Mehr Umverteilung

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Meine Herren, eher legt sich ein Hund einen Wurstvorrat an, als eine demokratische Regierung eine Budgetreserve !

Leitgedanken

  • In der Demokratie kann man ohne Umverteilung kaum Wahlen gewinnen. Christoph Bösch
  • Jeder tue so, wie er es in seinem Herzen beschlossen hat, nicht widerwillig oder aus Zwang, denn Gott liebt einen fröhlichen Geber. 2.Kor 9,7
  • Mensch mit zugeknöpften Taschen, dir tut keiner was zu lieb. Hand wird nur von Hand gewaschen, wenn du nehmen willst, dann gib. Goethe
  • Zu spät gibt, wer erst dem Bittenden gibt. L. Annaeus Seneca

Sonstiges

Der Wohlfahrtsstaat

- Die Geschichte eines Irrweges

Betrug durch Umverteilung

Wie der Stuttgarter Sozialphilosoph Günter Rohrmoser ausführte, ist dieser Sozialstaat mit seinen beispiellosen Erfolgen und Leistungen an die Stelle Gottes getreten. Heute erwarten wir vom Sozialstaat das, was die Menschen vor der Aufklärung von einem gnädigen Gott erwartet und erbeten haben. [...] Das vornehmste Ziel ist die Sicherung der Zuteilungsquote, verbunden mit der Hoffnung, mehr aus dem Umverteilungstopf herauszubekommen als man einzahlen musste.

Manchmal lohnt es, sich eine Viertelstunde Zeit zu nehmen, um anstelle seichter Zeitungslektüre einigen etwas anspruchsvolleren Gedanken nachzuspüren. Albert Wieland, der Verfasser des angehefteten Artikels, ist der Nachlassverwalter und Schüler des vor ca. 18 Monaten verstorbenen Prof. Günter Rohrmoser und Leiter der Gesellschaft für Kulturwissenschaft. Jeder Versuch, seine Gedanken zusammenzufassen, misslingt mir. Ich vermag lediglich die dargelegten Gedanken nachzuvollziehen, stehe aber noch mitten drin, nicht darüber.

Im letzten Informationsbrief hatte ich Wieland zitiert, der Rohrmosers Gedanken in etwa so wiedergab: der Überlebensimperativ bestehe in einer Wiederaneignung der suspendierten Herkunftskultur inklusive ihrer Stiftungsreligion. In der Geschichte könnten Situationen eintreten, in denen ein paar Schritte zurück der einzige Weg wären, uns voranzubringen.

Ich wünsche herzhaften Gewinn beim Lesen. Ein kleines Echo wirkt immer ermutigend. Ernsthafte Kritik verstehe ich als Zeuge einer gelungenen Anregung, sich dem Thema zu stellen.

Weder Markt, noch Staat

Einfach nur Freiheit!

Muss es für alles einen Plan, eine Institution geben? Muss alles ein Geschäft sein?

Können nicht einfach Menschen leben, ihren Interessen folgen, ihre Fähigkeiten entfalten, ihre entsprechenden Bedürfnisse befriedigen? Brauchen wir für alles ein Gesetz, ein Amt, einen Experten? Muss alles einen Preis haben? Muss das Leben von der Wiege bis zur Bahre geplant und institutionalisiert sein? Könnte es nicht auch eine Schicksalsgemeinschaft von Individuen sein? (In Freiheit – basierend nicht zuletzt auf der Bereitschaft, sich auch in andere hinein zu versetzen, dadurch Mitgefühl zu entwickeln.)

Wenn sich jeder mehr bemühte zu geben, was er kann oder hat – und nur zu nehmen, was er wirklich braucht, dann benötigten wir weniger Umverteilung, weniger Gerichte, weniger Konsum als Ersatzbefriedigung. Und dann stiege die ZuFRIEDENheit, sparten wir Ressourcen, erzeugten weniger Abfall, würden gesünder – und hätten letztlich auch ein interessanteres Leben. Das wäre doch zumindest einmal ein lohnendes Ziel – oder?

Ein Plädoyer für die Marktwirtschaft

« Die Marktvertrauenskrise liegt nicht nur am Versagen von Geld- und Ordnungspolitik, sondern auch am weit verbreiteten Rechtsstaats- und Marktwirtschafts-Analphabetismus. »

Freiwillige Umverteilung

Was brauchen wir wirklich - und was wären wir bereit, dafür zu tun?

