Mehr Sozialismus

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Nicht nur Geld kann man umverteilen, sondern auch Macht, Rechte usw. Nur das Schicksal lässt sich nicht umverteilen.

Leitgedanken

  • In der Marktwirtschaft ist das Gewinnmotiv das Leitprinzip. In der Zwangswirtschaft ist es die Disziplinierung. Es gibt keine dritte Möglichkeit. Ludwig von Mises, Die Bürokratie S 95
  • In einem Lande, in dem der einzige Arbeitgeber der Staat ist, bedeutet Opposition langsamen Hungertod. An der Stelle des alten Grundsatzes: "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen", ist ein neuer getreten: "Wer nicht gehorcht, soll nicht essen." Leo Trotzki
  • Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends. Winston Churchill
  • Der Sozialismus kann dazu dienen, die Gefahr aller Anhäufungen von Staatsgewalt recht brutal und eindringlich zu lehren und insofern vor dem Staate selbst Misstrauen einzuflößen. Friedrich Nietzsche

Sonstiges

Sozialismus steht wider alle Vernunft

Die Vorkämpfer des Sozialismus nennen sich Fortschrittliche, aber sie empfehlen ein System, das durch starre Einhaltung der Routine und durch Widerstand gegen jede Art Verbesserung gekennzeichnet ist. Sie nennen sieh Liberale, doch sie beabsichtigen, die Freiheit abzuschaffen. Sie nennen sieh Demokraten und verlangen doch nach einer Diktatur. Sie nennen sieh Revolutionäre, aber sie wollen den Staat allmächtig machen. Sie versprechen die Segnungen des Gartens Eden, aber sie planen, die Welt in ein riesiges Postamt zu verwandeln. Jeder Mensch nur ein nachgeordneter Handlungsgehilfe in einem Amt - welch verlockende Utopie! Welch edler Grund, für den es sieh zu kämpfen lohnt! Gegen diesen Wahnsinn an Agitation gibt es nur eine Waffe: die Vernunft. Nur gesunder Menschenverstand wird benötigt, um den Menschen davor zu bewahren, zur Beute illusionistischer Phantasien und leerer Schlagwörter zu werden.

  • Ludwig von Mises / Die Bürokratie, 1944, Seite 128

Sozialismus ist der schlimmste Totalitarismus

Totalitarismus... bedeutet die Unterordnung des Lebens, der Arbeit und der Freizeit eines jeden Individuums unter die Anordnungen derjenigen, die an der Macht sind und ein öffentliches Amt bekleiden. Er bedeutet die Erniedrigung von Menschen zu Zahnrädern in einer allumfassenden Maschine von Zwang und Nötigung. Er zwingt das Individuum auf jede Tätigkeit zu verzichten, die der Staat nicht gutheißt. Er toleriert keine abweichende Meinung. Er bedeutet die Unterwanderung der Gesellschaft in eine streng disziplinierte Arbeitsarmee ... oder in ein Zuchthaus . In jedem Fall bedeutet er einen radikalen Bruch mit derjenigen Lebensweise, der die zivilisierten Nationen in der Vergangenheit anhingen. Er bedeutet nicht bloß eine Rückkehr der Menschheit zum orientalischen Despotismus...; denn diese asiatischen Könige griffen nicht in das Alltagsleben ihrer Untertanen ein. Den einzelnen Bauern, Viehzüchtern und Handwerkern blieb ein Bereich von Tätigkeiten, bei deren Ausführung sie vom König und seinen Anhängern nicht behelligt wurden. Sie genossen eine gewisse Autonomie innerhalb ihres eigenen Haushalts und ihrer Familien. Anders ist es im modernen Sozialismus. Er ist totalitär im strengen Sinne des Begriffs. Er hält das Individuum vom Mutterleib bis ins Grab hinein straff am Zügel. in jeder Minute seines Lebens ist der «Genosse» zu unbedingtem Gehorsam gegenüber den Anordnungen der höchsten Behörde gehalten. Der Staat ist ihm Beschützer und Dienstherr in einem. Der Staat legt seine Arbeit fest, seine Ernährung und seine Freuden. Der Staat sagt ihm, was er zu denken und woran er zu glauben hat.

  • Ludwig von Mises / Die Bürokratie, 1944, Seite 33

Moral des Sozialen

Die neue Moral des Sozialen, wenn wir das Wort sozial wörtlich als "das Gefüge der Gesellschaft fördernd" nehmen, ist das Gegenteil dessen, was sie vorgibt. Sie ist im Wesentlichen ein willkommener Vorwand für den Politiker geworden, Sonderinteressen zu befriedigen. Das Soziale bezeichnet kein definierbares Ideal, sondern dient heute nur mehr dazu, die Regeln der freien Gesellschaft, der wir unseren Wohlstand verdanken, ihres Gehaltes zu berauben.

