjektiv ein bisschen, objektiv recht wenig (wenn es um die wirklich wesentlichen Dinge geht!)

Was hat(te) ein Mensch irgendwann in der Geschichte, irgendwo auf der Welt von seinem Leben zu „erwarten“?

Möchte jemand von uns tauschen – mit irgendjemandem, der irgendwann irgendwo gelebt hat – per Zufallsgenerator?

Und dann gibt es eben Optimisten – die gerne in der Hoffnung leben; und Pessimisten, die nicht enttäuscht werden wollen.

(Das ist mE weniger eine Frage von RICHTIG oder FALSCH – sondern eine Frage der Mentalität: was liegt einem mehr?)

Und wer schon oft Glück/Pech hatte, wird vielleicht eher optimistisch/pessimistisch sein….

Was uns alle verbindet – als Bürger, Spießer, „normale“ Menschen: dass wir VERDRÄNGEN.

Dass wir lieber in Vorstellungen (Glaubenssystemen) leben – als im Bewusstsein und in der Gegenwart des Wirklichen…

Und mit Existenzialismus meine ich vor allem: aus der Vorstellung heraus, (wieder) in die Wirklichkeit zu kommen! (Statt immer weiter zu verdrängen…)

Und letztlich sind da meine Quellen vor allem die griechische Mythologie, aber auch die griechische Tragödie (die sich nämlich EXAKT mit jenen Themen befasst, die wir Spießbürger verdrängen – ODR?)

Doch auch Jesus hat gesagt: „Lasst die Toten ihre Toten begraben“ – hart, aber ehrlich!

Manchmal ist Fatalismus der einzige realistische Ausweg – nicht zu verwechseln mit Nihilismus…

… aber vielleicht GIBT es ja doch eine Erlösung – hoffentlich!

Vierte Gewalt

Die Österreicher haben angeblich immer mehr Sympathie für "autoritäres" Gedankengut. Kein Wunder. Wer keine innere Autorität hat / haben darf, braucht eben eine äußere...

Man nennt die Medien oft "vierte" Gewalt. Im ORF scheinen sich viele eher mit der Justiz zu verwechseln! (Obwohl "Gesetzgeber" natürlich schon auch schön wäre...)

Der scheidende Chef von Radio Ö1, Alfred Treiber, sorgt sich angeblich um sein Erbe. Für Radio-Fans wohl eine der besten Nachrichten seit langem...

Staatsbürgerschaft sollen sich die Leute verdienen

Wir haben im Grunde längst zu viele Menschen auf der Erde. Zugleich aber, in der industrialisierten Welt, zu wenige junge Menschen. Also müssen wir wohl Menschen aus anderen Regionen aufnehmen, weil wir sie brauchen werden. Andererseits ist eine österreichische Staatsbürgerschaft etwas sehr Wertvolles. Es gibt wenige Länder mit vergleichbarer Lebensqualität (dafür brauchen wir kein schlechtes Gewissen zu haben – darauf können wir stolz sein!), mit solch großartiger Natur, Kultur und Geschichte. Wer also unsere Staatsbürgerschaft annehmen, hier leben, arbeiten und in den Genuss großzügigster Sozialleistungen kommen möchte, muss vorher eine Gegenleistung erbringen! Österreich kann es sich nicht leisten, Staatsbürgerschaften zu verschenken. (Die Chinesen – oder aber auch Amerikaner etc. – verschenken schließlich auch nichts…) Warum sollten gerade wir die nützlichen Idioten der Welt sein?

NIE MEHR FUSSBALL-WM!

Fußball-Weltmeisterschaften sind weder nachhaltig, noch politisch korrekt – und sollten daher nie wieder stattfinden!

Es hat sich wieder gezeigt: Die WM ist reine Geschäftemacherei. (Und das Geschäft machen meist auch noch die Falschen.) Und Europa hält sich immer noch für das Zentrum der Welt – hat in geradezu peinlicher Weise schon wieder alle drei ersten Plätze für sich beansprucht. Welcher Mangel an Sensibilität… (Werden die Guten so nicht immer besser und die Benachteiligten immer schlechter?)

