Diskussion:Mehr Glaube

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Christoph Bösch

Hinter meinen Ohren

... steht er schon - das Dumme ist nur, dass ich ihn da selbst nicht lesen kann.

Diesen Faden werde ich mir "hinter die Ohren schreiben". EH

Weniger Sprüche, selbst Farbe bekennen. Sich nicht verstecken. Sich selbst der Kritik durch andere stellen...

Artikulieren, wofür ich stehe - was ich SELBST denke und zu sagen habe! Kritik andererseits auch konstruktiv formulieren, mit Respekt vor dem Kritisierten.

Sich wirklich mit dem anderen auseinandersetzen, auf ihn/sie eingehen, sich einfühlen, zu verstehen versuchen - ehrlich! Farbe bekennen, dazu stehen - zu sich selbst, nicht irgendwelchen Vorstellungen oder Ausreden.

Ich will weder Martin Z. als Überbringer, noch den unbekannten Verfasser des Spruchs kritisieren. Ich freue mich darüber, dass ich diesen dank do ut des mindestens einige Jahre bewahren konnte.
Mehr oder besser schreiben, das ist die Frage. "Farbe bekennen" müssen die Spieler. EH

Also DAS glaube ich nicht. (das ist wieder so ein typisches Beispiel: wahrer Kern, maßlose Übertreibung: denn da bin ich ganz bei Dir: manche Ding sind einfach, wie sie sind - manche werden es erst dadurch, dass ich sie so sehe - denn auch die Relativität ist relativ - und nichts ist absolut - also auch das nicht.) Sophismus ist nur ein Zwischenschritt - siehe Dein Artikel von letzter Woche!

Du solltest wirklich selbst mehr schreiben, das wäre äußerst interessant. Du kannst es auch - aber Du müsstest eben FArbe bekennen!

Du erlebst das, woran du glaubst. Wenn du glaubst, dass das nicht stimmt, dann erlebst du, dass das nicht stimmt, das bedeutet, du erlebst wiederum genau das, woran du glaubst! Wenn du diese Wahrheit einmal durchschaust, lüftet sich der Schleier des Vergessens, und du siehst die Welt mit klaren Augen. Autor unbekannt - Martin Z. EH

Daher glaube ich nur, was ich WIRKLICH glaube.

« Zu glauben ist schwer. Nichts zu glauben ist unmöglich. » Victor Hugo EH

« Der Glaube ist ein besserer Ratgeber als die Vernunft. Die Vernunft hat Grenzen, der Glaube keine. » Blaise Pascal

Hier würde ich allerdings sagen, dass die Kunst darin läge, Vernunft und Glauben unter einen Hut zu bringen; trotz aller Widersprüche - die ja gerade die Perspektive erweitern können. - Aber gegenwärtig wird sicher die Vernunft überschätzt. Die Leute glauben jetzt eben an die Vernunft, das ist vielleicht das Problem... Die Aufklärung ist in eine Abklärung gemündet.

Eine Glaube, der nur im Kopf existiert, ist letztlich eine Ideologie - also nicht viel wert. Ich denke, nur wenn der Glaube auch auf persönlicher Erfahrung beruht, kann er zu einer inneren Gewissheit führen, die noch stärker ist, als die Vernunft! Denn Vernunft orientiert sich ja meist "nur" an der Norm, am Allgemeinen - was im Einzelfall völlig falsch liegen kann.

PS: Manchmal ist ja die Grenze auch gerade das Gute.

Es gibt immer etwas Größeres

... als das Ego des Einzelnen ! Religion als Mittel gegen den Größenwahn

  • Sich lieber selbst nicht bekehren lassen – statt andere bekehren zu wollen.
  • Viele „Lehren“ sind letztlich Götzendienst. (Es gibt vielleicht nicht „die“ richtige Religion – aber sicher viele „falsche“.)
  • Urteile statt Vorurteile. (Wer nicht selbst urteilen kann oder will, braucht Vorurteile.)
  • Individualismus statt Materialismus... (Freies Spiel aller Kräfte.)

