Diskussion:Weniger ist Mehr

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Inhaltsverzeichnis

Christoph Bösch

Schluss mit Luxus

Jetzt geht’s ums Überleben

Der Fortschritt ist keiner mehr; das Wachstum geht in die falsche Richtung. (Der Fortschritt bringt kein Wachstum - das Wachstum ist kein Fortschritt mehr…)

Was brauchen wir wirklich; was ist notwendig, wesentlich? Wovon haben wir im Überfluss; woran gibt es einen Mangel?

Luxus ist, was wir nicht brauchen…

Konsum, Luxus, Expansion – der Glaube an Wachstum und Fortschritt haben die letzten Jahrzehnte geprägt. In der Krise wird nun umgesteuert.

Notwendiges, Eigenes, Innere(s) Entwicklung...

Wertschöpfung aus Eigenem, expressiv.

Weniger "Konsum als Kompensation" /(Sucht)

Stattdessen: Kultur, bessere Beziehung zur Natur; Spiritualität (jenseits konfessioneller Ideologien...)

Transzendenz, Urvertrauen, Bescheidenheit – Wesentliches: Wer bin ich, was brauche ich wirklich? Wesenskern-Kompetenz...

Innenorientierung.

Leben als subjektive Erfahrung, als Lernprozess, Abenteuer. Qualität.

(Statt Konsum, Status und Scheinidentitäten.)

Empfinden; Eigene Rolle spielen; nicht lediglich einer fremden Vorstellung folgen.

Survival-Training vs „verwöhnt und verweichlicht“

Vorteil: Verlagerung von Fortschritt und Wachstum in Bereiche, die mehr subjektiven Nutzen bringen.

Objektiv ist nur der Tod.

Weniger Verdrängung

Anlässlich von Kohr, könnten wir einmal auf "WENIGER ..." umstellen

Die Halbwahrheit ist erstens schon weit mehr als das meiste, was wir oft zu hören kriegen... Außerdem eine Persiflage auf jene, die den Anspruch stellen, im (alleinigen) Besitz der Wahrheit zu sein... Drittens aber auch Ausdruck einer gewissen selbstkritischen Bescheidenheit...

Wahrheit wird meiner Meinung ja erst interessant, wenn sie verdrängt ist/wird... (Weil zum Beispiel unangenehm.) Sonst wäre sie ja ein Gemeinplatz.

Also könnte man es auch so formulieren: Weniger Verdrängung! (Nicht so erhaben, aber es trifft vielleicht den wunden Punkt.) Denn sonst behauptet doch jeder, dass doch gerade (nur) er die Wahrheit hat, verkündet, ja oft sogar "ist"...

Die Inder sagen, alles (außer dem "reinen" Geist - was auch immer das genau sein mag), sei MAYA, also Täuschung. Objektiv gesehen, glaube ich das auch. Weil unsere Sinne keinen festen Bezugspunkt bieten...

Aber ist es nicht trotzdem sinnvoller, zumindest so zu tun, als ob die Wirklichkeit einfach so "existiere"? (Die Wirklichkeit wirklich wirklich ist - ich kann es manchmal nicht lassen...)

Fazit: Wahrheit hat überhaupt nur einen Sinn angesichts der Lüge - und da halte ich es für sinnvoller, die Lüge (also die VOR-Stellung - die die Wahrheit quasi verdrängt!!) zu ENTLARVEN - und jeden dann die / seine Wahrheit selbst finden zu lassen... (Die Wahrheit sich also selbst offenbaren zu lassen.)

Soll ich deshalb auf den Spruch von Hans Krailsheimer verzichten ? „Das Gefährliche an den Halbwahrheiten ist, dass immer die falsche Hälfte geglaubt wird.“ EH
Wo hast Du das jetzt wieder auf die Schnelle her?
Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Mt7,8 Also auch noch "Mehr Suchen" und "Mehr Finden" ? EH
Weniger verlieren!
Der Spruch hilft mir, es noch besser zu formulieren: geglaubt wird, was geglaubt werden will - der Rest wird verdrängt... jedenfalls würde ich es einmal von der anderen Seite her aufzäumen : Weniger Verdrängung!
Denn was wir "die" Wahrheit nennen, ist meist/oft nur in der jeweiligen (Geistes)Gegenwart gültig - dann wird es zur Vorstellung, Ideologie, Information, "Wissen" - in dieser Reihenfolge oft... und dann tragen wir es vor uns her - statt im Fluss/Film der Wahrheit (voll Demut) zu bleiben - und wenn die Gefühle die Sprache Gottes seien - wer sagte denn, dass Gott jedem dasselbe sagen muss...? (die Vorstellung von "Wahrheit" ist eigentlich oft genau das Problem)
Deshalb konzentriere ich mich lieber darauf, einmal Lügen zu entlarven - ohne gleich eine neue Wahrheit (Lüge?) liefern zu wollen. Die "ewige, absolute etc." Wahrheit - was soll das überhaupt sein - und wozu?
Fazit: "Die Wahrheit" kann eine große Falle sein... (auch wenn sich die Unwahrheit recht leicht erkennen lässt)

Ernst Heim

Weniger ist mehr

Mir genügen sieben Seiten für die EU-Verfassung. Die Aufgaben sind nicht "oben", sondern "unten" zu lösen.


Die Ämter von Bundeskanzler und Bundespräsident sind aufzulösen. Sieben gleichberechtigte Mitglieder der Bundesregierung sind von der vereinigten Bundesversammlung einzeln und mit einfacher Mehrheit zu wählen.

Die Bundesregierung wählt jährlich abwechselnd aus ihrer Mitte den Vorsitzenden der Bundesregierung. Dieser übernimmt allfällige Repräsentationspflichten des Bundesstaates.

Gregor Hochreiter

Zu groß

Ein wenig einseitig, weil die persönliche Verantwortung in schwierigen Situationen schlicht negierend, aber dennoch sehr lehrreich legt Kohr in "Das Ende der Großen - Zurück zum menschlichen Maß" "zu groß" wie folgt fest:

  • Wir können diese Theorie daher auch die Größen-Theorie des sozialen Elends nennen.
  • Wie groß ist nun die kritische Masse, die zu Machtmißbrauch führt? Die Antwort fällt nicht schwer. Es ist die Masse an Macht, die gegenüber einem Gegenangriff immun ist. […]
  • Dies bedeutet, daß (ob wir nun Individuen oder Gruppen darstellen) wir, wenn einmal der kritische Punkt erreicht ist, zu brutalen Menschen werden, sogar fast gegen unsere Natur. Wenn Gefängniswärter und Polizisten generell als brutal angesehen werden, liegt dies nicht daran, daß sie schlechter als andere Menschen sind, sondern weil sie in der Beziehung zu ihren Gefangenen und Verhafteten fast immer mit der kritischen Masse von Macht ausgerüstet sind.