Diskussion:Bürgerliches Glaubensbekenntnis

Aus wiki.comanitas.com
Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Brigitte Imb

Aus gegebenem Anlass

Die österreichische Verfassung sieht für ALLE Bürger die gleichen Rechte vor, die Umsetzung derer ist allerdings für den "Normalbürger" in fast unerreichbare Höhen gelangt.

"Die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere" wäre doch ein toller Titel für eine "Bürgerhymne", zumal die Realität der Aussage sehr nahe kommt.

Nun, die letzten Jahre haben uns doch fast allen Menschen süße Früchte beschert, so will es uns die Politik jedenfalls verkaufen. Es besteht kein Bedarf tiefer nach Erkenntnissen zu graben, der tägliche Blick auf irgendein Medium reicht, um zu erkennen, die fetten Jahre sind vorbei. "Wir" haben es tatsächlich geschafft im 21. JH 1 mio armutsgefährdete Menschen in unserem "Wohlfahrtsstaat" zu zählen. Gleichzeitig kann man über 20 mio € Pensionsauszahlung an einen einzelnen lesen. Woran mag das liegen? Sind die Menschen in unserem Land nicht mehr fleißig genug, oder nützen die Menschen ihre Chancen zu wenig, oder werden die Menschen behindert? Von wem?

Politiker predigen von Chancengleichheit und sozialer Gerechtigkeit, will der Bürger das allerdings einfordern, erfährt er, dass von IHM Solidarität, in pekuniärer Form, erwartet wird. Ist der Bürger nicht seit jeher solidarisch, hat er überhaupt eine Möglichkeit es nicht sein zu dürfen?

Sicherlich, wir genießen eine Menge an Pseudoannehmlichkeiten, nicht selbständig Erwerbstätige (NSE) brauchen sich z. B. nicht um ihre Steuerabgaben oder ihren Sozialversicherungsbeitrag kümmern, das wird ganz einfach abgezogen vom Lohn.

Der NSE ist meist nur an der Nettosumme seines Lohnes interessiert, ich empfehle allerdings die Zahlen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, hinzugerechnet muss der Dienstgeberbeitrag werden, das ist eine Einnahme. Rechnet man die täglich aufkommende Steuerlast von MwSt, Mineralölsteuer, Getränkesteuer, Vignette, etc., dazu, ermittelt man ein sehr ernüchterndes Ergebnis. Ein Drittel des erarbeiteten Geldes verbleibt dem Einzelnen um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Mir erscheint darin eine Schieflage!

Geld ist bestimmt wichtig in unserer Gesellschaft, gibt es aber nicht noch eine Vielzahl anderer Anliegen, die uns - dem Volk, wichtig sind und ständig schwieriger zu erlangen sind?

Dabei denke ich in erster Linie an den Schutz der Privatsphäre und diverser Bürgerrechte.

Von der Wiege bis zur Bahre unterliegen wir einer Kontrolle, die uns als Schutz vorgegaukelt wird, daneben nimmt man uns sämtliche Rechte ab, mit der Begründung repräsentativ vertreten zu werden.

Die Kaste der Politiker gestaltet die Gesetze entsprechend, d.h. es werden dem Bürger Hürden vorgegeben, um ihre eigenen Belange getrost fortsetzen zu können. Der Proporz bestätigt uns dies täglich auf ´s Neue.

Was wir brauchen

... ist eine bürgerpartei, "bürger für bürger", oder einen "bürgeraufsichtsrat".

die österreicher sind davon allerdings weit entfernt, die gewohnheit u. unsicherheit der bevölkerung sind hier hinderlich, ja auch die bequemlichkeit.

natürlich fühlt der einzelne sich total machtlos dem system gegenüber, ist auch nicht verwunderlich, denn es gibt nur noch wenige bereiche die nicht politisch verseucht sind. und so ein armer tropf braucht dann vielleicht eine arbeitsstelle, zack, sind die polit. repressalien da.

wie kann es gelingen die menschen seriös und nachhaltig zu informieren, bzw. deren interesse für andere politische wege zu wecken.

Ermunterung

Wenn die Seite Interesse weckt sollte dies auch befriedigt werden und ich vermute, viele Menschen suchen nach „Verbündeten“ und finden niemanden. Das könnten wir doch hier probieren, vorausgesetzt jeder registriert sich.

Wie haben Menschen die Möglichkeit sich zu äußern, am Wirtshaustisch, beim Leserbrief….alles andere wird meist teuer.

Es schreibt sich auch nicht jeder so mir nix dir nix irgendwo ein, dazu muss man ermuntern.

