Mehr Fragen

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Eine falsche Antwort ist leicht festzustellen, aber es braucht Originalität, um eine falsche Frage zu entdecken.

  • Antony Jay (zugeschrieben)

Leitgedanken

  • Besser zweimal fragen als einmal irregehen. Volksmund
  • Das Schlimme ist, dass wir die einfachsten Fragen mit Tricks zu lösen versuchen, darum machen wir sie so kompliziert. Man muss nach einfachen Lösungen suchen. Anton Tschechow, Notizbücher
  • Wer fragt, der führt. Regeln der Diskussionsleitung
  • Wichtig ist, dass man nie aufhört zu fragen... Albert Einstein

Sonstiges

Brauchen wir eine Rezession

Die Angst vor der Rezession ist eine Angst vor der Grenze - aber auch vor den Folgen unseres eigenen Verhaltens.

Umkehr kann Fortschritt sein

Eine Rezession ist nicht angenehm, aber vielleicht die einzige "nachhaltige" Lösung für unsere Krise: mehr (für weniger Geld?) arbeiten, weniger Ressourcen verbrauchen (und wegwerfen), Dinge reparieren, länger verwenden - generell sparsamer sein (nicht nur beim Geld - denn das kann man wenigstens drucken...) Die Arbeit muss und wird wohl billiger werden, Rohstoffe dafür teurer. (Zum Stichwort: "Inflation oder Deflation"?) Ein ganz neues "Preisgefüge" könnte entstehen. (Die Frage ist nur, ob der Übergang einiger Maßen glatt läuft - oder ob es zuerst extremer Verwerfungen bedarf?)

Wir werden nicht ärmer werden - unsere Lebensqualität muss nicht sinken, könnte sogar steigen. Handel und Transport (von Menschen, aber auch Waren) wird abnehmen (müssen), eine neue Form der "Effizienz" entstehen. (Kostenwahrheit wäre letztlich der Schlüssel zu einer Verbesserung der Lebensqualität. Wer sich selbst belügt, bezahlt - wie ein Süchtiger - irgendwann die Rechnung...)

Nicht per Knopfdruck

Das kann sich nur alles fast niemand vorstellen... Weil wir unter "Wachstum" und "Fortschritt" im Grunde immer mehr Konsum, bei immer weniger individueller Leistung, Anstrengung, Bemühung verstanden haben. (Die Herausforderungen mussten wir dann woanders suchen.) Unser Wachstum, unser Fortschritt war ja leider oft eher eine Verdrängung von Problemen - sicher jedenfalls nicht deren Lösung! Gleichsam eine Flucht nach vorne - in Materialschlacht und Dosissteigerung.

Und auch die Wissenschaft betreibt ja oft in erster Linie Symptombekämpfung: Die eigentlichen Ursachen der Probleme bleiben ungelöst. Letztlich eine ständige Eskalation - die dazu führt, dass Ressourcen immer knapper, Konflikte schärfer, Abfallberge größer und Gefahren bedrohlicher werden... (Die Katze beißt sich in den Schwanz, die Symptomverschiebung gelingt nicht mehr - es ist ähnlich wie bei der ökonomischen Schuldenproblematik: Irgendwann werden wir eingeholt.)

Wir bräuchten eine Revolution - vielleicht einen Wendepunkt von der Tragweite der Französischen Revolution: Weg vom Materialismus, von Kollektivismus und Gleichmacherei. Die "allgemeine Plan- und Machbarkeit von allem" entlarvt sich immer mehr als Illusion. Unsere Institutionen sind schon längst überfordet: Staat, Kirche, aber auch Wissenschaft. Es gibt einfach nicht für alles ein Patentrezept, ein Amt, einen Experten oder Wundermittel. Das Leben funktioniert eben nicht per Knopfdruck. (Was ja auch ziemlich langweilig wäre.)

Ketzer

Seit der frühen Neuzeit wird „Ketzerei“, „ketzerisch“ in übertragener Bedeutung dann auch für jede Art von intellektueller Dissidenz oder Opposition gegen eine herrschende Lehre oder Konvention ohne besonderen Bezug zur kirchlichen und religiösen Sphäre gebraucht, ebenso „verketzern“ in der Bedeutung „zum Ketzer erklären“, „für Ketzerei erklären“.

Provokation

Die Provokation (v. lat.: provocare; aus pro = hervor + vocare = rufen) ist ein oft bewusstes Reizen, das als Ziel hat, beim Gereizten Reaktionen hervorzurufen. Provokationen können Übertreibungen bis hin zur Regelverletzung (z.B. normenverletzendes Verhalten) sein.

Eine Kreativitätstechnik von Edward de Bono trägt den Namen (Mentale) Provokation. Hierbei werden bewusst Eigenschaften einer Sache oder Sachlage verändert, um zunächst widersinnige, realitätsferne oder anders ungewöhnliche Konsequenzen hervorzurufen. Von diesen ausgehend versucht man im Folgenden, neue Ergebnisse zu erhalten.

Aufklärung

« Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.

Verbindungen