Diskussion:Selbstbestimmt

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Ernst Heim

Selbstdenker gesucht

« Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt. »


symbolische Erinnerung

Vom Wert der "symbolischen Erinnerung" erzählt eine Geschichte von Max Thürkauf. Thürkauf war an Entwicklungen der französichen Atomindustrie beteiligt. Seine Studenten haben ihm bei passender Gelegenheit ein provokantes Bild um den Hals gehängt. Auf dem Bild war die - zugegeben markante - Nase von De Gaulle zu sehen. Aus der Nase quoll ein Atompilz.

Thürkauf quittierte darauf seinen zweifelhaften Dienst und hat sich im wahrsten Sinne des Wortes "vom Saulus zum Paulus gewandelt".


Eveline

Worüber man eben so redet

Jedes Mal, wenn ich selbstbestimmten und erfolgreichen Menschen begegne, stelle ich eines fest: Diese Menschen reden nicht über das "Übliche". Sie reden nicht über das Wetter oder die schlechte Wirtschaftslage. Sie reden nicht darüber, was nicht stimmt oder worüber sie sich ärgern. Sie reden selten über Probleme. Und sie reden nicht über die Fehler und Schwächen anderer Menschen. Nein! Selbstbestimmte und erfolgreiche Menschen reden darüber,

  • was sie begeistert,
  • über ihre Ziele und Visionen,
  • ihre aktuellen Projekte,
  • wie sie aktuelle Probleme lösen werden,
  • über das, was in ihrem Leben wundervoll ist,
  • was sie schon erreicht haben und
  • was sie noch erreichen wollen.

Das, worüber wir mit anderen sprechen, spiegelt logischerweise direkt unsere Gedanken wieder. Man kann deswegen also erkennen, womit sich erfolgreiche und selbstbestimmte Menschen hauptsächlich beschäftigen. Sie beschäftigen sich mit dem, was gut ist, was sie begeistert, was sie wollen und wie Sie es bekommen können.

Wie sieht das mit Ihnen aus? Worüber reden Sie hauptsächlich mit anderen Menschen? Sprechen Sie über Ihre Träume, das wofür Sie dankbar sind und was Sie im Leben noch erreichen wollen? Oder sprechen Sie eher über das "Übliche" - also über andere Menschen, über Probleme und über das was nicht stimmt.

Wenn Sie im Leben mehr von dem haben möchten, wovon Sie träumen, dann kann es ein guter Start sein, öfter mal mit anderen Menschen über Ihre Träume, Wünsche und Ziele zu reden.

Brigitte Imb

Re:Antwortkarten

hallo armin!

das ist richtig, darum wünsche ich auch einbeziehung. es wird e - voting diskutiert, dies könnte man nützen um umfragen abzuhalten. ( wird sicherlich von den politikern nicht erwünscht sein) entweder für einen bestimmten, nominierten personenkreis ( schlagwort bürgerparlament), oder gleich inform der dir.d., für alle. die politiker müßten so weit gebracht werden, dem volk mehrere vorschläge zu unterbreiten und dann sollen die bürger entscheiden. wie wäre es mit einer entsprechenden petition, die wir dem parlament / parteien zukommen lassen, mehr bürgerinformation vor entscheidungen.

in unserer berufsgruppe ( medizin. sektor) postuliert die politik permanent den 'mündigen patient', den mündigen 'stimmbürger' soll es nur zu wahlzeiten geben? das erscheint mir im 21. jh ein anachronismus zu sein, noch dazu wo die technisierung uns eine vielzahl an möglichkeiten der mitgestaltung erleichtern würde. es gibt die digitale unterschrift, das digitale rezept, die digitalisierte krankenakte soll kommen, etc...., aber den bürgern wird dieser weg der mitgestaltung verwehrt, die abhängigkeit vom guten willen der politiker ist unter der repräsentativen demokratie viel zu groß.

eine vernetzung interessierter und engagierter menschen zu schaffen, am besten 8032, die immer wieder volkspetitionen einreichen, diese puplik machen und so die aufmerksamkeit vieler auf sich ziehen, würde mir gefallen und vorschweben. damit ließe sich das agieren unserer politiker wunderbar konterkarieren, beständig lästig sein! das internet ist der schlüssel dazu!

ich grüble sehr viel, wie ich menschen für unsere sache mobilisieren kann, enttäuscht muß ich häufig bequemlichkeit feststellen. was mich allerdings fast erdrückt, ist die tatsache, daß sehr viele menschen wohl so denken wie wir/ich, aber leider nicht bereit sind dies mit ihrer unterschrift zu unterstützen, aus angst vor nachteilen und repressalien.

mein mann ist mitglied einer ärztvereinigung, igmed, ca. 600 - 700 ärzte, potenziert durch deren angehörige glaube ich, mit schlagenden argumenten, viele überzeugen zu können, da ja parteiunabhängig, worauf eben auch die igmed gr. wert legt.

so, für´s erste habe ich genug "gequatscht", noch dazu mit jemand mir unbekannten, *gggg* , mein konterfei ist ja schon hinlänglich bekannt.