Es gibt keine Beweise

...meist nur Indizien

  • Der Glaube versetzt Berge – in alle Richtungen…
  • Will ich etwas lieber verifizieren oder falsifizieren?
  • Jeder Mensch, Ort, Zeitpunkt ist einmalig. (Äpfel und Birnen vergleichen?)
  • Die meisten Dinge haben nicht nur eine Ursache.
  • Und es gibt fast keine Wirkung ohne Nebenwirkung.
  • Außerdem stehen viele Dinge in Wechselwirkung zueinander.
  • Und nicht jede Wirkung ist überdies messbar... (Oft aber spürbar!)

Agnostizismus und Glaube

Eine konsequente Trennung von Staat und Religion (nicht „Kirche“) ist eigentlich fast schizophren. Denn wenn ich an Gott glaube, kann ich das doch nicht aus meinem Sein und Handeln als Staatsbürger (Souverän) ausklammern. („Ich glaube zwar an Gott – aber als Bürger, Wähler, Konsument, Partner tue ich so, als existiere Gott gar nicht…“)

Letztlich gibt es aber nur Agnostizismus und subjektiven Glauben – denn mit dem „Wissen“ ist das ein echtes Problem… (Glauben kann man ja eigentlich nur an eine „Existenz“ eines Schöpfers – beziehungsweise an verschiedene Lehren, die von diversen Propheten, Heiligen, „Erleuchteten“ verkündet worden sind... Allerdings gibt es da noch den Satz: „Gefühle sind die Sprache Gottes.“ Und da wäre jeder ganz persönlich betroffen.)

Mehr Glaube

Selber denken, statt alles wissen wollen

"Es ist ordinär, alles wissen zu wollen." (W. Döbereiner)

Wer nicht denken kann, muss "wissen". (Wissen ist vor allem für die Dummen da - die Gescheiten können ja selber denken...)

  • Ideologie-Information-Wissen- oder Bewusstsein?

Eigene Erfahrung kann zur inneren (eigenen!) Gewissheit führen - "glauben" kann man auch an Vorstellungen, die einem von anderen "übertragen" werden - als Information, Ideologie, "Wissen"...

Lieber Zusammenhänge verstehen; Urteilsvermögen ist auch eine Frage des Empfindens - nicht nur von Wissen und Logik.

  • Gewissen statt Wissen?
  • Gezielt Wissen, was man braucht / Selektion

Ernst Heim

Vertraut den neuen Wegen

Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt! Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land. Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit. Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit.

Die Erde ist des Herrn

  1. Die Erde ist des Herrn. / Geliehen ist der Stern, auf dem wir leben. / Drum sei zum Dienst bereit, / gestundet ist die Zeit, die uns gegeben.
  2. Gebrauche deine Kraft. / Denn wer was Neues schafft, der lässt uns hoffen. / Vertraue auf den Geist, / der in die Zukunft weist. Gott hält sie offen.
  3. Geh auf den andern zu. / Zum Ich gehört ein Du, um Wir zu sagen. / Leg deine Rüstung ab. / Weil Gott uns Frieden gab, kannst du ihn wagen.
  4. Verlier nicht die Geduld. / Inmitten aller Schuld ist Gott am Werke. / Denn der in Jesus Christ / ein Mensch geworden ist, bleibt unsre Stärke.

Berufung

Ich bin berufen, etwas zu tun oder zu sein, wofür kein anderer berufen ist. Ich habe einen Platz in Gottes Plan, auf Gottes Erde, den keiner sonst hat. Ob ich reich bin oder arm, verachtet oder geehrt bei den Menschen, Gott kennt mich und ruft mich bei meinem Namen, und ich merke auf und höre: Da bist du ja.