Die inferioren Schiedsrichterleistungen sind überdies ein geradezu prototypisches Beispiel für die Nichtbeachtung jeglicher Gleichheitserfordernisse: Schiedsrichter helfen meist sogar noch den Stärkeren – statt endlich eine gerechte Chancenumverteilung durchzusetzen... Und überhaupt: Zu viel Wettbewerb. Und eine eindeutig diskriminierende Ungleichbehandlung von Siegern und Verlierern!

Fußball-Weltmeisterschaften sind einfach typische Männerveranstaltungen: zu viel Konkurrenz, Brutalität, Nationalismus und Diskriminierung aller Art… Und die FIFA? Multinational statt multikulturell! Der internationale Fußball ist letztlich ein Hort des Finanzkapitalismus. Zu wenig Nachhaltigkeit. Zu viel Verkehr. Zu viel Profit.

Widerstand

Wenn sie unseren (geistigen) Lebensraum vergiften, müssen wir uns wehren – oder vergiftet werden.

(Und zwar dort, wo das Geschehen stattfindet – nicht in esoterischen Zirkeln – in die kann man sich zurückziehen, wenn man alles geändert hat, was zu ändern war… Vorher nicht.

Das Leben IST leider oft eine Schlammschlacht, wer das verkennt, wird dann eben von der Geschichte bestraft.

Man muss sich mit dem Schlamm auseinandersetzen, solange es noch geht – meine ich.)

Was nicht schadet, darf auch nicht wirken

Zur (eigentlich ungeheuerlichen!) Forderung nach einem „gesetzlichen Verbot“ für homöopathische „Scheinmedikamente“

Die Wiener Zeitung will, laut STANDARD (20.12.), eine „liberale und offene Qualitätszeitung“ sein. Wie passt dazu die Forderung, Homöopathie zu verbieten - weil ihre Mittel, wie es heißt, nur aus „Wasser, Milchzucker oder etwas Alkohol“ bestehen – und weil sich damit „viel verdienen lässt“?

Es war nicht der erste Text von Christa Karas, auf ihrem Kreuzzug gegen alles „Unwissenschaftliche“. Was hat Frau Karas eigentlich gegen Homöopathie und Ganzheitsmedizin? Das Foto zum Artikel (es zeigte einen 10-Euro-Schein, suggestiv inszeniert mit einigen leeren Fläschchen) könnte eine Antwort geben: Es geht um Geld. Und zwar vorgeblich um die „weltweit jährlich … rund zwei Milliarden Euro“, die mit homöopathischen Mitteln umgesetzt werden. Doch das ist, im Vergleich zu den restlichen globalen Gesundheitskosten, eigentlich fast ein Witz! Denn während man um 10 Euro wirklich ein homöopathisches Medikament kaufen kann, kommt man im Bereich der herkömmlichen Medizin damit natürlich nicht sehr weit. (Ein Spitalsbett kostet etwa 800 Euro pro Tag.) Was also regt nun die Kritiker wirklich so auf? Könnte es sein, dass mit denselben Patienten, die die zwei Milliarden ausgeben, mit „orthodoxeren“ Methoden (Stichwort: „Stahl, Strahl und Chemie“) ein Vielfaches verdient werden könnte? Denn man bedenke bitte - welcher Graus für eingefleischte Materialisten: Manchmal genügen fünf Kügelchen alle paar Monate für eine homöopathische Behandlung. „Geschäft“ ist das keines…