Versuch meiner Selbstbestimmung

Ich will, dass ...

Beispiele für persönliche Willensbekundungen

  • demokratie für alle fühlbar wird, dass wir einsicht in operatives geschehen bekommen und nicht nur zu befehlsempfängern degradiert werden.
  • die menschen in unserem land zur direkten demokratie finden, selbstbestimmt statt fremdbestimmt.
  • die repräsentanten unseres landes nach ethischen grundsätzen handeln und dabei den souverän miteinbeziehen.
  • unsere repräsentanten vorbildlich handeln und sorgsam mit unseren resourcen umgehen.
  • wir gemeinsam stark werden und unsere repräsentanten unseren starken willen berücksichtigen MÜSSEN!
  • wir soziale gerechtigkeit erfahren und nicht zu bittstellern im eigenen "haushalt" werden.
  • wir von gut gebildeten repräsentanten vertreten werden, die besten köpfe für unser land, nicht die besten parteisoldaten od. quotenfrauen.

Wir wollen ...

Beispiele für zusammengefasste Willensbekundungen

  • …, dass der Souverän bei Entscheidungsprozessen einbezogen wird.
  • das gesellschaftspolitische System durch vermehrte Miteinbeziehung des Volkes von innen heraus erneuern.
  • die Auseinandersetzung mit der politischen Realität persönlich kennen lernen und diese aktiv mitgestalten.
  • die Bereitschaft und Fähigkeit fördern, anderen Menschen hilfsbereit zur Seite zu stehen.
  • die Bereitschaft und Fähigkeit fördern, anderen Menschen zu dienen.
  • die Kraft der Gesellschaft stärken, indem wir die Bereitschaft des Einzelnen fördern, Verantwortung zu übernehmen.
  • die nüchterne Auseinandersetzung mit der Realität üben.
  • eine bessere Moral und mehr Verantwortlichkeit der politischen Funktionäre.
  • festgefahrene Vorstellungen hinterfragen, alternative Verhaltensweisen aufzeigen.
  • Gesellschaft und politisches System von innen heraus erneuern. (Klein beginnen, aber Großes bewirken.)
  • miteinander ehrlich und erfolgreich zusammenarbeiten und sprechen uns gegen Seilschaften und Korruption aus.
  • miteinander ehrlich und erfolgreich zusammenarbeiten.
  • neue Technologien, wie e-voting, zumindest im Rahmen von vermehrt durchzuführenden Volksentscheiden einsetzen.
  • unsere Träume leben - statt unser Leben zu träumen.

Antwortkarte

Guter Titel

nur wie läßt er sich, auf unser politisches Leben bezogen, umsetzen?

Unser Rechtsstaat erweist sich immer öfter als Hürdenträger, der eingebaute Schutz durch unsere Gesetze artet zum Hemmschuh aus, speziell für die "Normalbürger".

Nicht nur z.B. die wichtige Europafrage wird so gehandelt, auf allen Gebieten herrschen parteipolitische "Kleindiktatoren", selbst eine Volksabstimmung zu erlangen, ist für die Bürger ohne Wohlwollen der Politiker unmöglich. Also es beißt sich die Katze in den Schwanz, die Möglichkeit ist wohl vorgesehen, die Umsetzung allerdings mit enormen Schwierigkeiten und Abhängigkeit behaftet.

Wir befinden uns im "postdemokratischem Zeitalter", indem die gewählten Vertreter nicht müde werden uns zu erklären, wie gut und effizient die repräsentative Demokratie ist.

Ich bin der Meinung, dass dieses System antiquiert ist, es würde sogar den Begriff "mißbraucht" vertragen. Die momentanen Koalitionsbildner versprechen Erneuerung, die sie mit den altgedienten, versagenden Akteuren umzusetzen gedenken.

Um politische "Selbstbestimmung" des Volkes außerhalb der Wahlgänge zu erlangen, müssen wir ein Netzwerk williger, aufrechter Menschen initiieren, welche in der Lage sind dem "Peudalstaat" (Politiker+Parteien+Parlamente) Paroli zu bieten.

