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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet.

Leitgedanken

Neu

  • Der Erfolg ist offenbar, die Absicht aber ist niemals klar. Drum wird man alle Menschengeschichten ewig nach dem Erfolge richten. Friedrich Rückert
  • Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Aristotoles
  • Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. Antoine de Saint-Exupéry
  • Unsere Augen sehen nur den Dunst, hinter dem sich das Wesentliche verbirgt, das wir eigentlich wahrnehmen sollten; und unsere Ohren hören nur ein Rauschen, das alles übertönt, was wir eigentlich mit unserem Herzen verstehen sollten. Khalil Gibran
  • Es ist zum Lachen wie zum Weinen, wir mögen lieben oder hassen, es wurzelt alles in dem Einen: das Herz will sich erschüttern lassen. Richard Fedor Leopold Dehmel
  • Nichts verdunkelt unsere Erkenntnis mehr als Leidenschaften. Gotthold Ephraim Lessing
  • Wer nichts weiß, liebt nichts. Wer nichts tun kann, versteht nichts. Wer nichts versteht, ist nichts wert. Aber wer versteht, der liebt, bemerkt und sieht auch … Je mehr Erkenntnis einem Ding innewohnt, desto größer ist die Liebe … Wer meint, alle Früchte würden gleichzeitig mit den Erdbeeren reif, versteht nichts von den Trauben. Paracelsus
  • Man muß nie denken, dieser Satz ist mir zu schwer, der gehört für große Gelehrte, ich will mich mit den andern hier beschäftigen; das ist eine Schwachheit, die leicht in eine völlige Untätigkeit ausarten kann. Man muß sich für nichts zu gering halten. Georg Christoph Lichtenberg
  • Versuche niemals, jemanden so zu machen, wie du selbst bist. Du weisst - und Gott weiss es auch - dass einer von deiner Sorte genug ist. Ralph Waldo Emerson
  • Die Moderne nennt "Wandel" das immer schnellere Marschieren auf dem gleichen Weg in die gleiche Richtung. Nicolás Gómez Dávila

A - D

  • Als ich überlegte, wieviel verschiedene Ansichten über die gleiche Sache es geben kann, deren jede einzelne ihren Verteidiger unter den Gelehrten findet, und wie doch nur eine einzige davon wahr sein kann, da stand es für mich fest: Alles, was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch. René Descartes
  • Am Abend wird man klug für den vergangenen Tag, doch niemals klug genug für den, der kommen mag. Friedrich Rückert
  • Das Wunder ist nicht ein Widerspruch zu den Naturgesetzen, sondern ein Widerspruch zu dem, was wir von diesen Gesetzen wissen. Aurelius Augustinus
  • Dass ich erkenne, was die Welt, im Innersten zusammenhält. (Faust I) Quelle
  • Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Redensarten
  • Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. Lk 11,10
  • Der beste Arzt ist die Natur, denn sie heilt nicht nur viele Leiden, sondern spricht auch nie schlecht von einem Kollegen. Ernst Ferdinand Sauerbruch
  • Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius null. Und das nennen sie ihren Standpunkt. Albert Einstein
  • Derjenige, der sich mit Einsicht für beschränkt erklärt, ist der Vollkommenheit am nächsten. Johann Wolfgang von Goethe
  • Die Kinder finden im Nichts das Gesamte, die Erwachsenen im Gesamten das Nichts. Giacomo Graf Leopardi
  • Die Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich. Max Weber
  • Drei Dinge werden nicht eher erkannt als zu gewisser Zeit: ein Held im Kriege, ein weiser Mann im Zorn, ein Freund in der Not. Johann Wolfgang von Goethe

