Mehr Glaube

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Glücklich der Mann, der in der Versuchung standhält. Denn wenn er sich bewährt, wird er den Kranz des Lebens erhalten, der denen verheißen ist, die Gott lieben.

Leitgedanken

  • Gott unser Vater gib uns Herzen, die verstehen, nie mehr von der Schöpfung zu nehmen als wir geben, nie mutwillig zu zerstören zur Stillung unserer Gier, nie zu verweigern unsere Hand, wo es gilt, die Erde aufzubauen, nie von ihr zu nehmen was wir nicht bedürfen. Denn wenn wir die Erde mit Liebe umgeben, wird sie auch für uns sorgen. Nach einem indianischen Gebet
  • Da unser Herr und Meister Jesus Christus spricht: »Tut Buße«, hat er gewollt, dass das ganze Leben der Gläubigen Buße sei. Martin Luther, 1. der 95 Thesen von 1517
  • Gott richt´ nach den Rachten, hier liegen die Herren bei den Knachten. Aus Stans/NW
  • Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden. Jes 35,5

A - D

  1. « Alles hat seine Zeit. » Koh 3.1-15
  2. « Alles wanket, wo der Glaube fehlt. » Friedrich von Schiller
  3. « Das Christentum ist Glaube, der Glaube verlangt eine Lehre, die Lehre Lehrsätze, Lehrsätze ein Ja oder Nein, Ja oder Nein Auseinandersetzungen. » John Henry Newman
  4. « Den Glaubenden ist nichts unmöglich, den Liebenden nichts schwer. » Bernhard von Clairvaux
  5. « Den Seinen gibts der Herr im Schlaf. » (Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht / und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; / denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf.) Ps 127,2
  6. « Denn der Herr gibt Weisheit, / aus seinem Mund kommen Erkenntnis und Einsicht. » Sprüche 2,6
  7. « Denn wer bittet, der wird bekommen. Wer sucht, der findet. Und wer anklopft, dem wird geöffnet. » Lk 11.10
  8. « Der Aberglaube trauet den Sinnen bald zuviel, bald zuwenig. » Gotthold Ephraim Lessing
  9. « Der Glaube ist ein besserer Ratgeber als die Vernunft. Die Vernunft hat Grenzen, der Glaube keine. » Blaise Pascal
  10. « Der Glaube ist für das Vorankommen des Menschen so unumgänglich nötig wie die Zugvorrichtung für den Wagen. » Konfuzius
  11. « Der Glaube ist eine Oase, die des Denkers Karawane niemals erreichen wird. » Khalil Gibran, Der Traum des Propheten
  12. « Der Glaube ist nicht der Anfang, sondern das Ende allen Wissens. » Johann Wolfgang von Goethe
  13. « Der Herr ist allen, die ihn anrufen, nahe, / allen, die zu ihm aufrichtig rufen. » Ps 145,18
  14. « Der richtige Mann / zur richtigen Zeit / am richtigen Ort - das ist Heil, das ist Licht. » Der falsche Mann ...
  15. « Die Geschichte meines Lebens wird der Welt sagen, was sie mir sagt: Es gibt einen liebevollen Gott, der alles zum Besten führt. » Hans Christian Andersen

E - H

  1. « Ein Glaube ohne Hoffnung ist wie Regen ohne Wasser. Ein Glaube ohne Liebe ist wie eine Sonne ohne Schein. » Hans-Joachim Eckstein
  2. « Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig. » Gal 5,9
  3. « Einfalt und Unschuld, reines menschliches Gefühl für Dank und Liebe ist Quelle des Glaubens. » Johann Heinrich Pestalozzi
  4. « Es gibt keine Dummheit, die der moderne Mensch nicht imstande wäre zu glauben, sofern er damit dem Glauben an Jesus Christus ausweicht. » Nicolás Gómez Dávila
  5. « Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Durch diesen Glauben haben die Vorfahren Gottes Zeugnis empfangen. » vgl. Hebr 11,1-2
  6. « Für diejenigen, die an Gott glauben, ist keine Erklärung notwendig, für diejenigen, die nicht an Gott glauben, ist keine Erklärung möglich. » Franz Werfel
  7. « Glaube aber ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht. » Hebr 11,1
  8. « Glaube nicht alles, was du hörst. Liebe nicht alles, was du siehst. Sage nicht alles, was du weißt. Tue nicht alles, was du willst. » Martin Luther
  9. « Glaube ist Liebe zum Unsichtbaren, Vertrauen aufs Unmögliche, Unwahrscheinliche. » Johann Wolfgang von Goethe
  10. « Glaube ist Vertrauen, nicht Wissenwollen. » Hermann Hesse
  11. « Glaube und Zweifel bedingen einander wie Ein- und Ausatmen; sie gehören zusammen. » Hermann Hesse
  12. « Glauben heißt: Die Unbegreiflichkeit Gottes ein Leben lang aushalten. » Karl Rahner
  13. « Glauben können ist die größte Kraft. » Nikolaus von Kues
  14. « Gott ist über jeden Zweifel, aber auch über jeden Glauben erhaben. » Elazar Benyoetz
  15. « Gott nimmt uns die Last des Lebens nicht ab, aber gibt uns die Kraft zum Tragen. » John Henry Newman
  16. « Gottes Mühlen mahlen langsam, mahlen aber trefflich klein. Ob aus Langmut er sich säumet, bringt mit Schärf' er alles ein. » Friedrich von Logau