Wirksamkeit sei „weiter nicht gefragt“, heißt es in der Überschrift des Artikels. Eigentlich eine unglaubliche Aussage! Bedeutet sie doch nicht viel weniger als die völlige Entmündigung der Menschen als Patienten. (So als behauptete man nach einer Wahl, die Wähler hätten sich „geirrt“.) Denn ob mir etwas hilft, das werde ich doch wohl noch selbst am besten wissen. Interessiert es überhaupt die Patienten, was sich in elfenbeinernen Reagenzgläsern abspielt? Sie möchten wohl eher, dass es ihnen spürbar besser geht - mit möglichst geringem Aufwand und geringen Nebenwirkungen! Doch die etablierte Wissenschaft versucht, aus ihrer Not (offenbar unfähig zu sein, einen Zusammenhang erkennen oder gar beweisen zu können – oder zu wollen??) gleichsam eine Tugend zu machen: Was wir nicht beweisen können, das darf es einfach gar nicht geben… Noch wähnt man sich anscheinend mächtig genug, den „komplementären“ Methoden einfach die Beweislast zuschieben zu können.

Nach „wissenschaftlichen Kriterien“ seien es „Scheinmedikamente“, schreibt Frau Karas folgerichtig. Vielleicht sind dann eben diese „wissenschaftlichen Kriterien“ falsch? Die Beweislast läge jedenfalls in Wirklichkeit längst bei den Gegnern von Homöopathie und ganzheitlicher Medizin! Weil nämlich die meisten Menschen schon am eigenen Leib erlebt haben, wie Homöopathie wirken kann. Und es ihnen auch relativ gleichgültig ist, warum. (Soll es denn in erster Linie um Beweisbarkeit gehen – oder eher darum, dass es den Patienten besser geht?) Und genau dass ist wohl auch einer der Hauptgründe für den beinahe inquisitorischen Zorn der Gralshüter der so genannten „Schulmedizin“: Neid, Eifersucht, aber auch Ohnmacht – denn warum sonst, sollte man sich so aufregen? (Der beste Beweis für deren „Wirksamkeit“, ist doch vielleicht gerade der unsachliche Kreuzzug, der gegen die unliebsamen Konkurrenten aus der ganzheitlichen Medizin geführt wird!) Ist nicht außerdem gerade die „evidenzbasierte“ Medizin (mit ihren „Doppelblind“-Studien) bisher vieles schuldig geblieben?

Die Inquisitoren werden dennoch weiter kämpfen – und irgendwann dann einfach überlaufen. Das klassische Rückzugsgefecht. Zuerst heißt es: Wirkt nicht! Dann: Ist zu gefährlich! Plötzlich aber: Haben wir ohnehin schon immer selbst gewusst, gesagt und gemacht… Scharlatane gibt es überall. Doch selbst Qualitätszeitungen wie die Wiener Zeitung, arbeiten nur mit Papier und Druckerschwärze.

ORF betreibt systematische Gehirnwäsche

Durch die Themenwahl: Böse Männer, arme Frauen; böse Kapitalisten; arme Migranten und Homosexuelle usw.

In Wortwahl und Tonfall. Durch die immer gleichen „Experten“: mit immer eindeutiger ideologischer Schlagseite…

Mehr Markt an der Uni

Überlaufene Studien sollten teurer, unterbelegte billiger sein

(Notfalls aufkommensneutral.) Alle wollen das gleiche studieren: Medizin, Wirtschaft und ein paar andere Studien. Das senkt die Qualität dieser Studien, erzeugt ein Überangebot an Abgängern (aber auch Abbrechern), viele Arbeitslose oder schlecht Bezahlte. (Weil die Leute nicht ihren Neigungen und Talenten folgen, sondern der aktuellen Mode. Und unrealistischen Vorstellungen.)

Dafür gibt es etwa einen Mangel an qualifizierten Technikern. Hier ließe sich durch gestaffelte Studiengebühren steuern. Wer sich freiwillig einer Aufnahmeprüfung stellt und diese erfolgreich absolviert, könnte dafür ein Stipendium erhalten. Warum sollten nicht die Ungeeigneten die Geeigneten subventionieren?