Eine symbolische Erinnerung an den 14. Juli 1789 unseren Politikern zukommen zu lassen, hielte ich für angebracht.

Christoph Bösch

Verlust der eigenen Identität

Gutmenschen sind Menschen, die versuchen, andere schlecht zu machen – um selbst gut da zu stehen. (Anstatt endlich SELBST besser zu werden...)

Wir definieren „Erfolg“ meist über den Misserfolg anderer. Wir könnten es auch als Erfolg sehen, wenn z.B. jeder einen Partner findet, der zu ihm passt (nicht unbedingt einen „Traumpartner“, den es vielleicht gar nicht gibt); einen Beruf, der wirklich den eigenen Fähigkeiten entspricht (statt eines „Traumberufes“); und wenn wir dann das haben oder bekommen, was wir DAFÜR wirklich brauchen…

Letztlich ginge es wohl um die Erfüllung der EIGENEN Bestimmung – statt um die Erfüllung (fremder) Vorstellungen. (Und das wäre wahrscheinlich auch das Gesündeste…)

Aber der Sozialismus redet allein ein, dass sie gleich sind – oder will sie gleich machen. Dann geben viele, wie der Hans-im-Glück, ihr eigenes Schicksal auf – um dann entwurzelt und orientierungslos festzustellen, dass es keinen besseren Ersatz gibt, für das Eigene, Ursprüngliche.

Und so entsteht dann „unnötige“ Konkurrenz – weil wir, nach Verlust der eigenen Identität, plötzlich mit Leuten in Wettbewerb geraten, die uns eigentlich gar nichts angingen… (Nicht der Wettbewerb an sich wäre also schlecht – sondern der Wettbewerb mit den „falschen“ Leuten um die „falschen“ Ziele!)

Persönlichkeitswahlrecht für Frauenquote

Wenn jeder Mandatar persönlich gewählt wird, bekommen die Wähler genau so viele Frauen, wie sie wollen

Wir brauchen nicht nur eine Frauenquote, sondern auch ein faires Verhältnis zwischen Blond und Schwarz, Dick und Dünn, Intelligent und Dumm, Alt und Jung – und auch die Sternzeichen müssen gleich verteilt sein…

Eigentlich brauchen wir dann gar keine Wahlen mehr, sondern nur ein Computermodell, das das alles ausrechnet.

Es lebe die Quote. Es lebe die Demokratie!

Wer zahlt, schafft an

Der Steuerzahler ist der Souverän!

Es gibt sowohl (Sozial-)Schmarotzer als auch Ausbeuter. (Es stecken wohl sogar beide ein wenig in jedem von uns…) Tabus sind hier Selbstbetrug. Das Matriarchat ist materialistisch. Materialismus ist ein Symptom des Matriarchats. Leben wir also in einer patriarchalischen Gesellschaft?

Ohne Randgruppen, ohne Verlierer, keine Gesellschaft. („Randgruppen“ wachsen immer wieder nach…) Die Wegwerfgesellschaft entsorgt sich selbst… Die Welt rettet sich selbst – aber wer rettet uns?

Bestimmung

Be-Stimmung: man bekommt eine Stimme, wird "be-stimmt"...

INNERE Stimme, gute Stimmung ("Gefühle sind die Sprache Gottes" - Gordon Fraser), Wähler-Stimme

wie frei ist mein/dein/unser Wille? wer bestimmt "mit"?

woher kommt Selbst-Bestimmung: ist sie nur eine Vorstellung - kommt sie wirklich aus dem eigenen Empfinden?

"Schicksal" als Kräfteparallelogramm aus Bestimmung und freiem Willen...?

Selbstbestimmung setzte wohl voraus, die eigene Bestimmung gefunden zu haben - nicht eine "fremde" Rolle zu spielen... also vielleicht: Sei zuerst du selbst. Dann bleib dir treu...

"Subjekt" ist immerhin "der/die Unterworfene" - wem oder was? dem Staat, dem König - Gott oder "dem" Schicksal? oder eben: einer (eigenen) Bestimmung?!

was stimmt, was ist stimmig? Bestimmung als das was (für jemanden bestimmten) gerade richtig ist?

Stimmt's ?

Sinn ist auch Richtung, also Annäherung. Nie im Sinnlosen verharren, sondern sich dem relativ Sinnvolleren annähern. Plötzlich "ergibt" sich dann doch ein Sinn... (Aber mühsam ist es, das weiß ich wahrlich...)

PS zu "Bestimmung" - was stimmt, was ist stimmig? Bestimmung als das was (für jemanden bestimmten) gerade richtig ist?