I - Z

  1. « Ich glaube, dass wenn der Tod unsere Augen schließt, wir in einem Lichte stehn, von welchem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist. » Arthur Schopenhauer
  2. « Ihr aber, seid stark! Eure Hände sollen nicht erschlaffen, denn euer Tun wird seinen Lohn finden. » 2.Chr 15,7
  3. « Im Herzen eines jeden Menschen befindet sich ein von Gott geschaffenes Vakuum, das durch nichts Erschaffenes erfüllt werden kann als allein durch Gott, den Schöpfer, so wie er sich in Christus offenbart. » Blaise Pascal
  4. « Jede tiefere Religiosität wird denkend, jedes wahrhaft tiefe Denken wird religiös. » Albert Schweitzer
  5. « Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen, / er hilft denen auf, die zerknirscht sind. » Ps 34,19
  6. « Not lehrt beten. » Volksmund
  7. « Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. » Mt 5,11
  8. « Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben. » Mt 10,16
  9. « Und wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her. » Volksmund
  10. « Was ist der Glaube wert, wenn er nicht in die Tat umgesetzt wird? » Mahatma Gandhi
  11. « Wenn andere glauben, man ist am Ende, muss man erst richtig anfangen. » Konrad Adenauer
  12. « Wenn es Gott nicht gäbe, müsste man ihn erfinden. » Voltaire
  13. « Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. » Mt 5,29
  14. « Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt. » Offb 3,13
  15. « Wo nicht gezweifelt wird, wird auch nicht richtig geglaubt. » Hermann Hesse
  16. « Zu glauben ist schwer. Nichts zu glauben ist unmöglich. » Victor Hugo

Sonstiges

GEKREUZIGT

Dass Jesus GEKREUZIGT wurde, bedeutet, dass er von der römischen Besatzungsmacht als politisch gefährlich angesehen wurde. Die Todesstrafe für religiöse Verbrecher, im Gegensatz zu politischen, war nicht Kreuzigung sondern Steinigung. Das Mindeste, was man daraus entnehmen kann, ist, dass Jesus auch den politischen Autoritäten als ernsthafte Gefahr erschien.

Was aber machte ihn politisch so gefährlich? Es war seine radikale Spiritualität, seine beständige Bemühung, sich auf Gott einzustellen und sich an Gott auszurichten statt an den Normen der Gesellschaft. In diesem Sinne war Jesus ein Aufrührer.

Nichts ist revolutionärer als die Vorrangstellung, die Jesus in seinen Gleichnissen dem gesunden Menschenverstand einräumt. Dieser stellt geradezu den Gegenpol dar zum konventionellen Denken. Durch ihn spricht ja der Heilige Geist im Menschen- herzen. Jesus beruft sich also nicht darauf, sozusagen Sprachrohr der göttlichen Autorität zu sein; darin unterscheidet er sich von den Propheten vor ihm. Er maßt sich auch nicht selber höchste Autorität an, sondern — und das ist etwas völlig Neues in der Religionsgeschichte — er appelliert an die Autorität Gottes in den Herzen seiner Hörer: Gott spricht zu uns durch unseren gesunden Menschenverstand — das ist es, was jedes Gleichnis voraussetzt, und es ist zentral für das Gottesverständnis Jesu. Dadurch löste seine Lehre eine gewaltige Autoritätskrise aus, deren Erschütterungen wir bis heute fühlen. Jesus ermächtigte seine Zuhörer, für sich selber zu denken. Das hat ungeheure politische Konsequenzen. Es war damals, und ist heute noch, bedrohlich für alle autoritären Strukturen; Jesus wird daher — vom Standpunkt der Machthaber aus mit Recht — als subversiv gebrandmarkt und GEKREUZIGT.

Die Todesursache Jesu im Credo zu bekennen, heißt mehr als einfach nur ein geschichtliches Faktum festzuhalten. An einen gekreuzigten Verlierer zu glauben, heißt, für eine eher ungewöhnliche Wertskala einzutreten: für eine Gegenkultur mit utopischen Idealen. Das Ideal, für das Jesus lebte und für das er GEKREUZIGT wurde, ist das „Reich Gottes“, eine Weltordnung, die nicht auf Mächtigkeit, sondern auf Gerechtigkeit gründet. Wirklich daran zu glauben, heißt sich zu verpflichten, in unserer Gesellschaft gegen den Strom zu schwimmen.