Jeder für sich

In Österreich ergreift fast jeder Partei. Weil offensichtlich niemand den Mut hat, alleine da zu stehen. Es gibt Lager, Pole – jeder entscheidet sich dann, ob er dafür oder dagegen ist. (Irgendwann bilden sich dann wieder andere Lager.) Parteien, Vereine, Ideologien: nur irgendwo dabei sein…

Die Marktlücke wäre „zwischen“ den Lagern, auf dem EIGENEN Platz. Jeder für sich. (Und erst dann alle gemeinsam.)

Es ist ein Unterschied, ob ich erst meinen Platz einnehme – und dann mit anderen kommuniziere, kooperiere, mich austausche. Oder ob ich gleich im Kollektiv untergehe…. Durch Parteilichkeit und Lagerbildung kann nie ein neuer Weg gefunden werden. Schon gar nicht der eigene. Es gibt nur Polarisierung, Patt, Orientierungslosigkeit und Stagnation.

Replik auf Ihren Radiokolleg-Kommentar

@ Armin Stadler c/o ORF

Ihr Beitrag war der Anlass (er war zumindest intelligent und phasenweise interessant), die Kritik bezieht sich aber generell auf die Sendung, Ö1 und den ORF!

Seit Gusenbauer Kanzler wurde, speziell aber seit der Lehman-Pleite, werden Ton- und Gangart ständig verschärft. Das Programm wird zusehends zu einer Gebetsmühle. Sie wissen genau, dass das stimmt: Von früh bis spät, eine Sendung nach der anderen. Es ist wirklich nicht zumutbar. Immer der vorwurfsvolle Ton. Immer die gleiche Schlagseite. Propaganda ohne jeden Genierer.

Speziell der süffisante Tonfall, die Auswahl der (immer gleichen) Interviewpartner, vor allem aber natürlich die extrem einseitige Themenauswahl: Geschlechtsumwandlungen, missbrauchte Frauen, böse Kapitalisten, die bösen Rechten, die böse Kirche usw. usw. Wollen Sie das leugnen?

Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich habe großes Mitgefühl mit den Leidenden. Aber bitte nicht so.

Die meisten Sendungen und Themen wären ja durchaus interessant – wenn es nicht ständig nur das gleiche wäre… Bitte nicht immer nur selektiv, gemäß den eigenen Vorstellungen.

Und immer dieser „sozilogische“ Jargon; diese leicht zynische Herablassung; herzliche Anteilnahme verspüre ich nur selten; man ist „sozial“ – aber immer nur „im Kopf“. Ich finde es wirklich grässlich – und traurig, weil mir viele der Themen durchaus Anliegen wären.

Aber mit dieser Arroganz, mit zweierlei Maß, erreichen Sie höchstens das Gegenteil. Wen überzeugen Sie damit? (Bei der ORF-Wahl waren zwei Drittel rot oder grün; zugleich, bei der EU-Wahl nur ein Drittel. Warum wollen Sie das nicht akzeptieren?) Sie rennen entweder offene Türen ein – oder treiben die Menschen HC Starche in die Arme (womöglich mit Vorzugsstimme).

Menschlichkeit muss von Herzen kommen, nicht aus kopflastigen Theorien. Mehr Herz, weniger Soziologie, würde ich bitten.

(Und zuletzt noch ein Beispiel: Nicht nur Grasser, Meinl und Mensdorff werden gejagt – auch wenn ein des Betruges Verdächtiger querschnittgelähmt im Spital liegt, wird noch voll Zynismus – in diesem Fall im TV - darüber berichtet. Auch DAS ist Menschenhatz – aber das fällt keinem auf, offenbar?) Ein bisschen mehr Demut stünde vielen im ORF gut an – ich werde mich auch darum bemühen.


Schweizer Volksabstimmung

Das Schöne daran: die Abstimmung ist irreversibel! Deswegen toben ja alle so.

Das Volk hat gesagt, was es will… Es hat nicht gefragt, was es „darf“.

Jetzt ist die Katze aus dem Sack – und das hat Vorbildwirkung. Das Tabu ist gebrochen – und wenn sie (noch) hundert Minarette bauen - denn um die geht es gar nicht in erster Linie.

PS: Zur Freiheit gehört aber auch das Tragen von Kopftüchern...


