Diskussion:Stimme der Mitte

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Brigitte Imb

Re: Warum "Krise"?

der einzelne wird mit der krise schon rel. richtig umgehen, es bleibt ihm auch meist gar keine andere wahl als zu sparen anstatt zu konsumieren.

die frustration der bürger ist umso verständlicher, da der einzelne nichts dafür kann und doch meist gr. einbußen hinnehmen muß, wie z.b. kurzarbeit od. gar arbeitslos zu sein.

politiker, manager u. banker haben zum größten teil die misere zu verantworten und oftmals habe ich das gefühl die schuldigen machen weiter wie eh und jeh.

vielleicht kommt es zu einem "gesunden zurückschrumpfen", die wertigkeit verschiedenster angelegenheiten muß überdacht werden und entsprechend verantwortungsvolles handeln ist notwendig.

was passiert eigentlich wenn der staat bankrott geht? ich sehe nicht sehr optimistisch in die zukunft.

Christoph Bösch

Wir brauchen keine europäischen Parteien

... nur ein europaweites Persönlichkeitswahlrecht

Jetzt wird wieder von europäischen Parteien geträumt. Hätten solche aber bei Wahlen gegen die nationalen Parteien überhaupt eine Chance? Viel einfacher (und wichtiger) wäre es da wohl, einfach alle Kandidaten in ihren Regionen direkt als persönliche Volksvertreter zu wählen – zu welcher Fraktion sie sich auch bekennen mögen. (Statt Vorzugsstimmen einfach wegzuwerfen!)

Bei EU-Wahlen sind die in Österreich üblichen Parteilisten (Parteienwahlrecht)noch unsinniger als sonst. Wir brauchen einfach Leute, die uns gut gegenüber Brüssel repräsentieren. (Statt innenpolitischer Ersatz-Kriegsschauplätze für Parteienverdrossene.) Theoretisch könnte man vielleicht sogar zulassen, dass jeweils auch Kandidaten aus den anderen Regionen gleichsam „per Brief“ gewählt werden... (Das wär Wettbewerb!) Irgendwann ergäbe es sich dann fast von selbst, dass aus den europäischen Fraktionen auch Parteien werden. (Allerdings solche, die kein Selbstzweck sind.) „Europäische“ Medien würden in der Folge wohl ebenfalls fast von selbst entstehen. (Das Medium folgt dem Inhalt.)

Mehr Wahl statt Kampf

Mehr Wahlrecht für die Bürger, weniger Kampf zwischen den Parteien! (Kampf nützt nur den Parteien – den Bürgern bleibt hingegen immer weniger Wahl…)

"Wahlkampf": Materialschlacht und Wettrüsten.

Polarisierung und gegenseitige Schuldzuweisungen: Teure und lähmende Nullsummenspiele – statt kreativer Konflikt- und Problemlösung... (Um-Verteilungskämpfe als Ablenkungsmanöver – statt größeren, vor allem aber besseren Kuchen zu backen.)

Daher:

  • Personalisierung der Parteienfinanzierung: Transparenz durch persönliche Verfügung über und Verantwortung für finanzielle Mittel seitens der Mandatare.
  • Personalisierung des Wahlrechts: Namen statt Parteien wählen. (Mehr eigenständige Wahlfreiheit für die Bürger, statt lediglich zwischen verschiedenen „Übeln“ auswählen zu können.)
  • Steuerreform als Basis einer Verwaltungsreform: Nur wenn Steuern GESENKT werden, ist der Staat bereit zu sparen! (Flat Tax als "Ausgleich“ für etwaige zusätzliche Vermögensbesteuerung?)
  • Regelmäßige Volksbefragungen als Basis einer wirklich repräsentativen Demokratie.


60 Abgeordnete, ein Mandat

Gute Diät(en) in Brüssel und Straßburg

Aus ganz anderen Gründen kontroversiell sind die Wahlversprechen der ungarischen Partei für Internationale Demokratie (IDE). Sie wirbt damit, ihre Wähler höchstpersönlich als Vertreter nach Brüssel und Straßburg zu schicken. "Wollen Sie einen Monat lang Spaß in Brüssel haben und dabei einen sechsstelligen Betrag verdienen?", wird in den Broschüren gefragt.

