Mehr Glück
Inhaltsverzeichnis |
Vorwort
Es gibt nur einen Weg zum Glück und der bedeutet, aufzuhören mit der Sorge um Dinge, die jenseits der Grenzen unseres Einflussvermögens liegen.
Leitgedanken
Neu
- Glück mißt man nicht nach der Länge, sondern nach der Tiefe. Carl Sandburg
- Wünsche nichts vorbei und nichts zurück! Nur ruhiges Gefühl der Gegenwart ist Glück. Friedrich Rückert
A - D
- Alles wahre Glück im Leben besteht darin, daß die schönsten und reinsten Gedanken, die wir in uns tragen, unser Wesen bewegen. Albert Schweitzer
- Bedenke, daß die menschlichen Verhältnisse insgesamt unbeständig sind, dann wirst Du im Glück nicht zu fröhlich und im Unglück nicht zu traurig sein. Sokrates
- Das Geheimnis des Glücks ist die Freude in unseren Händen. Ralph Waldo Emerson
- Das Glück besteht nicht darin, dass du tun kannst, was du willst, sondern darin, dass du immer willst, was du tust. Leo Tolstoi
- Das Glück gehört denen, die sich selbst genügen. Aristoteles
- Das Glück ist die Frucht der Freiheit und Freiheit ist die Frucht der Tapferkeit. Perikles
- Das Glück trennt die Menschen, aber das Leid macht sie zu Brüdern. Peter Rosegger
- Das schönste Glück des denkenden Menschen ist, das Erforschliche erforscht zu haben und das Unerforschliche zu verehren. Johann Wolfgang von Goethe
- Dem Tapferen sind Glück und Unglück wie seine rechte und linke Hand, er bedient sich beider. Katharina von Siena
- Den Seinen gibt´s der Herr im Schlaf. Sprichwort (Psalm 127/1-2)
- Der Geist wird reich durch das, was er empfängt, das Herz durch das, was es gibt. Victor Hugo
- Der Mensch braucht zum Glück / Nicht Reichtum und Pracht: / Ein Stübchen voll Sonne, / Wo Liebe ihm lacht. Inschriften
- Die Natur schafft das Talent, das Glück bringt es zur Geltung. François de La Rochefoucauld
- Drück den Pfeil zu schnell nicht ab, der nimmer wiederkehrt! Glück zu zerstören, ist leicht, wiederzugeben so schwer. Johann Gottfried von Herder
E - Z
- Ein wahrer Freund trägt mehr zu unserem Glück bei als tausend Feinde zu unserem Unglück. Marie von Ebner-Eschenbach
- Erst die Erinnerung muss uns offenbaren / die Gnade, die das Schicksal uns verlieh. / Wir wissen stets nur dass wir glücklich waren, / doch dass wir glücklich sind, wissen wir nie. Johann Wolfgang von Goethe
- Es gibt Augenblicke, in denen eine Rose wichtiger ist als ein Stück Brot. Rainer Maria Rilke
- Glücklich allein ist das Herz, das liebt. Johann Wolfgang von Goethe
- Jeder ist seines Glückes Schmied. Redensarten
- Küsse keck das holde Weib und drück es fest an deinen Leib. / Denn das gibt Glück und hohen Mut, so fern sie züchtig ist und gut. Wolfram von Eschenbach
- Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende. Demokrit
- Sicherlich würde das menschliche Leben weit glücklicher verlaufen, wenn der Mensch ebenso gut zu schweigen wie zu reden vermöchte. Aber die Erfahrung lehrt uns mehr als genug, daß der Mensch nichts so schwer beherrscht wie seine Zunge. Baruch de Spinoza
- Viele Menschen versäumen das kleine Glück, weil sie auf das große vergeblich warten. Pearl S. Buck
- Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen. Denn das Glück ist immer da. Goethe, Erinnerung
- Was gibt uns wohl den schönsten Frieden, als frei am eignen Glück zu schmieden. Johann Wolfgang von Goethe
- Willst Du glücklich leben, hasse niemanden und überlasse die Zukunft Gott. Johann Wolfgang von Goethe
Sonstiges
Desiderata
- ein Gedicht mit sehr viel Tiefe und Weisheit
Gehe gelassen inmitten von Lärm und Hast und denke an den Frieden der Stille.