Fliegender Koalitionswechsel

Josef Pröll hält Hof, als wäre er bereits Kanzler. Strache ist auffällig anwesend - Bucher nicht...

BZÖ spekuliert über Wiedervereinigung mit FPÖ (oder doch ÖVP?). Erwin Pröll tritt nicht an - es heißt aber, dass Schwarz und Blau einen gemeinsamen "unabhängigen" BP-Kandidaten suchen. (Erwin Pröll schlägt u.a. Fiedler und Dillersberger vor!)

Und Faymann ist mehr als angeschlagen.

Schon bald, jedenfalls lange vor 2013, könnte es einen (fliegenden) Koalitionswechsel geben!

Wer braucht Moderatoren?

Lasst Politiker Politiker interviewen

Nach Beendigung der ORF-Sommergespräche, waren die Kritiken eher negativ. Wie wäre es, einmal Politiker-Interviews, Diskussionen und Konfrontationen ganz ohne Moderatoren zu versuchen?

Die üblichen Spielchen wären dann jedenfalls nicht möglich. Die Politiker hätten einmal wirklich die volle Verantwortung. Schließlich findet die „eigentliche“ Politik ja auch ohne Moderatoren statt. (Man könnte übrigens auch einmal Koalitionsverhandlungen unmittelbar im Radio oder Fernsehen übertragen. Da gäbe es dann keine Ausreden – und die Bürger wüssten wirklich, woran sie sind.)

Die derzeitige Übung: Journalist stellt süffisant-provokante Fragen - Politiker fühlt sich (oft zu Recht) nicht wirklich dazu bemüßigt, auf diese einzugehen, läuft sich langsam tot. Sollen doch die Politiker gleich unter sich bleiben, einander gegenseitig interviewen; selbst schauen, ob und wie sie damit bei den Bürgern ankommen.

Einen Versuch wäre es wert, viel schlechter kann’s ja auch nicht werden.

Einer stellt die Frage, der andere hat zwei Minuten. Spannende taktische Überlegungen: Bin ich sehr unfair, gefällt dies zwar vielleicht jenen, die mich ohnehin wählen, bringt mir aber keine neuen Wähler. (Außerdem kann mir dann ja auch mein Kontrahent härtere Fragen stellen. Der Journalist hingegen, muss sich selbst keiner Wahl stellen.)

Bin ich andererseits zu „zahm“, laufen mir vielleicht meine Stammwähler davon oder bleiben zu Hause. (Nicht „packeln/kuscheln“, aber auch nicht zu sehr streiten.

Weigere ich mich, eine Frage überhaupt zu beantworten, beurteilt jeder Zuseher für sich, ob er dies legitim findet.

In größeren Runden könnte A eine Frage an B stellen, B an C, C dafür wiederum an A.

Selbst wenn es kein voller Erfolg werden sollte – lernen könnten sicher alle daraus.

EU-Wahl

Jetzt zeigt Faymann "endlich Ecken und Kanten" - aber gäbe es nicht bessere Möglichkeiten, das Ansehen Österreichs zu fördern, als 20 Millionen jährlich an CERN zu zahlen? (Und ist die plötzliche Kritik an Strache nicht auch etwas leicht durchschaubar?)

Doch die EU-Wahl bietet wenigstens die Chance, statt Parteienvertretern, echte Volksvertreter zu wählen. Jene Kandidaten also per Vorzugsstimme auf der Liste vorzuziehen, die den Bürgern auch wirklich gefallen - unabhängig von den Partei-Oligarchen...

Ernst Heim

Götter, die keine sind

« Ich traue seiner Gnaden, die mich vor allem Schaden, vor allem Übel schützt; leb ich nach seinen Sätzen, so wird mich nichts verletzen, nichts fehlen, was mir ewig nützt. »

  • Paul Fleming, Losung der Herrnhuter Brüdergemeine, 25.11.10

Gesunder Menschenverstand

... und solides Mitgefühl sind die zentralen Schlüssel zum Frieden - dem Sinn und Ziel menschlichen Lebens.

