Diskussion:Mehr Kultur

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Christoph Bösch

Mehr Kultur

Wir brauchen mehr Kultur. Also eine bessere, höhere Qualität des Zusammenlebens. Ethos, Stil, Takt, Geschmack, Charakter, Tugend… Das Zeitalter von Wettrüsten und Materialschlacht neigt sich dem (hoffentlich nicht allzu bitteren) Ende zu. Das Zeitalter der Soziologie erlebt derzeit noch seine absurdesten Auswüchse – was jedoch ebenfalls ein Zeichen für das nahe Ende sein dürfte. Auch das Zeitalter des Marketing wird nicht ewig währen. Nicht alles und jeder ist, muss, verkäuflich sein - mit allen Mitteln der Propaganda vermarktet werden.

Rechtsstaat, Demokratie, Ökonomie, Sozialstaat – alle leben von der Kultur (des Zusammenlebens) der Menschen. Wenn Ethos, Tugendhaftigkeit etc. als Wert gesehen werden - als vorbildhaft - dann werden sie auch gelebt, praktiziert. Wenn hingegen Quantität eher als Wert gesehen wird als Qualität, dann verfällt die Kultur. (Also Ethos, Ästhetik, Wahrheitsliebe…)

Kultivierter Umgang miteinander wäre wichtig. Das Leben ist auch ein Spiel. Wenn jeder seine Rolle spielte - eben mit Stil, Takt, Geschmack, Weisheit… (Und: Selbstbewusst! Immer und überall - und erst dadurch auch: Selbstbestimmt.)

Schicksal unserer Kultur

Sehr gut, denn Spiritualität und Kreativität sind die beiden Wege der Befreiung (aus der gegenwärtigen Schuldenfalle, Sinnkrise, ideologischen Konfrontation; aus Ressourcenmangel, Arbeitslosigkeit etc.)

Quellen und Flüsse

Die Quellen und die Flüsse: Der Fluss bleibt immer mit seinem Ursprung in Verbindung, bewegt sich jedoch in der Gegenwart ständig weiter. Das ist ein gutes Bild für die Kultur. Die Quellen und Ursprünge nicht vergessen, aber immer in der (Geistes-)Gegenwart bleiben...

Und Wertschöpfung sollte wohl bei sich beginnen, beim Individuum. Aus sich selbst heraus. Dem eigenen Empfinden. Eigenen Ideen. Die eigene Kraft(quelle) fließen lassen. Statt andere auszunützen, die Natur auszubeuten, Ideen zu kopieren, fremde Rollen zu spielen.