Christoph Bösch

Ihre Mitteilung

WARUM HABEN SIE DIESE SEITE AUFGERUFEN - WAS HAT SIE DARAN INTERESSIERT ?

Ich freue mich über Ihre Mitteilung an dieser Stelle.

Die bürgerlichen Irrtümer

Schellhorn / PRESSE nannte es "Heiland" Staat...

Stichwort "Schutz von Eigentum und Leben": Es fällt auf, dass es der Staat (speziell beim Eigentum) immer weniger schafft (und manchmal - Stichwort: Steuern - auch gar nicht will!)- Der Schutz individueller Eigenart wäre wichtig - weil sich da Leben und Eigentum gleichsam "treffen".

"Streiken" tun Menschen oft auch unbewusst, etwa durch Krankheiten etc. Ursprünglich hatten Gewerkschaften sicher ihre Berechtigung - aber immer mehr werden sie leider zum Selbstzweck. (Würde und Menschlichkeit werden sekundär.)

Ist Gerechtigkeit nicht eine Gewissensfrage? Schwer von Dritten zu beurteilen - aber eine große Verantwortung für jeden Einzelnen?

"Meinungsfreiheit" ist vor allem dann illusionär, wenn man diese "Mein"ung ohnehin (je nach Mode) von anderen übernimmt.

Ferngelenkt und gleichgeschaltet

SOS-Medien: Sachgerechtigkeit und Vielfalt sind immer weniger gewahrt, gehen langsam verloren...

Gerade Medien mit durchaus hohem Niveau (wie etwa PROFIL), sind oft in der schwierigen Situation, um der lieben Quote willen, Sensationsgier oder billige Instinkte bedienen zu müssen. Jedenfalls scheinen sie dies zu glauben.

Haben wir das nötig? Viele Medien, etwa auch der ORF, ziehen es außerdem vor, ständig zu polarisieren, zu provozieren, ja oft sogar zu intrigieren - anstatt zu vermitteln, bei der Suche nach konstruktiven Lösungen zu helfen. Eigentlich tun dies schon fast alle. Das führt zu ständiger Eskalation, ohne dass sich in der Sache Fortschritte erzielen lassen. Bürger, Leser, Wähler, Konsumenten spielen natürlich mit – und sind daher auch für den Niveauverlust mit verantwortlich. Wir konsumieren Medien wie eine Droge, müssen also dauernd die Dosis steigern… Das mag seinen Reiz haben, bringt aber auch für alle unangenehme Konsequenzen.

Die Ideologie, dass Wähler und Käufer immer Recht haben, nützt uns auch nicht wirklich. Da muss man schon auch nach den Motiven fragen. (Und auch nach dem Wissensstand und dem Urteilsvermögen.) Oft sind es ziemlich billige Reflexe, die unsere Entscheidungen beeinflussen. Kurzsichtige, vor allem. Das Argument, dass Leser, Wähler, Käufer ja genau das wollen, was man ihnen anbietet, könnte einen an einen alten Spruch (Goethe) erinnern: "Wer Menschen behandelt, wie sie sind, macht sie schlechter – wer sie behandelt, wie sie sein könnten, macht sie besser…" Wollen wir alle immer weiter am Eskalationsrad drehen, die Materialschlacht fortsetzen, das Wettrüsten prolongieren?

Die Unabhängigkeit von Medien allein, ist übrigens auch noch kein Garant für Sachgerechtigkeit. Denn viele Journalisten machen ja ganz freiwillig Propaganda in eigener ideologischer Sache! (Und werden zugleich noch vom Staat gefördert.) Es hat sich leider zum Teil eine beinahe schamlose Form der Meinungsmache eingebürgert. (Auf die ihre Protagonisten sogar noch stolz zu sein scheinen.) Und viele „Konsumenten“ beginnen sich daran zu gewöhnen.

Dabei gibt es meist ja nicht nur eine Wahrheit, sondern vielfältige Perspektiven. (Und die jeweils anderen sind ja auch nicht ganz dumm...) Dennoch wird mit Begeisterung immer weiter links und/oder rechts am Ziel vorbei geschossen.

Schwarzer Peter

Hitchcock: Vögel als "Rache" --- "Erbsünde": denn wir nehmen alles für selbstverständlich (Beethoven ist Österreicher) - aber wollen keine Verantwortung für die Nach- und Nebenwirkungen der Geschichte übernehmen (Hitler ist Deutscher)...