Elite statt Establishment

Sind die Studenten, ..., die Elite von morgen? Genügt es, Vorwürfe zu machen und Ansprüche zu stellen? CB

Begriffsbestimmung

  1. Eine Elite (urspr. vom lateinischen electus, „ausgelesen“) ist soziologisch genommen eine Gruppierung überdurchschnittlich qualifizierter Personen (Funktionseliten, Leistungseliten) oder die herrschenden bzw. einflussreichen Kreise (Machteliten) einer Gesellschaft. Konkret bezieht sich der Begriff meist auf näher definierte Personenkreise, wie z. B. die Bildungselite. Der Elite gegenüber steht die „Masse“ oder der „Durchschnitt“ („Normalbürger“).
  2. Als Establishment (engl. establishment [ɪˈstæblɪʃmənt] „Einrichtung, organisierte Körperschaft“) bezeichnet man – eher alltagspolitisch pejorativ – eine wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich einflussreiche Milieugruppierung oder Klasse, eine etablierte Elite. Der Begriff impliziert meist eine kritische Haltung, etwa von Sozialkritikern in der westlichen Gesellschaft.

wiki.cc und andere Wunderwerke

Dank deiner Anregungen hat sich die Zahl der wiki.cc-Artikel seit 17.12.09 mehr als verdoppelt.

Wenn es uns gelingt, ein vergleichbar einfaches Finanzierungsmodell zu entwickeln, dann lösen sich viele Fragen (nicht nur bei HG, AU, Hös... & Co) von selbst.

Viele Leute sind leider wie die Kinder: Geld geben sie nur für Unnötiges aus... CB

Aber Kinder haben doch Erwachsene als Vorbilder, oder ?

Wie machen wir aus den kindischen Erwachsenen mündige Menschen?
Durch Ernüchterung?
Durch Verlockung?
Wie kann die Sehnsucht nach Partizipation geweckt werden? CB

Durch Vorbildwirkung: jeder Genossenschafter ist ein Vorbild !

Nur wenn notwendig
Lieber nicht; jede Verlockung verlangt nach "Mehr Verlockung"

Durch Erfolgsbeteiligung: klare Rechnung gute Freunde !

Technisch ist das alles richtig – aber ohne Gefühl, Seele, Identifikation lebt es nicht. CB

Für seine Befindlichkeiten ist jeder selbst zuständig. Oder willst noch einen Seelen-Flohmarkt aufmachen ?

Die E-motion bewegt die Menschen, nicht das Hirn. Das Hirn kann nur den Weg berechnen. Die Angst und die Lust bewegen die Menschen. Der Schmerz und die Hoffnung.
Daher: Gefahren beschreiben, Chancen aufzeigen. Wie Saint-Exupery in seinem berühmten Zitat: Sehnsucht…
Aber auch Angst und Sorge können motivieren. Zwei Szenarien ausmalen: das Bedrohliche und die Verheißung… Dann beschreiben, was zum einen - was zum anderen führt. Dann eine „Fahrt“ zu Verheißung anbieten… (Wir wären dann also Reiseveranstalter, gleichsam.)
Was zählt im Leben, ist doch in erster Linie, wie wir uns FÜHLEN – das allein ist die Wirklichkeit des Lebens! (Nicht das Geld, die Macht, der Intellekt, das Wissen… nur das empfundene Glück – oder, noch wichtiger, die Abwesenheit von Schmerz, zählt letztlich wirklich.) CB

Gesellschaft in der Gesellschaft

« Wenn wir eine „Gesellschaft in der Gesellschaft“ ("Genossenschaft") gründen – von Leuten, die in die eigene und die Zukunft des Landes INVESTIEREN wollen (Geld, Arbeit, Ideen…), dann ist vieles möglich… „Sponsoren der Zukunft“ – Menschen, denen bewusst ist, dass es noch viel gibt, das wir verlieren können – die daher bereit sind, etwas dafür zu tun. (Statt Kopf in den Sand, Nörgelei, Protest, Resignation oder Illusion.) » CB "Direktere" Demokratie

Mein lieber CB, was glaubst du, dass ich seit den 80-er Jahren mit bescheidenem Erfolg betreibe ?