Gläubige Gehirne

« "Gläubige Gehirne" ist gut... Es wird natürlich wieder Propaganda gemacht - aber die Sache mit dem Dopamin finde ich interessant. Dass man also sowohl Kausalitäten übersehen - als auch konstruieren kann - weil das Hirn ja kein OBJEKTIVER Maßstab ist. » CB

« Glaube und Religion scheinen in der Evolution des Menschen nicht als eigenständige Elemente, sondern als Nebenprodukte der sozialen und geistigen Entwicklung entstanden zu sein, folgern die Forscher. » Also nicht nur Mehr Wissenschaft sondern auch noch Mehr Wissenschaftler, die auf Kosten des Steuerzahlers Schwachsinn, Unfug und Aberglauben verzapfen dürfen.

gutes Beispiel für: interessante Erkenntnisse, zweifelhafte Schlussfolgerungen; das dürfte wohl der Kern des Problems sein: Wissenschaft kann interessante Phänomene erforschen - da sie aber zu einer Ideologie geworden ist, missbraucht sie oft ihre Position, um "Meinung zu machen"; aber es glauben eher eben jene mit "MEHR Dopamin" - warum das so ist, ist eine andere Frage; es gibt weder einen Beweis dafür, noch dagegen - weil niemand in andere hinein schaen kann; aber lügen tun eigentlich fast alle, denen es nicht gleichsam egal ist, was bei einer "Forschung" heraus kommt; was würden wir machen, wenn sich "herausstellte", dass es Gott gar nicht "gibt"?; wäre eine Enttäuschung für die einen, eine Freude für die anderen; zum Glück ist schon allein die Fragestellung absurd; die Kirche hat leider Jahrhunderte lang auch gelogen - und jetzt revanchieren sich ihre Gegner mit (anderen) Lügen; und es will sich zwar einerseits niemand gerne vorschreiben lassen, was er zu glauben hat - aber dann landen wir leider erst recht immer wieder dort; dass jeder Glaube auch zum Wahn werden kann, ist für mich jedenfalls außer Frage. CB

« dass jeder Glaube auch zum Wahn werden kann » ja, besonders beim Glaube an die Wissenschaftler. Mehr Narren könnte also die Bezeichnung für den nächsten Artikel lauten. Ein paar Hinweise habe ich bereits gesammelt zB « Es ist ein Unglück, so weit gekommen zu sein, daß als der beste Prüfstein der Wahrheit die Menge der Gläubigen gilt, in einem Gewimmel, in dem die Zahl der Narren die der Weisen um ein so Vielfaches übertrifft. » Montaigne

Montaigne war ein großer Visionär - denn er hat das Ganze schon am Anfang vorhergesehen - bevor es noch richtig los ging. (Wie übrigens auch Nikolaus von Kues.) CB

Gott schuf den Menschen

... als Mann und Weib

Renate Heim

Wann ist Pfingsten

Wenn verschlossene Herzenstüren aufgehen ... / wenn ein Hauch von Verständnis da ist ... / wenn Sturheit der Versöhnung Platz macht ... / wenn alte Grenzen ihre absolute Geltung verlieren ... / wenn wir das Verbindende vor das Trennende stellen ... / wenn wir uns trotz unterschiedlicher Herkunft verstehen ... / wenn wir uns trotz gegensätzlicher Ansichten wertschätzen ... / wenn wir uns unverdrossen vom Guten leiten lassen ...

Rudolf Schmidheiny

Alle meine Quellen sind in Dir

Charles E. Cowman's Andacht - Buch heisst, wenn ich mich richtig erinnere: Alle meine Quellen sind in Dir, wen er meinte musst'e ausdenken oder nachlesen. Dann gab's mal so 'n Jeremia-Heiny, der sprach zum Volk von vertrockneten Quellen. Von dort könnte Cowman sich inspiriert haben.

