Mehr Bildung

Aus wiki.comanitas.com
Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Was wir am nötigsten brauchen, ist ein Mensch, der uns zwingt, das zu tun, was wir können.

Leitgedanken

Neu

  • Das Wichtigste ist, Lust und Liebe zur Sache zu wecken, sonst erzieht man nur gelehrte Esel. Michel de Montaigne
  • Es gibt keine andere vernünftige Erziehung, als Vorbild sein, wenn’s nicht anders geht, ein abschreckendes. Albert Einstein
  • „Bildung“ ist wirklich nicht mehr viel mehr als Einbildung: ein Fetisch. Jeder Mensch braucht eine Grundausbildung – den Rest kann er auch alleine schaffen. Akademikerquoten sind letztlich bedeutungslos. Christoph Bösch
  • Ich habe erfahren, daß ein harter Geist ohne ein weiches Herz ebenso unfruchtbar sein muß, wie ein weiches Herz ohne einen harten Geist. Sophie Scholl

A - L

  • Akademische Bildung verringert nicht die Neigung zu Vernunftwidrigkeiten sondern potenziert sie. Manfred Rommel
  • Bildung ist ein durchaus relativer Begriff. Gebildet ist jeder, der das hat, was er für seinen Lebenskreis braucht. Was darüber ist, das ist von Übel. Christian Friedrich Hebbel
  • Das Geheimnis der Bildung liegt im Respekt, den wir dem Schüler entgegenbringen. Es steht uns nicht zu, zu entscheiden, was er wissen muss und was er tun soll. Dies ist bereits entschieden und vorherbestimmt und er allein besitzt den Schlüssel zu seinem eigenen Geheimnis. Ralph Waldo Emerson
  • Das große Ziel der Bildung ist nicht Wissen, sondern Handeln. Herbert Spencer
  • Denken ist die Arbeit des Intellekts, Träumen sein Vergnügen. Victor Hugo
  • Der Mensch ist das was er sein soll erst durch Bildung. Georg Wilhelm Friedrich Hegel
  • Ein Talent hat jeder Mensch, nur gehört zumeist das Licht der Bildung dazu, um es aufzufinden. Peter Rosegger
  • Einmal werden wir damit aufhören müssen, systematisch Jasager und Konformisten zu erziehen und damit beginnen, Kreativität auszubilden, kritisches Denken einzuüben. Antony Jay, Management und Machiavelli
  • Er hat sich stets bemüht, ... Mangelhaft bis Ungenügend
  • Geistreich sein heißt, sich leicht verständlich zu machen, ohne deutlich zu werden. Jean Anouilh
  • In aufgeregten Zeiten, wo die Meinung alles, die Sitte wenig gilt, da sieht man Menschen mit der niederträchtigsten Niederträchtigkeit Sklaven der öffentlichen Meinung werden und keine andere Meinung haben als die, welche gerade Trumpf ist und welche Leib und Leben schützen, ein Pöstlein bringen kann. Jeremias Gotthelf
  • Jene, die nicht bereit sind ihr Denken zu ändern, vermögen überhaupt nichts zu ändern. George Bernard Shaw
  • Leute ohne Bildung beharren desto eigensinniger bei ihrem Willen, je weniger sie dafür zu sagen wissen. Jeremias Gotthelf