Mit meiner bisherigen Erfahrung, geht es aber nur im "Pilgerschrittverfahren" langsam aber stetig weiter: zwei Schritte vorwärts und einer zurück ! Wenn sich also im laufe dieses Jahres ca 14 Gesellschafter zur IG-Idee (als Vorstufe der Genossenschaftsidee) bekennen, bin ich damit sehr zufrieden.

Gestern habe ich über ein Buch gehört: Was wäre, wenn Hitler-Attentäter Eisler (oder einer der anderen) Erfolg gehabt hätte(n)? Was wäre der Welt erspart geblieben?

Das könnte man umdrehen: Was könnte uns (noch) erspart bleiben, wenn wir jetzt bereits freiwillig nötige Reformen (vor allem auch bei uns selbst!!) durchführten – statt erst auf eine (früher oder später unvermeidliche) Katstrophe zu warten? Da möchte ich ansetzen.
Was könnte alles passieren – und was wären wir alle zu tun (worauf zu verzichten?) bereit – um es zu verhindern? Noch ist der Damm nicht gebrochen, das Fass nicht übergelaufen… Noch wäre der Preis vergleichsweise gering. (Also das Gegenteil von Faymann etc: Statt zu beschwichtigen, bis einen die Katastrophe überwältigt…) Da liegt die Schwäche der Politik. Alle versprechen etwas – und andererseits entstehen dann Weltuntergangs-Ängste (weil ja in Wirklichkeit fast gar nichts geschieht)…

Wir bräuchten realistische Gefahren-Szenarien – dann konkrete Pläne, zu denen alle Beteiligten etwas beitragen können/müssen. (Etwa betreffend Schulden, aber auch Gefahren durch Seuchen, Naturkatastrophen, Terror, Atomkraftwerke, Kriminalität, Krieg…) Allgemeine Ernüchterung. Statt sich weiter über Konsumsucht abzulenken und Ersatz-zu-befrieidigen… Konsum ist keine Lösung. Eher Kreativität, Abkehr vom Materialismus, Konzentration auf Lebenswichtiges. CB

Das Zeitalter der Institutionen, der Plan- und Machbarkeit(sillusion) neigt sich dem Ende, seinen eigenen Grenzen zu – eine weniger materialistisches Zeitalter wird kommen. (Hoffentlich wird der Übergang nicht zu hart…) CB

Gregor Hochreiter

Die „unheilige Allianz“

Frei macht uns nur die Wahrheit, die fordert und für einen falsch verstandenen Freiheitsbegriff auf den ersten Blick eine unbotmäßige Einschränkung darstellt. Doch nur wenn sich wesentliche Teile der Bevölkerung die Wahrheit annehmen, ist es möglich, die exzessiven Staatseingriffe in die Schranken zu weisen. Am besten fängt man mit dieser Befreiung bei sich selber an. Die Popper'sche Falsifizierbarkeit erlaubt gerade das Gottspielertum der Sozialwissenschafter, die nach Belieben eine interventionistische Theorie nach der anderen ausprobieren und z.B. das vom Naturrecht gegegebene Recht der Eltern auf Erziehung der Kinder im Namen der Wissenschaft aushöhlen. Daher nicht Mut zur Falsifizierbarkeit, sondern Mut zur Wahrheit! Die berechtigte Kritik an den Götzen/Idolen sollte nicht dazu führen, Gott per se zu leugnen. Götzen kann es nur dort geben, wo Gott vom Thron gestoßen worden ist.

Die „unheilige Allianz“

Der höchste Wert ist die Wahrheit und nicht die Freiheit. Wenn sich die Freiheit über die Wahrheit erhebt, hebt sie sich selbst auf.

