Diskussion:Mehr Zufriedenheit
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Christoph Bösch
Erbschaftssteuer ist Form der Enteignung
Warum nicht gleich auch auf „gute Gene“?
Der Mensch darf sich nicht mehr selbst gehören! Alles gehört allen. Auch die Menschen. Daher: Intelligenz, Schönheit, Gesundheit ebenfalls besteuern!
Natürlich verpflichtet Eigentum, genauso aber auch Fähigkeiten, persönliche Qualitäten. Hier kann man ansetzen. Wert(e) aus sich selbst heraus schöpfen. Einen Beitrag leisten, der auch anderen nützt. Probleme lösen. Anderen nicht unnötig zur Last fallen. Keine Ressourcen verbrauchen, die man nicht wirklich benötigt. Entsprechendes Verhalten müsste das „neue Statussymbol“ werden. Wen bewundern wir? Wen belächeln wir? (Ständig Sündenböcke zu suchen und Schwarzer Peter zu spielen, bringt uns jedenfalls nicht weiter.) Warum ist es „cool“, egoistisch und selbstsüchtig zu sein? Weil es natürlich bequem ist. Aber andererseits nehmen wir unglaubliche Strapazen (auch in Urlaub und Freizeit!) auf uns, um etwas Besonderes zu erleben, aber auch andere zu beeindrucken. Letztlich ist es cool, „cool“ zu sein, weil wir nicht an die eigene Verwundbarkeit erinnert werden wollen, diese verdrängen… Wir spielen die Starken – und wenn etwas schiefgeht, wird ein Schuldiger gesucht. („Das kann doch nicht meine eigene Schuld sein!“) Probleme löst man so nicht. Die Schulden, das Unbereinigte, die Abfallberge steigen – während Ressourcen vergeudet werden, ohne dass die Zufriedenheit zunimmt.
Gleichheit durch Genmanipulation! / Umverteilung im Genpool! / Klonen überwindet Ungleichheit: Endlich Aufhebung der Geschlechter…
Stichwort "Krise"
Konkrete Probleme lösen, mehr (sinnvoll!) arbeiten, weniger menschliche und natürliche Ressourcen vergeuden, investieren (also auch sparen) statt lediglich zu konsumieren. (Wenn ein Problem gelöst, spürbarer Nutzen gestiftet wird, ist es letztlich egal, ob durch Staat oder Private. Bei den Privaten ist allerdings die Wahrscheinlichkeit tendenziell höher...)
Zufriedenheit wäre ein vernünftiges Ziel: sei es durch größere Anstrengung, geringere Ansprüche - oder dadurch, dass Fähigkeiten gezielter eingesetzt und Bedürfnisse spezifischer erkannt und befriedigt werden. (Weg von Ersatz und Kompensation - direkt hin zu ursprünglichen, primären, "eigentlichen" Zielen...)
Was manche "Wachstum" nennen, ist eigentlich oft eher versteckte Inflation... Wettrüsten, Materialschlacht, nachlassende Qualität.
Ist der Mensch schuld
Wirtschaftskrise und Naturkatastrophen: Renaissance statt Weltuntergang
(Lebens-)Qualität. Kultur. Kreative Wertschöpfung. Statt Wettrüsten und Materialschlacht… Weniger Ressourcen vergeuden; weniger Abfall produzieren; dafür interessantere Arbeit; gesünderes Leben. Subjektive Zufriedenheit. Probleme lösen, Nutzen stiften. Ausgehend von den Fähigkeiten, Interessen, Ideen jedes Einzelnen. Freies Rollenspiel der Kräfte. (Konflikte kreativ auflösen; Kooperation statt Gleichmacherei.)
Unser Establishment ist größtenteils alles andere als eine Elite! Wir sind fixiert auf „die“ Wirtschaft, Wissenschaft, Parteien. Weil wir uns Vorteile davon erhoffen. (Oder Wunder?) Statt einfach zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen, den eigenen Verstand zu benützen, dem eigenen Gewissen zu folgen.
Nicht nur der „Kapitalismus“ ist ein Casino. Die ganze Welt spielt Schwarzer Peter. Jeder hofft, auf Kosten anderer zu profitieren. (Und die meisten enden dann als „Hans-im-Glück“.) Wir sind generell zu einer Wegwerfgesellschaft geworden. In jeder Hinsicht. Doch die Wegwerfgesellschaft entsorgt sich selbst.
Luxussteuer auf Statussymbole
Konsum ist keine Leistung. Nutzen stiftet, was Probleme löst, Bedürfnisse befriedigt. Subjektive Zufriedenheit wäre wichtiger als Umsatzzahlen. (Geht es uns besser oder schlechter?) Man könnte die Mehrwertsteuer auf Lebensnotwendiges senken - auf Luxus dafür erhöhen.
Das beste Mittel gegen Teuerung aber bleibt: Nur kaufen, was man wirklich braucht.
Was kostet die Welt…
… zu der wir gehören wollen?
Wie würde ich mir die Welt wünschen? Welches Szenario könnte realistisch sein? Was wäre ich bereit, dafür zu tun? Wer könnten Partner sein, was erwartete ich von diesen? Sich vertragen, heißt Verträge zu schließen… „Gesellschafter“-Verträge schließen. Wenn Konflikte auftreten: Neu bewerten. Wozu bin ich bereit, was will ich dafür?
Was wäre uns unsere Freiheit wert?
Was wäre ich bereit zu tun - für eine Welt, die es wert ist dazu zu gehören? Im Kleinen (Familie, Job) und im Größeren (Stadt, Land, Welt). Erst müssten wir definieren, was uns Freiheit, Zufriedenheit, Sicherheit, Lebensfreude etc. bedeuten. Dann versuchen, Verträge zu schließen (vielleicht sogar auch „mit uns selbst“!?), um diesen Zielen näher kommen zu können.
Freiheit ist kein Selbstzweck – erst wenn sie fehlt, wird ihr Wert offenbar. Ein freies Spiel der Kräfte macht das Leben interessant. Dazu braucht es auch Grenzen, Regeln, Antagonismen. Die Kultur einer Gruppe zeigt sich dann daran, wie kreativ diese Konflikte gehandhabt werden.
„Gesellschaftsverträge“ bleiben letztlich immer fiktiv. Realer könnte es werden, wenn man eher von Gesellschafter-Verträgen spräche. Vereinbart zwischen konkreten Menschen – mit konkreten Zielen (und der Bereitschaft, zu deren Erreichung bestimmte Leistungen zu erbringen – Gegenleistungen zu erhoffen.) Sich vertragen heißt ja auch, Verträge zu schließen und einzuhalten…
Daher: Was sind unsere Ziele, Wünsche, Bedürfnisse? Was sind wir bereit, dafür zu tun? Wer käme als Vertragspartner in Frage? (Wer als Schiedsrichter?)