(Es ist mir zutiefst zuwider mit Bibelworen um mich zu werfen, ich zitiere hier einfach den Quelltext, der Teil unserer abendländischen Kultur ist, zu der ich mich hoffentlich zählen darf, ohne mich dafür entschuldigen zu brauchen) Jeremia 2,10-14 "Denn geht hin zu den Inseln der Kittiter und schaut, und sendet nach Kedar und gebt genau acht und schaut, ob's daselbst so zugeht: ob die Heiden ihre Götter wechseln, die doch keine Götter sind. Aber mein Volk hat seine Herrlichkeit eingetauscht gegen einen Götzen, der nicht helfen kann! Entsetze dich, Himmel, darüber erschrick und erbebe gar sehr, spricht der HERR. Denn mein Volk tut eine zwiefache Sünde: mich, die lebendige Quelle verlassen sie und machen sich Zisternen, die doch rissig sind und kein Wasser geben." In jedem Buch ist es immer besser, wenn man den Gesamtzusammenhang beachtet, darum, falls Du nachliest, bereite Dich drauf vor, etwas Zeit zu haben. (schau nach Jer. 17, 13 mit Kontext)

Brunnen, Wasser: Welch ein Thema in der Bibel, welch ein Lebensthema. Ohne Wasser keine Reinigung, ohne Reinigung kein Leben, Durst, Elend, Tod. So kam doch einer - man werweiste noch, wer er sei, zuletzt brachten sie ihn an der Stelle eines Mörders um -, der mit einer Hure auf dem Brunnenrand sass, der behauptete: "Wer an mich glaubt, wie die Schrift (die Quelle der Wahrheit?) sagt, von des Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fliessen" ... schau weiter bis Offenbarung 22,1 (das letzte Kapitel meiner Bibel):"Und er zeigte mir einen Strom des lebendigen Wassers, klar wie Kristall, der ausgeht von dem Thron Gottes und des Lammes, Auf beiden Seiten des Stromes mitten auf der Gasse ein Baum des Lebens, der trägt zwölfmal Früchte und bringt seine Früchte alle Monate, und die Blätter des Baumes dienen zur Heilung der Völker" .... V 17 " Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! und wer es hört, der spreche Komm! Und wen dürstet, der komme; und wer da will, der nehme Wasser des Lebens umsonst." Jetzt bin ich am Schluss und denke doch an den Anfang, Genesis 1, 1-2: "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe: und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser" und so weiter und so fort. Du findest in der Bibel Brunnen, du findest die Flut, Trockenheit, bitteres Wasser, süsses Wasser, Meerwasser, Jordanwasser ... Das löst fast eine Sonntagspredigt aus, was du da angezettelt hast.

Übrigens war es m.W. Erasmus von Rotterdam, der zu den Quellen zurückrief, es kamen die Reformer, die alle schön Katholiken waren und es bis heute geblieben sind. Nur die Kirche von Rom hat sich von ihnen distanziert. Die Reformierten waren sich sicher, dass sie, indem sie sich den Quellen zuwandten, mindestens so sehr zur Gesamtkirche (katholisch, allumfassend) gehörten, wie die römischen Papisten. Die Reformer hatten keine neuen Kirchen oder Sekten gegründet, sondern die alte Kirche umgekrempelt, durch das Wort der Predigt vor allem. Da kommt mir das Wort Rohrmosers unweigerlich wieder in die Quere, resp. seines Nachlassverwalters: Die Philosophie, die uns in die heutige geistig, gesellschaftlich, soziale, ökonomische, theologische, pädagogische (oder was immer) Schieflage gebracht hat, kann uns nur helfen, die heutige Lage zu verschlimmern. Um rauszukommen, brauchen wir eine neue Philosophie, die "Wiederaneignung unserer Herkunftskultur inklusive ihrer Stiftungsreligion". War das das Ende der Predigt? Gott weiss, wo und wie die weitergehen wird. HEINY HILFT auch Predigten auszuarbeiten, wenn er gefragt wird. [...] Nur wer die Geschichte kennt - ich kann dies für mich nicht beanspruchen - kann in etwa abschätzen, was für Wirkungen davon ausgehen können, wenn wir die Quellen aufsuchen.