Wir verdanken den Amerikanern eine große Bereicherung der Sprache durch den bezeichnenden Ausdruck "weasel-word". So wie das kleine Raubtier, das auch wir Wiesel nennen, angeblich aus dem Ei allen Inhalt heraussaugen kann, ohne dass man dies nachher der leeren Schale anmerkt, so sind die Wiesel-Wörter jene, die, wenn man sie einem Wort hinzufügt, dieses Wort jedes Inhalts und jeder Bedeutung berauben. Ich glaube, das Wiesel-Wort par excellence ist das Wort "sozial". Was es eigentlich heißt, weiß niemand. Wahr ist nur, dass eine soziale Marktwirtschaft keine Marktwirtschaft, ein sozialer Rechtsstaat kein Rechtsstaat, ein soziales Gewissen kein Gewissen, soziale Gerechtigkeit keine Gerechtigkeit - und ich fürchte auch, soziale Demokratie keine Demokratie ist.

Ich muss gestehen, wenn Sie auch darüber entsetzt sein werden, dass ich nicht sozial denken kann, denn ich weiß nicht was das heißt. Ich sehe nur mit Besorgnis, dass dieser sprachliche Kollektivfetisch das Denken zerstört, und ich muss an den Ausspruch von Konfuzius denken, der einmal gesagt haben soll, dass, wenn Worte ihre Bedeutung verlieren, die Menschen ihre Freiheit verlieren. Mir will fast scheinen, als ob das nächste Wort, das daran ist, auch zum Wiesel-Wort zu werden, das Wort Demokratie selbst ist, sei es nun Volks- oder Sozial-Demokratie. Die schönen Symbole der Freiheit werden langsam alle in Irrlichter verwandelt, die uns einen falschen Weg führen.

Nun, meiner Weisheit, wie Sie wohl finden werden, etwas grauenhafter Schluss ist also: Nicht was vom Menschen als nützlich verstanden wurde, sondern nur was sich ohne sein Verständnis für die Förderung seiner Vermehrung als wirksam erwiesen hat, regiert tatsächlich die Geschichte, ob wir dies nun mögen oder nicht; und wahrscheinlich hat dieser Umstand auch bestimmt, was die Werte sind, die zumindest in der Vergangenheit die Mehrzahl der Menschen geleitet haben.

  • Friedrich A. von Hayek, Wissenschaft und Sozialismus

Mehr Markt statt Bürokratisierung

« ... Wer mit besseren Ideen und größerer Überzeugungskraft die Jugend gewinnt, der gewinnt damit die Zukunft. Die Lektüre formt das Bewußtsein – und das Bewußtsein formt das Sein. Die Einsicht, daß Freiheit die Voraussetzung für schöpferische Leistung ist – die Erfahrung, daß sozialistisches Gleichheitsstreben den Menschen Motivation und Kreativität nimmt und die Wirtschaft lähmt –, muß im Bewußtsein der jungen Generation stärker verankert werden. Frei nach Thomas Mann: Ideen von heute sind Taten von morgen. »

Der Weg zur Knechtschaft

Ein Kollektiv ist keine Person, hat keine Persönlichkeit und kein Gewissen. Demnach kennt es auch weder Selbstverantwortung noch Freiheit und bringt notwendig Knechtschaft hervor.

Sozialismus zerstört den Charakter

« Wo gäbe es denn in einem kollektivistischen Staate, in dem jeder Mensch in seiner nackten Existenz von der Obrigkeit abhängig ist, noch genügend selbständige Menschen, die sich die leiseste Kritik an den Staatsherrschern leisten könnten, oder Charakterhelden, die selbstmörderisch genug wären, ihren Rücken nicht zu beugen? Man darf zweifeln, ob sich alle mit dem Kollektivismus Flirtenden genügend überlegt haben, daß sie eine Gesellschaftsverfassung anstreben, in der Charakterlosigkeit, krumme Rücken und geschlossene Lippen das unzweifelhaft sichere Ergebnis sein werden. »

Jedem das Deine ?

Der Papa (Staat) wird’s schon richten…

Österreich ist ein Parteienstaat...

In allerletzter Konsequenz basiert „Recht“ (leider) immer auf dem Faustrecht (oder auf einer Vorstellung, also Ideologie.) Recht fällt nicht vom Himmel. (Es muss respektiert werden und durchsetzbar sein.) Und Recht ist nicht vermehrbar: Wer Rechte „gibt“, muss auch Rechte nehmen. (Neue Rechte entwerten die alten.)

Die Zeit der „unheiligen Allianz“ aus Materialismus, Sozialismus und Wissenschaft ist vorbei. „Echte“ Religion: Es gibt immer etwas Größeres als den Größenwahn des Einzelnen… „Die Wissenschaft“ hingegen, ist eine Religion ohne Gott, die Indizien gerne als Beweise verkauft.