E - N

  • Ein Bild sagt mehr aus tausend Worte. Sprichwort
  • Ein Briefkasten heißt nur so; in Wahrheit ist er das Sanktuarium (Heiligtum) menschlichen Gedankenaustausches. Gilbert Keith Chesterton
  • Ein guter Lehrer hat nur eine Sorge: zu lehren, wie man ohne ihn auskomme. André Gide
  • Ein Urteil lässt sich widerlegen, aber niemals ein Vorurteil. Marie von Ebner-Eschenbach
  • Es gibt nichts Schlimmeres als die Anmaßung. Sie nimmt den Menschen die vernünftige Überlegung und zieht ihnen den Ruf der Albernheit zu, ja sie bringt sie so weit, dass sie völlig unvernünftig werden. Johannes Chrysostomus
  • Es irrt der Mensch, solang er strebt. Johann Wolfgang von Goethe
  • Es ist das Schicksal des Genies, unverstanden zu bleiben. Aber nicht jeder Unverstandene ist ein Genie. Ralph Waldo Emerson
  • Es ist falsch, daß im Leben die "Umstände" entscheiden. Im Gegenteil: Die Umstände sind immer der neue Kreuzweg, an dem unser Charakter entscheidet. José Ortega y Gasset
  • Es wird immer alles gleich ein wenig anders, wenn man es ausspricht. Hermann Hesse
  • Grau, teurer Freund, ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum. Goethe
  • Holzhacken ist deswegen so beliebt, weil man bei dieser Tätigkeit den Erfolg sofort sieht. Albert Einstein
  • Ich bin wie alle Menschen: Ich sehe die Welt so, wie ich sie gerne hätte, und nicht so, wie sie tatsächlich ist. Paulo Coelho
  • Ich glaube nicht, dass derselbe Gott, der uns Sinne, Vernunft und Verstand gab, uns ihren Gebrauch verbieten wollte. Galileo Galilei
  • Jedes Tun ist Erkennen, und jedes Erkennen ist Tun. Humberto Maturana / Francisco Varela, Der Baum der Erkenntnis
  • Keine Armee der Welt kann sich der Macht einer Idee widersetzen, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo
  • Lege dich nie mit einem Idioten an. Er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich dann mit seiner Erfahrung. Volksmund
  • Man hat beobachtet, dass niemand besser geeignet ist, anderen Ratschläge zu erteilen, als diejenigen, die sie selbst am wenigsten befolgt haben. Oliver Goldsmith
  • Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich nur darin zurechtfinden. Albert Einstein
  • Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Meinungen und die Beurteilungen über die Dinge. Epiktet
  • Nichts ist gefährlicher, als die Vorurteile desjenigen zu verletzen, der behauptet, er habe keine. Nicolás Gómez Dávila
  • Nur der Boden erkennt die Güte der Saat. Antoine de Saint-Exupéry
  • Nur Narren glauben, dass sie alles wissen, aber es gibt viele davon. Friedrich A. von Hayek / Recht, Gesetzgebung und Freiheit, Bd3, S179