M - Z

  • Man irrt, wenn man glaubt, daß Schenken eine leichte Sache sei. Es hat recht viel Schwierigkeiten, wenn man mit Überlegung geben und nicht nach Zufall und Laune verschleudern will. Lucius Annaeus Seneca
  • Man kann einen Menschen nichts lehren. Man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken. Galileo Galilei
  • Man soll nicht mehr lernen, als man unbedingt gegen das Leben braucht. Karl Kraus
  • Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand. Arthur Schopenhauer
  • Über alles hat der Mensch Macht, nur nicht über sein Herz. Friedrich Hebbel
  • Vorstellungskraft ist wichtiger als Wissen. Albert Einstein
  • Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu machen. Konfuzius
  • Wer gelernt hat, sich von der Herrschaft des Ärgers zu befreien, wird das Leben viel lebenswerter finden. Euripides
  • Wer redet, was ihn gelüstet, muß hören, was ihn entrüstet. Zitate
  • Widerspruch ist die niedrigste Form von Intelligenz. Khalil Gibran
  • Willst du klug durchs Leben wandern, prüfe andere, doch auch dich. Jeder täuscht gar gern den andern, doch am liebsten jeder sich. Friedrich Bodenstedt

Sonstiges

Kinder, Eltern & Erziehungsstile

Jedes Kind ist anders und jedes Kind reagiert in bestimmten Situationen anders. Wichtig ist es, von Beginn an die Persönlichkeit des Kindes zu unterstützen und es in seinen Fähigkeiten nicht nur zu fordern, sondern in erster Linie gut zu fördern. Kinder, die eine ausgewogene Menge Aufmerksamkeit und Hilfe bekommen, gleichzeitig auch eigene Entscheidungen treffen können, entwickeln sich schon früh zu eigenen Persönlichkeiten mit bestimmten Fähigkeiten. Damit das Kind lernt, was gut oder schlecht ist, benötigt es die richtige Erziehung und die Unterstützung vom Vater und der Mutter. Nur wenn es durchgehend Halt bekommt, sich immer wieder an seine Bezugspersonen wenden kann und viel Zuspruch bekommt, kann sich das Kind zu einem selbstständigen Erwachsenen entwickeln.

Laterales Denken

... (vom lateinischen latus für „Seite“), umgangssprachlich auch Querdenken genannt, ist eine Denkmethode, die als Kreativitätstechnik und zur Lösung von Problemen eingesetzt werden kann.

Selbst denken

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.

Das Leben bleibt ein Mysterium

Also Altruismus schätze ich schon höher ein als Egoismus. Weil mir das Bequeme immer verdächtig ist. Egoismus folgt der Schwerkraft, Altruismus überwindet sie. Man muss ja nicht gleich ein nützlicher Idiot sein. (Politisch korrekte "Gutmenschen" nerven - aber ist es deshalb besser, ein "schlechter" Mensch zu sein?)

Letztlich haben unsere meisten Entscheidungen doch MEHRERE Motive, egoistische und altruistische. Und es gibt ja nicht nur Kausalität, sondern auch Wechselwirkungen.

Wenn übrigens das Rand-Institut sagt, man solle Steuergelder lieber für den Irak-Krieg als für Tsunami-Opfer verwenden, ist das auch nicht gerade überzeugend. Ich glaube übrigens, dass Katastrophenhilfe ein typisches Beispiel für etwas ist, was Staaten besser/sinnvoller/schneller organisieren können als Private. Das ist ja fast wie eine internationale "Versicherung auf Gegenseitigkeit" - sogar China hilft Taiwan. (Man muss die Regierung ja beim nächsten Mal nicht mehr wählen. Dieser "Privat"-Fetischismus bringt doch auch nichts. Zumal viele Menschen einfach in der Herde leben WOLLEN - ich beobachte etwa öfter eine Schafsherde, die WOLLEN nicht individualistisch sein - sind aber auch Geschöpfe Gottes, wenn man so will.)

Komme immer wieder auf die Glaubensfrage zurück: "Beweise" hinken meist - was will ich beweisen, was will ich glauben?!! Die meisten Diskurse dienen doch letztlich auch der Rechtfertigung des Eigennutzes. Wen interessiert denn wirklich nur "die" Wahrheit?

Die so genannten Sozial- und Geisteswissenschaften hinken der Physik hinterher, wollen auch "objektiv" (also anerkannt!!) sein wie die Mechanik mit ihren großen Erfolgen der Vergangenheit. Aber die Physik selbst ist längst weiter, viel skeptischer gegenüber "der" Wirklichkeit, Objektivität, Berechenbarkeit. Das Leben bleibt ein Mysterium.

