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Christoph Bösch

Information und Kommunikation

Ich glaube, die große Kunst läge darin, überhaupt von der Information mehr zur Kommunikation zu kommen! Was glaubst Du, was ich empfinde – warum ist es so bzw. so – und wie können wir einander besser verstehen, dadurch voneinander lernen? Die Kultur der Kommunikation, das Zuhören üben. Aber auch ehrlich „vom Herzen her“ ausdrücken, was man wirklich empfindet und warum… Information ist ja sehr oft auch Ideologie, also Vorstellung.

„Glauben“ hingegen, eher die subjektive Sicht, Betroffenheit, Erfahrung: also ein kleinerer Ausschnitt der Wirklichkeit – dafür aber authentischer. (Wie ich es sehe, was ich empfinde, WEISS ich viel eher – wie es IST, kann ich letztlich nur vermuten – und dann behaupten.) Der allgemeine Gültigkeitsanspruch von „Information“ / Ideologie erschwert oft die Kommunikation, also das Zuhören, den Austausch. Weil dann nur einer „Recht“ haben kann…

Und oft geht es bei Information ja auch nur um Daten und Fakten, die ohnehin längst für jedermann zugänglich sind, wenn er sich wirklich dafür interessiert! „Verständnis“ hat hingegen zwei Aspekte: einen Wissensaspekt, also eine Dimension des Denkens, Verstehens; aber auch einen Beziehungs-Aspekt - also eine Dimension des Mitfühlens, der „Toleranz“, der Menschlichkeit…

Verarmung statt Vielfalt

Am Abend wird man klug für den vergangenen Tag, doch niemals klug genug für den, der kommen mag. (Rückert)

Das scheint mir eine der wichtigsten Erkenntnisse zu sein...


Als ich überlegte, wieviel verschiedene Ansichten über die gleiche Sache es geben kann, deren jede einzelne ihren Verteidiger unter den Gelehrten findet, und wie doch nur eine einzige davon wahr sein kann, da stand es für mich fest: Alles, was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch. (Descartes)

Das hingegen, ist - im direkten Widerspruch zum oberen Zitat - die Basis des Elends des "modernen" Denkens: wieso sollte es denn nur eine Ansicht geben (die allein richtig ist?) Es ist ein fundamentaler, fast würde ich sagen, krankhafter, Irrtum. Er führt zum Schwarz-Weiß-Denken, zur Polarisierung und Diskriminierung, zu Verarmung statt Vielfalt...

Ansichten sind doch definitionsgemäß subjektiv, nicht objektiv. Eindeutigkeit gibt es höchstens in der Mathematik. Bei der hätte Monsieur Descartes lieber bleiben sollen - statt sich in Dinge einzumischen, von denen er nicht so viel verstanden zu haben scheint...

Letztlich ist fast ALLES, was wir "Wissen" nennen, immer nur das, von dem wir jeweils mit der größten WAHRSCHEINLICHKEIT glauben, dass es richtig sein dürfte. "Sicheres" Wissen gibt es wohl höchstens in der Mathematik. Aber der Mensch, das Leben, lässt sich nicht mit Zahlen erfassen...

Je banaler und unwichtiger Dinge sind, desto leichter kann man sie "wissen". Alles Komplexe, Vielfältige, Geistreiche hingegen, lässt sich gar nicht so leicht "wissen".

Im Grunde sind wir meist aufs Glauben angewiesen: und da gibt es nur kleinere oder größere Wahrscheinlichkeiten - aber kaum jemals sicheres, eindeutiges, beständiges Wissen.

Da hat der Descartes ein Kuckucks-Ei gelegt. Er kann an andere doch keine höheren Ansprüche stellen, als an sich selbst. Also ist seine Behauptung wahrscheinlich auch falsch ... (EH)

Höchst wahrscheinlich...

Er glaubte eben nur, was beweisbar ist - schränkte sich und andere dadurch aber ein.

Um der Objektivität näher zu kommen

Viele subjektive Meinungen "objektivieren" das Subjektive (relativieren die Subjektivität - etwa wenn vielen eine Musik gefällt - objektiv ist es natürlich dennoch nicht...)

Aber manchmal kommt der Konsens auch aus der Vorstellung: Mozart und Picasso sind gut - weil alle es sagen usw... Deshalb glaube ich an die Gemeinschaft von souveränen Individuen - viele Perspektiven auf die "ganze" Wahrheit... Eine Annäherung

Die Dummen müssen’s wissen!

Wer nicht selber denken kann oder will – braucht das Wissen anderer – und zahlt dafür einen Preis.

