Mehr Ordnung

Aus wiki.comanitas.com
Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Ordnung führt zu allen Tugenden. Was aber führt zur Ordnung?

Leitgedanken

  • Das Leben schafft Ordnung, aber die Ordnung bringt kein Leben hervor. Antoine de Saint-Exupéry
  • Das Chaos will anerkannt, will gelebt sein, ehe es sich in eine neue Ordnung bringen läßt. Hermann Hesse
  • Erlöse mich von der großen Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen. Teresa von Ávila
  • Ich konzentriere meine Kraft durch Ordnung meiner Wünsche. Rudolf Mann
  • Jedes Ding an seinen Ort, spart viel Zeit und böse Wort´. Volksmund
  • Nur aus Unordnung kann etwas Vernünftiges entstehen. Jean Monnet

Sonstiges

Gemeinschaft und Gesellschaft

Tönnies unterscheidet auf theoretischer Ebene zwischen zwei Arten kollektiver Gruppierungen kraft gegenseitiger „Bejahung“ der sozial Handelnden: „Gemeinschaft“ einerseits, „Gesellschaft“ andererseits.

Tönnies unterscheidet drei Arten der Gemeinschaft: Die „des Blutes“ (Verwandtschaft), „des Ortes“ (Nachbarschaft) und „des Geistes“ (Freundschaft), wobei letztere die menschlichste ist, weil am wenigsten instinktiv und durch bloße Gewöhnung entstanden.

„Gesellschaft“ ist ein Kreis von Menschen, die voneinander wesentlich getrennt sind, während sie in der „Gemeinschaft“ wesentlich miteinander verbunden waren. Handlungen in einer Gesellschaft erfolgen daher nicht im Hinblick auf eine vorhandene Einheit oder ein Gemeinwohl, sondern entspringen dem je eigennützigen Einzelwillen

Wilhelm Röpke

« Der Nationalökonom Wilhelm Röpke zählt zu den Architekten der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland. Gemeinsam mit anderen Vertretern der Freiburger Schule um Walter Eucken hat Röpke schon in der Zeit des Nationalsozialismus unter persönlichen Risiken und Entbehrungen dazu beigetragen, den Boden für einen freiheitlichen, zugleich wirtschaftlichen und moralischen Neubeginn Deutschlands zu bereiten. Der Liberale mit romantisch-konservativen Zügen, mit tiefer Abscheu vor jeder Spielart des Totalitarismus und mit fester christlicher Überzeugung wurde nach der Machtergreifung Hitlers von seinem Marburger Lehrstuhl vertrieben; sein Widerstand trieb ihn ins Exil. Er fand zunächst in der Türkei, dann in der Schweiz Zuflucht. Röpkes mit Herzblut vorgetragene Argumente gegen Wohlfahrtsstaat, "Fiskalsozialismus", Zentralismus, Kartelle und jede andere Art von Machtzusammenballung haben bis heute nichts von ihrer Treffsicherheit verloren, auch wenn sein Schreibstil charmant-altertümelnd anmuten mag. Das erschließt sich bei der Lektüre der Zitatensammlung, die Gerd Habermann, Leiter des Unternehmerinstituts der Arbeitsgemeinschaft selbständiger Unternehmer (ASU) und Sekretär der Friedrich-August-von-Hayek-Gesellschaft, zur Erinnerung an den vor hundert Jahren geborenen Ökonomen herausgegeben hat. Manche Zitate wirken gespenstisch hellsichtig, zum Beispiel wenn Röpke 1950 die aktuelle Kritik am Tarifkartell vorauszuahnen scheint: "Der Augenblick dürfte auch in Deutschland kommen, da eine gesetzliche Eindämmung der gewerkschaftlichen Monopolmacht ebenso als eine nationale Existenzfrage erkannt wird wie in den Vereinigten Staaten und damit die größte Lücke in der Antimonopolgesetzgebung geschlossen werden muss." Ein Nachwort des Tübinger Wissenschaftlers Joachim Starbatty rundet das lesenswerte, zum Schmökern gut geeignete Brevier ab. »

Denker der Civitas humana

« Gerade das Wertvolle und dauerhaft Gültige ist dem flüchtigen Zeitgeist oft lästiger Ballast, den er bereitwillig abwirft. Das gilt im ausklingenden 20. Jahrhundert, das ein Säkulum des Sozialismus und des Sozialdemokratismus war, besonders für das geistige Erbe jener Figuren, die es gewagt haben, inmitten der vom Fürsorgestaat proletarisierten Massen so etwas wie Grandseigneurs zu bleiben; Grandseigneurs des Geistes, der Bildung, des Herzens, des Charakters, der Haltung und der Sprache. Zu nennen wären beispielhaft Köpfe wie Ludwig von Mises, Elias Canetti, Salvador de Madariaga, Ortega y Gasset, Alexander Rüstow, Romano Guardini, Friedrich A. von Hayek - und eben last but not least Wilhelm Röpke. »

Die Natur ist ein Gefüge

Gemeinschaft von Individuen, die sich in Vielfalt ergänzen können (siehe auch BERLIN) ein Gefüge hat ein weit höhere Ordnung als ein Netz es folgt nicht nur einem Zweck, sondern hat auch einen Sinn jeder kann (s)eine Rolle spielen (Eigenart, Verantwortung) ein Gefüge wächst organisch (ist unsere Ökonomie, der Staat ein Gefüge - aber auch die Kirche?)

das "Soziale" ist dagegen eher ein Netz(werk)/Kollektiv (Problem ist dabei, wenn Ungleiche(s) "gleich" gemacht werden soll - soweit sie/es schon gleich ist/sind, macht es ja nichts...!)

Netze basieren oft auf Vorstellungen, man kann in ihnen gefangen sein, andere "fangen" ein Netz wird "gesponnen" (aus Vorstellungen) Selbstähnlichkeit und Musterbildung/Vervielfältigung

Gefüge hat eine Bestimmung, Netz nur eine Funktion

Medienschelte?

Medien: Sachgerechtigkeit und Vielfalt sind immer weniger gewahrt.

Beschwerde- und Beanstandungsstelle: "Ombudsmann" - für Bürger, die der Meinung sind, dass Sachgerechtigkeit und Vielfalt nicht gewahrt werden...

"Mediensplitter" - eigene "Meldestelle" im WIKI - offen für alle (vom Kommunisten bis zum Monarchisten...?) Meta-Medium / Medien-Spiegel / Medien-Evaluierung

Jeanne Hersch, die alte weise Philosophin aus Genf, sagte schon 1988: «Ich beobachte eine breite und tiefe Kluft zwischen denen, welche die öffentliche Meinung machen und dem Rest der Bevölkerung. Unter den heutigen Meinungsmachern herrscht weitgehende Übereinstimmung. Es ist ein unglaublicher internationaler Konformismus entstanden, der sich als nonkonformistisch ausgibt. Die schreibende und redende Welt ist einem Papageientum verfallen. Und je mehr diese Leute über mächtige Medien verfügen, desto konformistischer werden sie. Leider spielt dieser Kon-formismus zum Nachteil der demokratischen Ein-richtungen. Mit allen Mitteln wird versucht, die Bindungen an die freiheitliche Ordnung und an die Vergangenheit zu zerstören.»

Verbindungen