  • David Steindl-Rast / Credo - Ein Glaube, der alle verbindet

Glaube, Liebe und Hoffnung

Diese drei Glaube, Liebe und Hoffnung sind die Grundhaltungen des Christen, wie es auch die ersten Gaben sind, die er vom Heiligen Geist empfängt. Die drei bedingen einander und sind aufeinander verwiesen. „Der glaubt an Christus, der auf Christus hofft und Christus liebt. Denn wenn jemand Glauben hat, aber nicht die Hoffnung und die Liebe, dann glaubt er wohl, dass es Christus gibt, aber er glaubt nicht an Christus.“

Die Quellen von Taizé

Eines fasziniert an Gott: die Demut seiner Gegenwart. Niemals bestraft er, nie verletzt er die Menschenwürde. Er zieht nicht am Strick, um sich Gehorsam zu verschaffen. Jede herrschsüchtige Geste würde sein Antlitz entstellen. Die Vorstellung, dass Gott kommt und bestraft, ist eines der größten Glaubenshindernisse.

Im Laufe der Zeit ahnst du die Tiefe, die Weite einer Liebe, die alles Erkennen übersteigt. Bis ans Ende deines Lebens schöpfst du daraus bewundernswertes Staunen und auch die Kühnheit, neu anzufangen.

In jedem Menschen findet sich ein Stück Einsamkeit, das keine menschliche Nähe auszufüllen vermag. Und dennoch bist du nie allein.

Oft vernimmt der Mensch die Stimme Gottes in einem Stillehauch.

Was nützt es, bei jedem Missverständnis herauszufinden, wer Recht und wer Unrecht gehabt hat?

Verzeihen, immer wieder verzeihen, darin liegt die äußerste Form der Liebe.

Die Versöhnung ist ein Frühling des Herzens.

Der Frieden in deinem Herzen macht den Menschen, die dir nahe sind, das Leben schön. Sich in quälender Sorge aufzureiben, war nie ein Weg des Evangeliums.

Staunen kommt auf, ein Hauch von Poesie, Lebenseinfachheit und - für den, der es fassen kann - eine mystische Sicht des Menschen.

Wer selbstvergessen liebt, findet sein Leben von unbeschwerter Schönheit erfüllt.

Lässt du dich von wohlwollender Güte überwältigen, statt in Ironie abzugleiten oder dich durchsetzen zu wollen, indem du anderen um dich herum ein schlechtes Gewissen machst?


Vergiß nicht, daß du Flügel hast

« Jesus Christus lehrt die Menschen, daß in ihnen etwas ist, was sie über dieses Leben mit seinem Jagen, seiner Angst und Lust emporhebt. Wer die Lehre Christi begreift, hat dasselbe Gefühl wie ein Vogel, der bis dahin nicht wußte, daß er Flügel besitzt und nun plötzlich begreift, daß er fliegen, frei sein kann und nichts mehr zu fürchten braucht. »

Die Unbegreiflichkeit Gottes

Labyrinth voller Irrungen

« Die Welt ist ein Labyrinth voller Irrungen, voll vergelblicher Mühe und voller Enttäuschungen, denn wir kennen das Nötige nicht, weil wir unsere Mühe auf die Erreichung des Unnötigen verwenden, und die Vielgeschäftigkeit, in die das Verlangen nach Neuem uns treibt und verwickelt, ist unser Verderben. Gott ruft uns zur Begegnung mit dem Einen, der gekommen ist, damit wir das Leben und volle Genüge haben. »

Vom Glauben und vom Aberglauben

« Wo nichts mehr geglaubt wird, » sagt Karl Jaspers, « da kommt der absurdeste Glaube zur Herrschaft. Aberglaube in mannigfaltigen Gestalten, Heilslehren wunderlicher Art. Kreise um Wanderprediger, Therapeuten, Dichter, Propheten, in einem unübersichtlichen Durcheinander von Mode, Erfolg und Vergessen, geben das bunte Bild enger Fanatismen, schwärmerischer Anbetung, begeisterter Hingabe und auch von Abenteuertum, Schwindel und Gaunerei. »

  • Eduard Stäuble, Die Schweiz und die geistige Situation der Gegenwart, Schweizerzeit-Schriftenreihe, Flaach 2000

Wahrheit & Glaube

Das Christentum ist Glaube, der Glaube verlangt eine Lehre, die Lehre Lehrsätze, Lehrsätze ein Ja oder Nein, Ja oder Nein Auseinandersetzungen.

Ursprünge

« Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Bleibt daher fest und lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen! »

Verbindungen

Persönliche Werkzeuge