O - Z

  • Sage mir, was du liest und ich sage dir, was du bist. Pierre de La Gorçe
  • Seht ihr den Mond dort stehen / Er ist nur halb zu sehen / Und ist doch rund und schön / So sind wohl manche Sachen / Die wir getrost verlachen / Weil unsere Augen sie nicht seh'n. Matthias Claudius
  • So wenig wie möglich sitzen. Keinem Gedanken Glauben schenken, der nicht im Freien geboren ist und bei freier Bewegung, in dem nicht auch die Muskeln ein Fest feiern. Alle Vorurteile kommen aus den Eingeweiden. Das Sitzfleisch ist die Hauptsünde gegen den heiligen Geist. Friedrich Nietzsche
  • Überraschung und Verwunderung sind der Anfang des Begreifens. José Ortega y Gasset
  • Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung. Antoine de Saint-Exupéry
  • Um Vollkommenheit zu erreichen, muss man erst vieles nicht begriffen haben! Begreifen wir zu schnell, so begreifen wir wahrscheinlich nicht gründlich. Fjodor Dostojewski
  • Um zu sehen, musst du die Augen offen halten. Um zu erkennen, musst du sie schließen und denken. Antiker Philosoph
  • Unsere Wünsche sind Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns liegen, Vorboten desjenigen, was wir zu leisten imstande sein werden. Was wir können und möchten, stellt sich unserer Einbildungskraft außer uns und in der Zukunft dar; wir fühlen eine Sehnsucht nach dem, was wir schon im Stillen besitzen. So verwandelt ein leidenschaftliches Vorausgreifen das wahrhaft Mögliche in ein erträumtes Wirkliches. Johann Wolfgang von Goethe
  • Unter Blinden ist der Einäugige König. Volksmund
  • Verständnis kommt uns durch die Liebe. Richard Wagner
  • Viel Wissen, viel Ärger, / wer das Können mehrt, der mehrt die Sorge. Koh 1,18
  • Vollkommenheit ist die Norm des Himmels, Vollkommenes wollen die Norm des Menschen. Johann Wolfgang von Goethe
  • Wahrnehmen heißt leiden. Aristoteles
  • Warum folgt man der Mehrheit? Etwa weil sie mehr Vernunft hat? Nein, weil sie mehr Macht hat. Blaise Pascal
  • Was dem Herzen gefällt, das suchen die Augen. Sprichwort
  • Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Volksmund
  • Wenn die hehre Ideologie Schiffbruch erleidet, verbleibt als letzte Erklärung der Hinweis auf die Mächte der Finsternis. Paul Watzlawick
  • Wenn die Menschen nicht manchmal Dummheiten machen würden, geschähe überhaupt nichts Gescheites. Ludwig Wittgenstein
  • Wenn wir bewahren wollen, was wir haben, müssen wir vieles ändern. Johann Wolfgang von Goethe
  • Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel. Paul Watzlawick
  • Wer darauf besteht, alle Faktoren zu überblicken, bevor er sich entscheidet, wird sich nie entscheiden. Henri-Frédéric Amiel
  • Wer weiterlebt wie bisher, hat nicht begriffen, was droht; es nur intellektuell zu denken, bedeutet nicht, es auch in die Wirklichkeit seines Lebens aufzunehmen. Karl Jaspers
  • Wir denken in Antworten, ja schlimmer noch, in den Antworten der anderen. Daniel Barenboim
  • Wir unterschätzen das, was wir haben, und überschätzen das, was wir sind. Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach
  • Wo es Hände braucht, sind Worte völlig unnütz. Äsop

Sonstiges

Alternativlosigkeit

Nicht das unbeirrte Weitermachen, sondern das aufhören Können beweist wahre Stärke und ist Ausdruck einer großen inneren Freiheit. Alternativlos ist einzig der Tod und Alternativlosigkeit eine tödliche Ideologie.

Stimmen der Zeit

Die "Stimmen der Zeit" diskutieren das vielfältige Geschehen in einer für den Einzelnen heute oft kaum noch durchschaubaren Welt. Fragen des Glaubens und der Kirchen, der Blick auf Naturwissenschaften und Kultur ... Die Stimmen der Zeit setzen sich für einen offenen Dialog zwischen Kirche und Gesellschaft ein.

Erfolg und Frucht

„Zwischen Erfolgreichsein und Fruchtbarsein besteht ein großer Unterschied“, schreibt Henry Nouwen. „Erfolg kommt von Stärke, von Machtaus­übung und Ansehen. Ein erfolgreicher Mensch besitzt die Energie, etwas zu schaffen, seine Entwicklung zu beeinflussen und es in großen Mengen verfügbar zu machen. Erfolg bringt Preise, Auszeichnungen und oft Berühmtheit ein. Früchte hingegen erwachsen aus Schwachheit und Verwundbarkeit. Es sind einzigartige Früchte.“ Erst mit der Annahme unserer schwachen, bedürftigen Seiten, die wir gar nicht gerne zeigen, finden wir heraus aus dem Getriebensein, der Furcht, vor den Augen der anderen nicht zu bestehen. Sie erhöht unsere Achtsamkeit, weil wir mit unseren Stärken und Schwächen sein dürfen und daher auch andere in ihren Stärken und Schwächen schätzen lernen.