Wer sich nur auf Wissen und Information verlässt, verlernt das Denken! (Und wer zum Denken zu faul ist, will für alles Beweise. Davon lebt die Wissenschaft.)

Wissen ist oft eine Prothese für Denkfaule oder – schwache. Was ich nicht verstehe, muss ich „wissen“. (Oder Google fragen.)

„Macht Studieren dümmer?“, fragte unlängst der ORF. Sicher – wenn es reine Wissens- und Informationsvermittlung ist! Und wer lernt an der Uni – aber auch in der Schule – schon wirklich eigenständiges Denken? Und wer hätte denn überhaupt ein Interesse an wirklich unabhängigen Menschen? Man schenkt (oder verkauft!) ihnen doch lieber jeden Tag einen Fisch – statt sie das Fischen zu lehren…

„Wissen“ ist oft nur kurzlebige Information - oder Ideologie, zur Rechtfertigung von Eigennutz… Es gibt keine Patentrezepte. Jeder Ort, jeder Zeitpunkt, jeder Mensch ist einmalig. Urteilsfähigkeit, Bewusstsein für Zusammenhänge, aber auch Gewissen, wären daher gefragt. (Nicht nur eine Frage von Intellekt und Logik, sondern auch von Gespür und Intuition.)

Auch Demokratie ist letztlich „unwissenschaftlich“. Sonst müssten wir eigentlich keine Wahlen abhalten… Wissenschaft macht Experimente, soll Resultate liefern. Unsere Meinung bilden wir uns (hoffentlich) selbst. Das wäre wohl auch der Sinn einer wirklich repräsentativen Demokratie: Bürger wählen persönliche Stellvertreter - die, von Experten beraten, dann die eigentlichen Entscheidungen treffen. Sinnvolle Gewaltentrennung. (Statt „Expertokratie“ oder „Volks-Diktatur des Bauches“.)

Ist links besser als rechts

@ depot@depot.or.at

Mit Interesse las ich Ihr neues Programm.

Es gibt drei oder vier Veranstaltungen gegen die „Gefahr von rechts“ – drei davon allein von einem „Bündnis gegen den Rechtsruck“.

Ich gebe zu bedenken: Wohin soll man denn in Österreich noch rücken? Wenn man Ihr Programm, aber etwa auch den ORF (Radio Ö1 usw.), aber auch die meisten anderen Medien betrachtet?

Weiter nach links kann man ja beim besten Willen kaum mehr rücken…

Das ist die Welt der Medien, der „Intellektuellen“ und „Künstler“ – kurz: Die Welt der Soziologie…

In der richtigen Welt sieht es natürlich anders aus.

Da rücken wirklich manche immer weiter nach rechts.

Nicht zuletzt, weil sie gegen die einseitige und oft manipulative „veröffentlichte Meinung“ rebellieren.

Was also wollen sie wirklich: Etwas gegen realen Gefahren tun (und sich also sachlich und ehrlich mit der REALITÄT auseinandersetzen!!) –

oder weiter narzisstisch um sich selbst kreisen und alle Schuld auf die üblichen Verdächtigen schieben? (Was sicher ein „gutes“ Gefühl vermittelt…)

Derzeit tragen auch Sie dazu bei, dass das, was sie kritisieren immer schlimmer wird! Wollen Sie das?

Nicht zumutbar

Das Schicksal ist frauenfeindlich. Es ist den Menschen nicht zumutbar. Schaffen wir es ab!

Es kommt auf dich an

... als Wähler, Leser, Konsument.

Gehört das Land den Menschen – oder Parteien, Medien, Industrie ...?

Jeder kann selbst entscheiden: Wen er wählt, was er kauft, welche Medien er konsumiert. Und wem er glaubt!

  • Medien schreiben, was Konsumenten lesen möchten.
  • Politiker sagen, was Wähler hören wollen.
  • Die Wirtschaft produziert, was Bürger kaufen wollen.

Du bist der Souverän, das Medium, der Wertschöpfer...

Deine Schöpferkraft

Aus der Fülle der Unendlichkeit sind die Fäden gesponnen, die zur Kreativität führen. Die Schöpferwelt beginnt mit Spielen, womit die Magie des Kreativen sich ausdehnt. Schätze den Spieltrieb in Deinem Leben hoch! Hier findet Deine Schöpferkraft das Tor in die Außenwelt. Du drehst Dein Spinnrad, niemand sonst, Du schaffst auch Deine Fülle, niemand sonst.