Gläubige Gehirne

Neurowissenschaftler haben entdeckt, was in den Köpfen religiöser Menschen vorgeht

« Ist der Zufall nur eine Illusion? Nach Ansicht vieler religiöser oder abergläubiger Menschen ist das der Fall. In der stetigen Abfolge scheinbar zufälliger Begebenheiten wie dem Zusammentreffen von Menschen, in Unfällen oder in Krankheiten sehen sie den Willen einer höheren Macht am Werk. Religion schafft Ordnung in dieser von unvorhersehbaren Ereignissen bestimmten Welt. Sie gibt Halt und Trost und hilft, mit den schmerzlichen Seiten fertig zu werden. Theologen, spirituelle Gelehrte und Religionswissenschaftler befassen sich seit vielen Jahrhunderten mit diesen Fragen von Gott und Schicksal. Doch seit einigen Jahren sind auch Neurowissenschaftler und Psychologen in dieses Gebiet vorgedrungen und suchen im Gehirn religiöser Menschen nach den Spuren des Glaubens. »

Die Weise der Meister

Darum ist die Weise der Meister, zu handeln, oft wie ein Blitz aus heiterem Himmel, ihre Sprache das Paradox, ihre Logik der Widersinn, ihre Zärtlichkeit der Schock.

  • Karlfried Graf Dürckheim, Der Ruf nach dem Meister, S 70

Grundlagen und Wesensmerkmale wahrer Bildung

Das Thema Bildung und Erziehung kann Eltern während Jahren beschäftigen, bevor ihnen die tiefere Bedeutung der Begriffe aufgeht. Der Verfasser war bereits mehr als fünf Jahre Präsident des Vereins „Bildung zu Hause“ und seit mehr als zwei Jahrzehnten Vater von vier zu Hause gebildeten Kindern, als er der Frage, was Bildung denn in seiner weiten Bedeutung sei, bewusst nachging.

Was ein zu Hause ist, muss kaum erklärt werden. Doch Bildung zu Hause, was ist das? Wie erklärt sich das, was ist gemeint? Diese Frage soll hier eine Antwort finden.

Die folgenden Ausführungen können nur einzelne Punkte berühren. Dieses Thema in seiner Weite und Tiefe endgültig auszuloten, reicht ein ganzes Leben nicht aus. Ist Bildung nicht doch ein nie endender Weg?

  • Rudolf Schmidheiny, Aubodenstrasse 35, CH-8472 Ohringen b/Seuzach (Vortrag und Broschüre sind in Arbeit)
  • Schweizer Elternforum

Bildung ist Einbildung

Akademikerquoten sind so unsinnig wie alle Quoten

Unter den Magistern, ist der Doktor König. Mehr nicht. Wer einen Titel braucht, um sich gut zu fühlen, ist arm dran. Und wer die Uni braucht, um sich zu bilden, erst recht. Was nichts kostet, ist nichts wert. Und wer schon intern den Wettbewerb scheut, kann im internationalen Wettbewerb erst recht nicht bestehen!

Was gemeinhin als „Bildung“ bezeichnet wird, macht uns nicht unbedingt gescheiter – im Gegenteil: Da es beim viel zitierten „Wissen“ oft nur um Information oder gar Ideologie geht, macht sie uns mitunter sogar dümmer… Denn wer nicht selber denken kann, will umso mehr wissen. Eigentlich logisch. Urteilsvermögen wird durch Ideologie ersetzt. Individuelles Empfinden durch (von anderen übernommene) Vorstellungen. Bewusstsein für Zusammenhänge durch Expertenwissen (von Spezialisten, die immer mehr wissen – und von immer weniger etwas verstehen.)

Verbindungen