Die Namen richtigstellen

Hier ist eine von Konfuzius aufgestellte bekannte Theorie der Namensfestlegung besonders zu erwähnen; "Namensfestlegung" bedeutet, die Namen zu berichtigen oder zu definieren. Als Zi Lu (542-480 v. Chr.; Schüler des Konfuzius) Konfuzius fragte, was er zuerst tun möchte, wenn der Herrscher des Staates Wei auf ihn, den Meister, wartet, um die Regierung auszuüben, antwortete Konfuzius: "Unbedingt die Namen richtigstellen!" und: „Wenn die Namen nicht stimmen, dann ist die Rede nicht in Ordnung; wenn die Rede nicht in Ordnung ist, dann können die Sachen nicht vollbracht werden; wenn die Sachen nicht vollbracht werden, dann entsteht weder Sitte noch Musik; wenn Sitte und [harmonische] Musik nicht vorhanden sind, dann greifen die gesetzlichen Strafen nicht recht; wenn die gesetzlichen Strafen nicht recht greifen, dann weiß das Volk nicht, was es tun und was es lassen soll" (Gespräche des Konfuzius, Kap. XIII, 3). Der Monarch soll Monarch sein, Beamte Beamte, der Vater Vater und der Sohn Sohn. Sie alle müssen ihrer eigenen Namensfestsetzung streng folgen, und alle Menschen sollen ihrem Namen wirklich entsprechen. Es ist nichts gegen die Sitte und die Oberen erlaubt, was die gesellschaftliche Ordnung beschädigen könnte. Die Aufstellung der fünf zwischenmenschlichen Beziehungen ist Ausdruck der Theorie der Namensfestlegung des Konfuzius. In den fünf zwischenmenschlichen Beziehungen steht der Vater zum Sohn in einem Verhältnis der gegenseitigen Liebe, wie der Monarch zum Beamten, der Mann zur Frau, Alt zu Jung, der Freund zum Freund. Der Sohn (oder die Tochter) soll vor dem Vater (bzw. der Mutter) Ehrfurcht haben und der Vater (die Mutter) dem Sohn (der Tochter) liebevoll begegnen. Beamte sollen dem Monarch loyal ergeben sein; der Monarch soll die Beamten gerecht behandeln, wie Konfuzius sagt: "Der Monarch möge seine Beamten anständig und höflich behandeln. Die Beamten sollen dem Monarch in treuer Ergebenheit dienen" (ebd., Kap. III, 19). Mann und Frau sollen sich gegenseitig verehren. Jung soll Alt respektieren und Alt soll Jung Liebe und Fürsorge schenken. Zwischen Freunden sollen gegenseitige Anteilnahme und gegenseitiges Vertrauen herrschen. Gerade aus diesem Liebe Gewähren und Erwidern, aus dem gegenseitigen Respekt und gegenseitiger Fürsorge entsteht dann eine harmonische Gemeinschaft der Menschen, die sich zunächst als Familie, dann als Staat und zuletzt als die ganze Welt konfiguriert. In einer solchen Gemeinschaft erweist jeder dem anderen Liebe, zugleich erhält jedes Glied dieser sich durch Harmonieauszeichnenden Gemeinschaft die Empfindung von Sicherheit und Zugehörigkeit.

  • Shaoping Gan, Die chinesische Philosophie, 1997

Der Mensch - ein denkendes Schilfrohr

Ein Philosoph und Naturwissenschaftler widmet sich der Liebe zu Gott

Blaise Pascal vereinte in einer Person den christlichen Mystiker, einen der führenden Mathematiker und Physiker seiner Zeit, den Kritiker der Philosophie und den tiefgründigen Analytiker der menschlichen Existenz. [...]

Das Leben Pascals, das er nach seinem mystischen Erleuchtungserlebnis führte, war von einem Satz geprägt, der so lautete: "Das Herz hat seine Gründe, die die Vernunft nicht kennt"; das meint, dass wir die Wahrheit nicht mit dem Verstand erfassen, sondern mit dem Herzen. Das Herz ist dabei ein Synonym für die Liebe. Gemeint ist aber nicht die menschliche Liebe, die das weltliche Glück anstrebt, sondern die göttliche Liebe. [...]