„Die Wissenschaft“ ist eine Expertokratie, ein Spezialistenkartell: Menschen, die immer mehr über immer weniger wissen (und es oft nicht einmal wirklich verstehen - aus Mangel an Bewusstsein für Zusammenhänge und die Folgen eigenen Verhaltens!) – und die einander gegenseitig stützen, um an der Macht zu bleiben, die Deutungshoheit nicht zu verlieren. (Oft verbündet mit Parteien, Industrien, Medien, Ideologien aller Art…)

„Wir sind alle benachteiligt!“

Verlierer müssten nicht unbedingt benachteiligt sein: Könnten sie nicht auch einfach faul, feige oder charakterlos sein? Auch die „Verlierer“ haben meist mitgespielt, in den „Casinos des Lebens“. (Wen der liebe Gott „benachteiligt“ hat, den soll der Staat bevorzugen...?)

Gleichheit ist eine Illusion; Gleichmacherei geradezu eine Sünde! Wer jedoch heute nicht glaubhaft machen kann, dass er „benachteiligt“ ist, ist wohl wirklich benachteiligt.


Ohne Kapitalismus kein Sozialismus

Der Sozialismus lebt vom Kapitalismus. Beide sind materialistisch. Bei beiden geht es nicht in erster Linie um das Individuum, seine Eigenart, seine Fähigkeiten, Interessen und wirklich essenziellen Bedürfnisse. Es geht mehr um Ideologie, also um die Rechtfertigung von eigennützigen Partikularinteressen. (Also um den Egoismus von Gruppen.) Ideologie basiert immer auf Verdrängung. Der für die eigene Gruppe unbequeme Teil der Wahrheit, wird verdrängt. Die ganze Wahrheit, das ganze Bild, verträgt hingegen keine Ismen.

Manche sagen, der Kapitalismus sei ein Casino. Dabei wird aber meist vergessen, dass auch die Verlierer in diesem Casino mitspielen! Und zwar freiwillig. Verlieren sie dann jedoch, schieben sie gern den Siegern die Schuld zu... Spiel, Wettbewerb und Ungleichheit sind natürlich, nützlich und motivierend. Allerdings nur bis zu einem gewissen Grad. Nicht als Selbstzweck.

Agieren wir nicht letztlich wie der Hans-im-Glück, wenn wir uns selbst verstellen, verlieren und verkaufen; wenn wir uns aus uns selbst vertreiben lassen? Doch es gibt keinen Ersatz für den ureigensten Wesenskern, die einmalige Identität – mit ihren Talenten, Neigungen und Tugenden. Jeder hätte wohl (s)eine Rolle, (s)einen Platz – wenn auch nicht jeder eine Hauptrolle spielen kann. Da jedoch fast jeder gerne eine Hauptrolle spielen möchte, gehen alle ins Casino… Und verlieren auch noch das, was sie hätten haben können! Und dann brauchen sie alle Arten von Kompensation: Ersatzbefriedigungen (Konsum verbindet Kapitalismus und Sozialismus wie kaum etwas anderes), Sozialleistungen – letztlich aber auch „Prothesen“ aller Art (oft getarnt als „wissenschaftlicher Fortschritt“ – eigentlich aber oft eher eine Flucht in die Eskalation), die es ihnen ermöglichen, das Fehlende zu ersetzen. Allerdings natürlich nie vollständig, was zur Dosissteigerung zwingt - bis zur Sucht. (Wodurch dann äußere Zwänge oft durch innere Zwänge ersetzt werden.)

Kapitalismus oder Sozialismus

Linkes (Bildungs-)Elend verhindert, dass massgebliche Lehrer der Österreichischen Schule der Nationalökonomie gehört werden:

Entweder Kapitalismus oder Sozialismus. Tertium non datur.

Nationalökonomische Erkenntnis führt notwendigerweise zum Liberalismus. Denn sie zeigt einerseits, daß es für die Ordnung des Eigentumproblems in der arbeitteilenden Gesellschaft nur zwei Möglichkeiten gibt: Das Sondereigentum und das Gemeineigentum an den Produktionsmitteln, und daß das angebliche Mittelding des »regulierten« Eigentums entweder sinnwidrig ist, weil es nicht zu den beabsichtigten Zielen führt und nichts anderes bewirkt, als Störung des Ablaufes der kapitalistischen Produktion, oder bis zur vollen Vergesellschaftung der Produktionsmittel getrieben werden muß. Sie zeigt anderseits – und diese Erkenntnis ist in voller Klarheit erst eine Errungenschaft der jüngsten Zeit –, daß eine arbeitteilende Gesellschaft, die auf dem Gemeineigentum an den Produktionsmitteln aufgebaut ist, nicht lebensfähig wäre, weil in einer solchen Gesellschaft Geldrechnung und damit Rationalität nicht denkbar sind. Nationalökonomische Erkenntnis steht somit den heute die ganze Welt beherrschenden sozialistischen und syndikalistischen Ideologien im Wege. Daher der Kampf, der allenthalben gegen die Nationalökonomie und gegen die Nationalökonomen geführt wird.

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