Schuldgefühle sind meines Erachtens meist durchaus berechtigt - sie werden aber sehr oft auf die falschen Bereiche, Personen und Wünsche "projiziert"...

weil / wenn wir verdrängen, haben viele Menschen dann "Busswünsche", die völlig absurd sein können - und keinerlei Bereinigung bringen...

man "unterwirft" sich dann den/dem Falschen (als falsch verstandene Sühne) - und alles wird nur noch schlimmer... (Schuld gegenüber A, kann ich nicht an B zurückzahlen... / ...aber wenn ich schon Schulden mache, soll es sich wenigstens auszahlen...)

doch weil "die Erbsünde" tabuisiert wird, bleibt ja eigentlich nur die Projektion des "Drecks" nach außen... ("moralisch", aber auch ökonomisch!)

Ernst Heim

Die Schweizer Frage

@ Eduard Stäuble,

ich beziehe mich auf die Besprechung vom 02.01.08 in St.Gallen, Ihren Artikel Herausforderungen der Gegenwart und zitiere die darin gestellten « Schweizer Fragen ».

  • Kennen wir überhaupt noch die Geschichte dieses Landes gut genug ?
  • Wie weit sind wir noch bereit, unsere Rechte und Pflichten als Staatsbürger verantwortungsvoll wahrzunehmen ?
  • Wie stark und ungebrochen ist heute noch der Wille, die Souveränität des Volkes in der Eidgenossenschaft zu erhalten ?
  • Ist das Bekenntnis zum Kleinstaat noch ungebrochen ?
  • Und die Neutralität ?
  • Und wie halten wir es mit der Urzelle unserer Demokratie, mit der Gemeinde ?
  • Oder sind nicht viel grössere Nationen untergegangen, als wir sind ?

In meinem Konzept zum ABC-Bildungswerk habe ich unter Pkt. 1.2 die provokante Frage « ..., was fehlt den Schweizern ... » gestellt.

Diese Frage steht bei meinen Freunden derzeit auf dem Prüfstand. Soll diese Frage nach Ihrer Meinung ersatzlos gestrichen oder verständlicher gestellt werden ? Wollen Sie beim angekündigten Treffen im März dazu sprechen ?

Einheit und Vielfalt

  • « Prüft alles und behaltet das Gute. » 1 Thes 5,21
  • « Vielfalt, die nicht auf Einheit zurückgeht, ist Wirrwarr; Einheit, die nicht auf Vielfalt gründet, ist Tyrannei. » Blaise Pascal
  • « Einheit der Überzeugungen wäre für den Fortschritt der Erkenntnis ein Unglück; Einheit des Zweckes in den Angelegenheiten der Gesellschaft ist eine Notwendigkeit. » Julius Fröbel

Volksbegehren

ausser Spesen nichts gewesen ?

ÖVP-Bürgervertrag für Wahlkampfversprechen

Der von Molterer vorgeschlagene "Bürgervertrag" ist vermutlich so sinnvoll wie ein "Gesellschaftsvertrag" ohne Gesellschafter oder ein "Mandatsvertrag" ohne Auftraggeber.

Vielleicht leidet der Verfasser des "Bürgervertrags" unter Wahlfieber ...

Zum "Mandatsvertrag" habe ich im Querdenkerforum Stellung bezogen: "Wie soll ein Mandatsvertrag geschlossen werden? Ich meine, dass nur natürliche und juristische Personen miteinander Verträge schliessen können."

Gregor Hochreiter

Credo in unum Deum

Es gibt nur e i n Glaubensbekenntnis - Credo in unum Deum. In Anspielung an die ideologisierte wirtschaftstheoretische Debatte; ein Glaubensbekenntnis ohne Adjektiva.

Michael Twardosz

Achtung, Sie sind ein Opfer

Einen Grund für dieses Phänomen sehe ich darin, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der die Eigenverantwortung und die Selbstvorsorge durch den Staat systematisch "aberzogen" werden. Der Staatsbürger erwartet in allem und jedem die Hilfe durch den Staat und vielleicht noch eine genaue Anweisung zur eigenen Tat. Daraus resultiert dann die Geisteshaltung mancher Menschen, denen einmal etwas nicht wie erwartet "abgelaufen" ist. die Schuld nur bei anderen zu suchen und sich selbst als Opfer zu sehen.

Rahim Taghizagedan

Demokratie

Eine kritische Analyse

Wenn freie Bürger in ihrer Gemeinde gemeinsam Mist bauen, obwohl sie einzelne, Klügere gewarnt haben, kann das heilsam sein. Wenn die Dummheit der Vielen millionenfach in große Kästen fließt und sich als Volkswille maskiert, dann wird jeder Fehler zu einer Fügung launischer Götter, die man fürchtet, von denen man aber nichts lernen kann.