Schwierigkeit und Problem

Auf die Gefahr hin, scheinbar in semantische Haarspalterei zu verfallen, ist es notwendig, eine klare Unterscheidung zwischen dem Gebrauch der Begriffe Schwierigkeit und Problem zu machen. Wenn wir im folgenden von Schwierigkeiten sprechen, sollen damit unerwünschte Sachlagen oder Situationen gemeint sein, die entweder durch vernünftige Maßnahmen (meist durch eine Veränderung erster Ordnung, wie zum Beispiel die Anwendung von Wärme zum Ausgleich von Kälte) und ohne die Notwendigkeit besonderer Fachkenntnisse behoben werden können, oder wir verstehen darunter den noch häufigeren Fall alltäglicher Lebensschwierigkeiten, für die niemand eine Lösung kennt und mit denen man zu leben lernen muß. Dagegen werden wir von Problemen dann sprechen, wenn wir damit jene ganz spezifischen Spiele ohne Ende, Sackgassen und Konflikte meinen, die durch falsche Lösungsversuche von Schwierigkeiten erzeugt und erhalten werden.

Unbequemes und Unheimliches

Die organisierten staatlichen, sozialen und religiösen Gemeinschaften unserer Zeit sind darauf aus, den Einzelnen dahin zu bringen, daß er seine Überzeugungen nicht aus eigenem Denken gewinnt, sondern sich diejenigen zu eigen macht, die sie für ihn bereit halten. Ein Mensch, der eigenes Denken hat und damit geistig ein Freier ist, ist ihnen etwas Unbequemes und Unheimliches. Er bietet nicht genügende Gewähr, daß er in der Organisation in der gewünschten Weise aufgeht. Alle Körperschaften suchen heute ihre Stärke nicht so sehr in der geistigen Wertigkeit der Ideen, die sie vertreten, und in der der Menschen, die ihnen angehören, als in der Erreichung einer höchstmöglichen Einheitlichkeit und Geschlossenheit. In dieser glauben sie die stärkste Widerstands- und Stoßkraft zu besitzen. [...]

Probleme erörtern

Erörtern heißt, zu einer Problemstellung abwägend, also von verschiedenen Seiten betrachtend, Stellung zu nehmen. Das zu erörternde Problem wird häufig als eine Entscheidungsfrage formuliert, zu der sich stets zwei Thesen bilden lassen, die als Gegensatz dastehen. Die eine These ist somit immer das Gegenteil der anderen. Zur deutlichen Unterscheidung spricht man von These und Gegenthese (Antithese).

In der These drückt sich der Standpunkt (die Position) aus, die man zu einer Entscheidungsfrage selbst einnimmt. Die gegenteilige Einstellung wird dann als Gegenthese bezeichnet. Der Standpunkt, für den man sich entschieden hat, ist zugleich das Argumentationsziel. Die einzelnen Begründungen, die man zur Stützung der These und Gegenthese anführt, werden Argumente genannt.

Verstehen und Verstanden werden

Eine Gegenüberstellung von Verständlichkeitshelfern und Verständlichkeitskillern.

Niemanden mehr bekehren wollen

Die vielen Perspektiven sind ein Zugang zur „ganzen“ Wahrheit…

Niemand kann allein die ganze Wahrheit erkennen. Es gibt einfach zu viele legitime Sichtweisen... Die anderen sind auch nicht ganz dumm! „Recht haben“, wäre so gesehen ein Eigentor. Wir „gewinnen“ dank besserer Rhetorik – im Endeffekt weiß aber keiner, was wirklich stimmt… (Letztlich geht es dann bestenfalls um Interessen, nicht um Annäherung an Wahrheit. Wir verwechseln gerne Interessen und Wahrheit.)