Freiheit bedeutet, gemäß der Wahrheit zu leben. Freiheit verstanden als Beliebigkeit haben wir heute und deswegen notwendigerweise eine nahezu allmächtigen Staat: "Nur die eiserne Faust kann Sandkörner zusammenhalten." Wenn alles erlaubt ist, was nicht gesetzlich verboten ist, braucht man sich über die Gesetzesflut zu wundern.

Ideengeschichtlich ist die Forderung nach dem freien Spiel der Kräfte keine neutrale Forderung, sondern eine religiöse bzw. säkulare Forderung bestimmter Gruppen einer Gesellschaft. Und der "Glaubensatz", wonach sich die Wahrheit (ohne Anführungszeichen) im freien Spiel der Kräfte von selbst herausstellen sollen, ist dann der einzige, den jeder verpflichtend - oder gar unter Zwangsandrohung - zu glauben hat? Im Laufe der Geschichte haben gerade die Freiheitsapologeten meist die organisch gewachsenen, überschaubaren Strukturen zerschlagen (von Adam Smith über die Französische Revolution bis zu den globalistischen Zentralisierer aller Couleur).

Glauben heißt zunächst einmal "nur", einen Sachverhalt einer Person für wahr erachten. Die zentrale Frage ist somit nicht, was wir glauben, sondern wem wir glauben.

Die „unheilige Allianz“

Im eigentlichen Sinne kann ich nicht an mich selber glauben. Das ist mehr als nur eine Spitzfindigkeit. Zuerst müssen wir anerkennen, daß wir Geschöpfe Gottes sind und alles weitere folgt daraus. Wenn sich der Mensch nur um sich selbst dreht, wird er dem Schwindel erliegen.

Weil es viele Vorstellungen vom Guten Leben gibt, bedarf es - philosophisch denknotwendig - einer übernatürlichen Autorität, die den in sich selbst gefangenen Menschen die Richtung weist. Liebe und Wahrheit sind nach christlichem Verständnis kein Widerspruch. Die Linderung von Leid ist utilitaristisch/epikureisch absolut gesetzt, mit dem Christentum nicht kompatibel.

Nach christlichem Verständnis hat sich die Wahrheit bereits abschließend mit und in Jesus Christus, dem inkarnierten Gott offenbart. Weil Gott den Menschen liebt, hat er ihm die Freiheit geschenkt, weil die Liebe die freie Willensentscheidung des Liebenden voraussetzt. Die höchste Vollkommenheit erreicht der Wille dann, und nur dann, wenn er sich an Gott bindet (frei nach dem KKK).

So gut wie keine Gesellschaft hat ein freies Spiel der Ideen geduldet, wohl wissend daß eine Gesellschaft nur bestehen kann, wenn es in den grundlegenden, existentiellen Lebensfragen Übereinstimmung gibt. Für religiöse Gesellschaften legt Gott/die Götzen das Gesetz fest. Abweichungen werden scharf bestraft. (So ist es übrigens auch heute, mit dem einzigen Unterschied, daß Abweichlern keine physische Bestrafung widerfährt. Totgeschwiegen und sozial Geächtet werden sie weiterhin. Siehe den aufziehenden Kulturkampf, der sich insbesondere gegen die Katholische Kirche, jedenfalls aber gegen das Christentum richtet).

Wir bedürfen wieder des Mutes zur Erkenntnis und zur erkenntnisfördernden Grenzziehung: Qui bene distinguit, bene docet. Statt distinguit, könnte man auch discriminat schreiben. Nur wer diskriminiert, also Gleiches gleich und Ungleiches ungleich benennt, trägt zur Wiedererlangung der äußeren, selbstverantworteten und an überzeitliche moralische Normen gebundene Freiheit bei.

Michael Twardosz

Sozialismus macht asozial

Wie Sie sich denken können, habe ich die Aussendung mit größtem Vergnügen gelesen. Genau meine Linie. Zu meiner Genugtuung gab es auch einige, die Ihren Text verwendet haben, wie sich leicht googeln ließ, zB: