Mehr Subsidiarität

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Was von den einzelnen Menschen mit eigener Kraft und durch eigene Tätigkeit geleistet werden kann, darf ihnen nicht entrissen und der Gemeinschaft übertragen werden. Ebenso ist es eine Ungerechtigkeit und zugleich eine schwere Verletzung und Störung der rechten Ordnung, wenn Aufgaben, die von den kleineren und untergeordneten Gemeinschaften bewältigt und ausgeführt werden können, der höheren und übergeordneten Gesellschaft zugeschrieben werden.

Leitgedanken

  • Alle unseren natürlichen Anlagen sind dem Leben in einer kleinen Gruppe gemäß; sie entsprechen einer Lebensart, in der überschaubare Verhältnisse, klare Beziehungen zu allen Mitgliedern einer Gruppe bestehen können. In dieser sozialen Umwelt arbeiten unsere Beziehungsstrukturen am richtigsten, vermögen wir unsere Eigenart im Vergleich einigermaßen einzuschätzen, zur Geltung zu bringen und ein tragbares Gleichgewicht mit den genau bekannten Vorzügen und Nachteilen der anderen zu bringen. Adolf Portmann
  • Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, daß ein Ding kein Gift ist. Paracelsus
  • Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen. So wird dir Ärger erspart bleiben. Konfuzius
  • Hilf dir selbst, so hilft dir Gott ! Justus Georg Schottelius / Friedrich Wilhelm Raiffeisen
  • In der Kürze liegt die Würze. Volksmund
  • Jeder für sich und Gott für alle? Die Ersten werden die Letzten sein. Gemeinschaft der Individuen – statt Kollektiv der Egoisten. Individualismus und Mitgefühl! Christoph Bösch
  • tres faciunt collegium (Drei bilden die Gemeinschaft) Marcus Tullius Cicero
  • Wie fruchtbar ist der kleinste Kreis, wenn man ihn wohl zu pflegen weiß. Johann Wolfgang von Goethe
  • Was der Einzelmensch aus eigener Initiative und mit seinen eigenen Kräften leisten kann, darf ihm nicht entzogen und der Gesellschaftstätigkeit zugewiesen werden. Subsidiarität

Sonstiges

Schwerpunkt nach unten

Es muss alles getan werden, um den Schwerpunkt der Lebensverantwortung wieder zu verlegen vom staatlichen Zentrum an die Stelle, die gesundes Denken und geschichtliche Erfahrung als die natürliche Stelle verlangt, hin zum einzelnen inmitten seiner Familie, zu den dezentralisierten staatsfreien Organisationen, zu den breiten Schichten der Völker. An dieser Aufgabe entscheidet sich das Schicksal unserer Kultur deren Wesen Freiheit und Persönlichkeit sind.

Einigung durch Teilung

Welteinigungspläne [...] sind todernste Propositionen, humorlos und einem Menschentypen angepaßt, den man sich als ein Kollektivwesen vorstellt und als Vieh niederer Gattung; und sie erinnern mich mit all ihren seriösen Ausführungen immer an den Professor für Statistik, der dem Satan vorschlägt, wie er die Hölle organisieren soll. Worauf ihm Satan mit felsenerschütternden Gelächter zur Antwort gibt: "Die Hölle organisieren? Mein lieber Herr Professor! Organisation ist die Hölle."

Verbindungen