Bekehrungseifer ist oft ein Ausdruck der Schwäche und Unsicherheit. Sind wir nicht alle (auch) Zuseher? (Die durch Schilderung ihrer Perspektive einen Beitrag leisten können – um das „ganze“ Bild eher erkennen zu können?)

Volksverdummung und Entmündigung

... durch Expertokratie, "Mediokratie" (Herrschaft des Mittelmaßes?) und Konsumdiktatur

Doch wir sind selber schuld. (Denn dem wird befohlen, der sich nicht selbst gehorchen kann.)

Jeder Mensch ein Medium, (s)ein eigener Experte, ein Wertschöpfer (statt bloß "Konsum-Herdentier").

Die "Expertokratie" ist letztlich undemokratisch. Denn nur mündige Bürger, können gute Wähler sein... Sonst verkommt die Demokratie zu einem (kleiner werdenden) Massen-Herdenauftrieb für das so genannte Stimmvieh. (Die Schwächen der Demokratie sind ja gerade Unmündigkeit, Desinteresse und mangelnder Durchblick der Wahlberechtigten.) Auch Konsumenten (von Industrie- und Medienprodukten) sollten natürlich möglichst mündig, eigenständig, verantwortungsbewusst - und stärker innengeleitet sein. (Sonst entsteht ein Teufelskreis aus Angebot und Nachfrage nach ständiger Dosissteigerung - und immer größerer Verdrängung.) Nicht „die“ Industrie, Medien, Politiker sind alleine schuld, sondern wir alle zusammen: aus Bequemlichkeit, Unehrlichkeit, mangelndem Mut, blindem Eigennutz...

Affe, Herdentier oder eigenständiges Individuum

Wir sind nützliche Idioten der Evolution, solange wir nicht unsere eigene Individualität entdecken und leben.

Evolution ist auf die Erhaltung und Entwicklung der Art ausgerichtet. Der Einzelne ist dabei ziemlich uninteressant. Deshalb muss jeder auch auf sich selbst schauen. Sich kennen, zu sich stehen, seine eigene Bestimmung leben…

Denn Evolution wird sonst zum Selbstzweck. Das Überleben der Art ist ja nur die Voraussetzung für das (Er)leben des Einzelnen.

Individualismus kann sowohl Egoismus als auch Altruismus bedeuten. Jedoch immer aus freien Stücken – nicht als kollektiver Automatismus. Innere Freiheit statt äußerem Zwang – der dann ja auch zum inneren Zwang werden kann…

Es könnte doch sein, dass die Götter gar nicht die Natur erschaffen haben, sondern nur den Geist. (Dass also wirklich „die“ Evolution unabhängig abläuft.) Aber der Geist kann aus dem Programm der Gene und Naturgesetze aussteigen. Und dann auch einen freien Willen manifestieren. (Den die Hirnforscher in „ihrer“ Welt natürlich nicht finden…) Das könnte parallel laufen – jeder also die Wahl haben, ob er Affe, Herdentier oder eigenständiges Individuum sein will…

Der Fürst

« Auch möge es nicht als Anmaßung gelten, wenn sich ein untergeordneter Mann von niedrigstem Stande dazu aufwirft, der Fürsten Regierungen durchzugehen und ihnen Regeln geben zu wollen. Denn, wie die, welche die Landschaft zeichnen, sich niedrig in die Ebene stellen, um die Natur der Berge und Höhen gewahr zu werden, hingegen den Standpunkt auf Bergen in der Höhe nehmen, wenn sie die Ebnen betrachten wollen, so muß man auch, um die Natur der Völker wohl zu erkennen, Fürst sein; und ein Gemeiner muß man sein, um die der Fürsten wohl zu erkennen. »

Lernen durch Versuch und Irrtum

(engl. trial and error learning) Bei dieser Art des Lernens reagieren Menschen oder Tiere auf unbekannte Situationen durch scheinbar zufälliges Verhalten. Sie probieren verschiedene Verhaltensmuster aus. Wenn eines dieser Muster Erfolg hat, wird es verstärkt und in einer ähnlichen Situation wieder eingesetzt.

Verbindungen