  • Johann Kössner


Ernst Heim

Bohren von harten Brettern

Die Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich. Es ist ja durchaus richtig, und alle geschichtliche Erfahrung bestätigt es, dass man das Mögliche nicht erreichte, wenn nicht immer wieder in der Welt nach dem Unmöglichen gegriffen worden wäre. Aber der, der das tun kann, muss ein Führer und nicht nur das, sondern auch – in einem sehr schlichten Wortsinn – ein Held sein. Und auch die, welche beides nicht sind, müssen sich wappnen mit jener Festigkeit des Herzens, die auch dem Scheitern aller Hoffnungen gewachsen ist, jetzt schon, sonst werden sie nicht imstande sein, auch nur durchzusetzen, was heute möglich ist. Nur wer sicher ist, dass er daran nicht zerbricht, wenn die Welt, von seinem Standpunkt aus gesehen, zu dumm oder zu gemein ist für das, was er ihr bieten will, dass er all dem gegenüber: »dennoch!« zu sagen vermag, nur der hat den »Beruf« zur Politik.

Wenn Ihr nicht werdet wie die Kinder

Anstatt einfach und einfältig, also klar erkennbar zu sein, lernen wir unsere wahren Absichten zu tarnen, und hinter einer Maske aus scheinbarer Würde, Intelligenz und ehrbarer Demut zu verstecken.

Alles Leben ist Problemlösen

Über Erkenntnis, Geschichte und Politik

Karl Popper, einer der einflußreichsten Denker dieses Jahrhunderts, hat an diesem Buch bis zu seinem Tod gearbeitet. In den 16 Texten dieser Auswahl kommen noch einmal die großen Themen zur Sprache, die sein Lebenswerk beherrscht haben.

@ Karl Popper
Mich erschüttert die Erkenntnis, dass genau jener Mann der glaubte kein Ideologe zu sein, Ideologien verkündet. Die Zustimmung zu Darwinismus und Abtreibungspille ist doch reinste Ideologie, oder ?
Ich muss den Glauben an die von dir verbreiteten Ideologien also anderen überlassen.

Sich vom Problem lösen

« Jede Lösung eines Problems ist ein neues Problem. » Johann Wolfgang von Goethe

Denk-Sackgasse

Wer sich mit dem Inhalt des Mehr Gewalt-Artikels nicht befasst und sich von dessen - zugegeben provokantem - Titel (= Arbeitsbezeichnung, Platzhalter, Worthülse udgl.) abschrecken lässt, hat den Weg in die Denk-Sackgasse selbst gewählt. Also Rückgang einlegen, Denk-Sackgasse meiden und überlegen, ob das betreffende "Mehr" wünschenswert ist.

Tatsache ist, dass neue wiki.cc-Artikel entstehen, wenn vorhandene Beiträge nachbearbeitet bzw. ergänzt werden. Was fehlt also unter Mehr Gewalt, ist verbesserungswürdig, gehört in einen anderen Artikel verschoben oder gelöscht ?

Kairos

Kairos (καιρός) ist in der griechischen Mythologie der Gott der günstigen Gelegenheit und des rechten Augenblicks.

Unsägliches Ärgernis

Wer Lösungen verlangt, muss sich sagen lassen, dass diese schon längst bekannt sind. Gerade das ist das unsägliche Ärgernis, dass sie nicht verwendet werden.

Die Sieben Wege zur Effektivität

  1. Proaktiv sein — Prinzipien der persönlichen Vision
  2. Mit dem Ziel vor Augen beginnen — Prinzipien der persönlichen Führungsstärke
  3. Wichtigem den Vorrang geben — Prinzipien des persönlichen Managements
  4. Beiderseitigen Vorteil suchen — Prinzipien zwischenmenschlicher Führungsstärke
  5. Zuerst verstehen, dann verstanden werden — Prinzipien empathischer Kommunikation
  6. Synergien suchen — Prinzipien kreativer Kooperation
  7. Die Säge immer wieder schärfen — Prinzipien ausgeglichener Selbsterneuerung

Mangelnder Durchblick

  • Wem Einsicht und Aussicht fehlt, wo soll er dann durchblicken ?
  • Wenn dir Einsicht und Aussicht fehlt, wo willst du dann durchblicken ?

Fragmente

Rudolf Schmidheiny

Fern-Blick

Wem Einsicht, Aussicht, Durch- und Nahblick fehlen, was der tun soll? Fern-Blick ... ich meine fern-sehen, den "Blick" anschauen und zuletzt vielleicht noch sich mit der "Bild"-Zeitung sich ins Bild setzen. Es wird für solchen Menschen keine Gefahr bestehen, selber nachzudenken oder gar das Buch der Bücher zur Hand zu nehmen, was gilt's?