Schafft es die IDE ins EU-Parlament, will sie monatlich eine andere Person zum Abgeordneten machen. Insgesamt geht es um 60 Personen, da die Legislaturperiode bis zu nächsten EU-Wahl exakt fünf Jahre dauert. Interessenten mussten sich im Vorfeld bei der Partei registrieren und wurden per Los auf die Wahlliste gesetzt. Nach einem Monat tritt, so der Plan, der aktuelle Mandatar zurück, die nächste Person auf der Liste rückt nach.

Geben Sie dem Vorzug Ihre Stimme

MEHR WAHLRECHT: Namen statt Parteien wählen

Es lebe die Ungleichheit: Nirgends ist eine Vorzugsstimme so viel wert, wie bei der EU-Wahl. (Und zwar auch für die Wähler!) Bereits 7% der für eine Partei abgegebenen Stimmen reichen, um einen bestimmten Kandidaten auf seiner Parteiliste vor zu reihen.

Eine Chance, dem Parteienwahlrecht eine Absage zu erteilen?

Denn letztlich gilt leider längst: Alles, was die Parteien schwächt, stärkt das Volk! Die konstruktivste Form des Protestes lautet daher: Vorzugsstimme statt Parteienwahl… Denn Kandidaten, die sich von den eigenen Parteien emanzipieren, werden viel eher die Interessen jener repräsentieren, die sie wirklich gewählt haben.

Marktwirtschaft statt Kapitalismus?

-Ismus steht meist für Ideologie, Teilwahrheit, Selbstzweck…

Geld machen „müssen“, selbst wenn man es gar nicht braucht.

Geld ist ein Mittel zum Zweck. Kapitalismus könnte man vielleicht die Ideologie nennen, bei der Geld zum Selbstzweck wird – damit zum Ersatz für anderes. (Und damit streng genommen „unökonomisch“ – denn jede Kompensation hat einen geringeren (Grenz)nutzen als das, was sie ersetzen soll. Womit menschliche und natürliche Ressourcen verschwendet würden...)

Das ist das eigentliche Problem: Wird Geld selbst zum Inhalt, wird es gerade dadurch letztlich entwertet. Weil ja Kaufkraft im Endeffekt nicht eine Frage der Geldmenge, sondern des Nutzens der angebotenen Problemlösungen, Güter und Leistungen ist... Man vernachlässigt sonst die subjektiv spürbare Befriedigung konkreter Bedürfnisse - zugunsten der Vermehrung der verfügbaren Geldmittel. (Eigentlich ein neurotisches Spiel, bei dem am Ende niemand gewinnt.)

Je mehr Geld wir „machen“, desto weniger wird es wert. Je mehr wir jedoch „verdienen“, desto mehr Nutzen müssen wir stiften… (Geld erhält seinen Wert eigentlich erst, wenn man es ausgibt… Paradox?)

Die Qualität kann länger wachsen, die Quantität stößt früher an Grenzen. (Was der Qualität sogar oft erst die Chance gibt, weiter zu wachsen. Not macht erfinderisch…)

Wirtschaft bedeutet Markt - und der Markt sollte, wie fast alles im Leben, möglichst frei sein. (Aber nicht alles im Leben ist ein Markt.)



Gemeinsam sind wir stark

Lobbying im Dienste aller: Selbstorganisation aus der (eigenen) MITTE heraus.

MITTE als Sammelbecken, Listengemeinschaft. Relativ unprogrammatisch. (Nur ein paar Minimal-„Hygiene“-Faktoren. „Verfassungsbogen“!)

Um PERSÖNLICHKEITEN eine erfolgreiche Kandidatur zu ermöglichen. Keinerlei „Klubzwang“.

„Listenbündnis MITTE“ (für Persönlichkeiten aller Couleurs).

Wer die meisten Unterstützungserklärungen sammelt, steht oben/vorne auf der Liste.

Wer dann bei der Wahl die meisten Vorzugsstimmen bekommt, erhält auch ein Mandat.

Wahlrecht generell: gut wären Stichwahlen und Listengemeinschaften.

Statt Vorwahlen könnte man einfach sagen: Wer die meisten Unterstützungserklärungen sammelt, kandidiert. (Nützt allen!)

Modell Stichwahlen: alle Parteien über 4% sind im Parlament – das sind derzeit 5 Parteien.

Formel: 100% dividiert durch fünf (Zahl der Parteien) ergibt 20% - das bedeutete, dass jede Partei über 20% in die Stichwahl kommt – je weniger Parteien, desto höher also der erforderliche Prozentsatz…

Der Sieger könnte dann mit der Regierungsbildung beauftragt werden. (Und eventuell noch einen gewissen Mandatsbonus erhalten – je nach absolutem Stimmenanteil – und dem Abstand zum Zweitplatzierten.)