So weit als möglich, ohne dich aufzugeben, sei auf gutem Fuß mit jedermann. Sprich deine Wahrheit ruhig und klar aus, und höre Andere an, auch wenn sie langweilig und unwissend sind, denn auch sie haben an ihrem Schicksal zu tragen. Meide die Lauten und Streitsüchtigen. Sie verwirren den Geist.
Vergleichst du dich mit anderen, kannst du hochmütig oder verbittert werden, denn immer wird es Menschen geben, die bedeutender oder schwächer sind als du. Erfreue dich am Erreichten und an deinen Plänen. Bemühe dich um deinen eigenen Werdegang, wie bescheiden er auch sein mag; er ist ein fester Besitz im Wandel der Zeit.
Sei vorsichtig bei deinen Geschäften, denn die Welt ist voller Betrügerei. Aber lass deswegen das Gute nicht aus den Augen, denn Tugend ist auch vorhanden: Viele streben nach Idealen, und Helden gibt es überall im Leben.
Sei du selbst. Täusche vor allem keine falschen Gefühle vor. Sei auch nicht zynisch, wenn es um Liebe geht, denn trotz aller Öde und Enttäuschung verdorrt sie nicht, sondern wächst weiter wie Gras.
Höre freundlich auf den Ratschlag des Alters, und verzichte mit Anmut auf die Dinge der Jugend. Stärke die Kräfte deines Geistes, um dich bei plötzlichem Unglück dadurch zu schützen. Quäle dich nicht mit Wahnbildern. Viele Ängste kommen aus Erschöpfung und Einsamkeit. Bei aller angemessenen Disziplin, sei freundlich zu dir selbst. Genau wie die Bäume und Sterne, so bist auch du ein Kind des Universums. Du hast ein Recht auf deine Existenz.
Und ob du es verstehst oder nicht, entfaltet sich die Welt so wie sie soll. Bleibe also in Frieden mit Gott, was immer er für dich bedeutet, und was immer deine Sehnsüchte und Mühen in der lärmenden Verworrenheit des Lebens seien – bewahre den Frieden in deiner Seele. Bei allen Täuschungen, Plackereien und zerronnenen Träumen ist es dennoch eine schöne Welt.
Sei frohgemut. Strebe danach glücklich zu sein.
Anmerkung: Nicht die äußeren Verhältnisse erschweren unser Leben, sondern die Denkmuster und Verhaltensweisen, die jeder in sich trägt. Eine erfolgreiche Lebensbilanz ist nicht selten das Ergebnis einer Hinwendung zum Inneren. Ändern sich oder will ich äußere Abläufe des Lebens ändern, geht das nicht ohne mein Denken zu ändern, insbesondere meine negativen Denkmuster.
Ich muss daher für meine Gesundheit und die Klarheit meiner Gedanken selbst sorgen. Nicht andere definieren mich, sondern ich bin frei, mich selbst in der Beziehung zu anderen zu definieren und mich wahrzunehmen. Die Andersheit des anderen bereichert aber auch mich.
Das Misslingen ist genauso Bestandteil des Lebens, wie das Gelingen - beides gehört zum Leben. Das Glück, die Freude und der innere Friede gibt dem Leben Fließkraft (FLOW). Sie erwächst nur in Übereinstimmung mit mir selbst.
Glück oder Unglück
Ein alter Mann und sein Sohn bestellten gemeinsam ihren kleinen Hof. Sie hatten ein schönes kräftiges Pferd, das den Pflug zog. Die Nachbarn beneideten den alten Mann um dieses kräftige Pferd. Eines Tages lief das Pferd fort. Wie, schrecklich, sagten die Nachbarn, welch ein Unglück. Wer weiß, erwiderte der alte Bauer, ob Glück oder Unglück? Eine Woche später kehrte das Pferd aus den Bergen zurück, es brachte mehrere wilde Pferde mit in den Stall.
Wie wunderbar, sagten die Nachbarn, welch ein Glück. -Glück oder Unglück? Wer weiß, sagte der Alte. Am nächsten Morgen wollte der Sohn eines der wilden Pferde zureiten. Er stürzte vom Pferd und brach sich ein Bein. Wie schrecklich, welch ein Unglück, sagten die Nachbarn. Unglück oder Glück? Wer weiß, sagte der Alte. Die Soldaten kamen ins Dorf und holten alle jungen Männer in den Krieg. Den Sohn des Bauern konnten sie nicht brauchen darum blieb er als Einziger verschont. Glück oder Unglück? Wer weiß, sagte der Alte.