Für Gesetze muss sich Regierungspartei einfach Mehrheiten suchen.

Misstrauensvotum ist aber nur mit Zweidrittelmehrheit (oder mit zweimal so viel Stimmen, wie die regierende Partei selbst hat) möglich!


Ernst Heim

Stimme der Mitte

Dazu müssten doch bei Karlfried Graf Dürckheim Anregungen zu finden sein, oder ?

Morast der Mitte

Indem einzelne Bürgerliche selber an dem Begriff zu zweifeln begannen und sich von ihm distanzierten, rückten sie auch von rechts ab und bewegten sich der «Mitte» zu. Nach links wollten sie zwar nicht gleich abdriften, aber rechts wollten sie auch nicht mehr stehen. Also blieb ihnen nur noch die «Mitte». Die bürgerlichen Parteien zerfielen mehr oder weniger in «linke» und «rechte» Flügel, weshalb sich immer weniger klare Fronten bilden. Viele bürgerliche Parlamentarier meinen, sie müssten kompromissbereit auf die «Linken» zugehen (umgekehrt erlebt man's ja kaum). Sie glauben eine Polarisierung vermeiden und eine voreilige Harmonisierung anstreben zu müssen. Das ist eine absolut verhängnisvolle Entwicklung. Denn in der Mitte ist man am Ende weder Fisch noch Vogel. Man betreibt eine haltungsschwache Schaukelpolitik nach allen Seiten hin. Man gibt jeden festen Boden unter den Füssen preis und wundert sich (und ärgert sich), wenn der deutsche Zeitkritiker William S. Schlamm dieses sumpfige Gelände als «Morast der Mitte» bezeichnet. Statt dass man sich einmal selbstkritisch fragen würde, warum man mit dieser «Politik der Mitte» (auch «Zentrumspolitik» genannt) bei der Lösung unserer grössten aktuellen Probleme nicht vorwärtskommt und mit ihr Jahr um Jahr an Wählerstimmen verliert.

Wo geht's hier zur Mitte

« In Gefahr und höchster Not / bringt der Mittelweg den Tod. »

Seit Jahrhunderten befassen sich Philosophen mit dem "Weg der Mitte / Weg zur Mitte". Welcher hat ihn tatsächlich gefunden ?

Wir alle haben über die Verhältnisse gelebt

Ist nicht nur im öffentlichen, sondern auch im privaten Bereich gültig !

Da fängt es leider oft an! (Weil sich ein Potentat nicht mit seiner Frau versteht, beginnt er eben einen Krieg – übertrieben, aber nicht ganz von der Hand zu weisen…) CB

« Zuhause muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland. » Jeremias Gotthelf

Das Licht stärken, statt die Finsternis zu bekämpfen! CB

Gott sah, dass das Licht gut war. Gott schied das Licht von der Finsternis. Gen 1,4 EH

Staatlich organisierte Entmündigung

Wenn sich zwei Gesellschafter für dieses Thema interessieren, gibt es dazu eine selbständige IG.

Ich glaube, dass die Institutionen einfach an ihre Grenzen stoßen, die Planbarkeit und „Machbarkeit“ ebenfalls.
Noch erleben wir zwar absurde Auswüchse – aber das könnte sein, wie an der Börse vor dem Crash…
Selbstorganisation wäre wohl ein Gebot der Stunde – denn wer sich weiter auf den Staat verlässt, könnte sehr enttäuscht werden.
Ich glaube, es ist gar keine Frage der Ideologie, eher eine des Überlebens. CB

Nichts ist absolut

... behaupten die Relativisten. Das sind jene Leute, die sich über Naturgesetze hinwegzusetzen versuchen.

Sind der absolute Nullpunkt (= Null Kelvin) und die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit (ca. 300.000 km / s) auch relativ zu verstehen ?

Gregor Hochreiter

Der Rechtsstaat ist links

@ Christoph Bösch

Zu Ihrer mutigen Pressemitteilung vom 28. Dezember 2008 möchte ich Ihnen gratulieren. Die Wahrheit offen auszusprechen, trauen sich heute leider viel zu wenige.

Rudolf Schmidheiny

Wort zum Dienstag

« Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für die Liebe. » Jeremias Gotthelf

Persönliche Werkzeuge