Die meisten von uns haben viele Dinge, die sie gar nicht brauchen; dafür aber viele andere nicht, die weit wichtiger wären… Da könnte man vielleicht „umverteilen“. Sinnvoll umzuverteilen hieße vor allem, Prioritäten zu setzen. Aber nicht durch eine äußere, „höhere“ Gewalt, sondern aus eigener, innerer Notwendigkeit: Wie nütze ich meine Zeit, Energie, finanziellen Mittel? Die Kompensation beginnt ja bereits in der Kindheit. Wir werden dafür belohnt, dass wir uns verstellen. Eine doppelte Ressourcenverschwendung: Einerseits unserer eigenen Talente; andererseits der Mittel, die uns als Ersatz angeboten werden…

Kompensation und Ersatzbefriedigungen werden jedoch schnell zur Norm: Symptombekämpfung, „Prothesen“ aller Art - und Konsum, bis zur Sucht. Wir entfernen uns so immer weiter von uns selbst, dem Eigentlichen. Die Abhängigkeit steigt, mit ihr die Unzufriedenheit. Also muss die Dosis gesteigert werden - usw. … Gier basiert oft auf Neid – und der Angst (und Erfahrung!), zu kurz zu kommen. Gebt (vor allem aber: lasst!) den Kindern, was sie brauchen; mischt euch nicht ein… Und dann gebt selbst, was ihr geben könnt – und nehmt nur, was ihr dazu wirklich braucht. Umverteilung ist eine Maschinerie, von der Parteien, Industrien, Medien, aber auch viele Experten leben. Sie werden sich wehren, tausende Ausreden finden. (Um weiterhin „gebraucht“ zu werden...) Es wird nicht leicht, weil uns unsere Süchte ja auch selbst lieb geworden sind… Aber es geht – und der Lohn ist groß: Freiheit, Zufriedenheit, Frieden.

Umverteilung

... ist jede Änderung marktgenerierter Einkommens- und Vermögensverteilung durch Politik. Die Instrumente sind zahlreich - nein zahllos: von simplen Transfers über Subventionen aller Art, Steuerprogression und Steuerausnahmebedingungen, politische Eingriffe in Sozial"versicherungen" und mannigfaltigste Protektorismen bis hin zu allen regulierenden Eingriffen in Vertragsfreiheit und Marktgeschehen, ob diese nun den Ladenschluss, "Entsenderichtlinien" oder das Tarifvertragsrecht betreffen. Gesamtzahl der Umverteilungstatbestände: Tausende; Transparenz: Null; Nettoeffekt: unbekannt und kaum zu ermitteln.

Nur hoffnungslos Naive glauben, dass Umverteilung immer von den Besser- zu den Minderbemittelten erfolge; der Realität entspricht viel eher das Bild des ungehemmten Catch-as-catch-can, in dem jeder über die Politik zu holen versucht, was er am Markt nicht (oder nur mit größerem Aufwand ) bekommt. Ausschlaggebend ist nicht Bedürftigkeit, sondern Lobby-Stärke.

Dabei gibt es bei Licht besehen nur zwei wirklich legitime Umverteilungsgründe:

  1. Umverteilung wegen Menschenwürde, das heißt, Hilfe für die wirklich Bedürftigen, die zu einem selbstverantwortetem Leben nicht aus eigener Kraft imstande sind, und
  2. Umverteilung wegen Chancengleichheit, das heißt, dass die Chance aller, die ihrer Befähigung und Leistung entsprechende Stellung in der Gesellschaft zu erreichen, nicht aus materiellen Gründen irreal bleiben darf - oder anders ausgedrückt: Umverteilung zugunsten von Bildungschancen.

Was darüber ist, ist von Übel.

Gebrauchsanweisung zur Umverteilung

... und Stimmenmaximierung

Man nimmt einigen relativ viel, gibt vielen relativ wenig – gewinnt dadurch Wahlen – und damit die Macht, das Umverteilungsspiel fortsetzen zu können. Nicht durch gute Politik, sondern durch Stimmenmaximierung per Gießkanne und Wahlzuckerl. Die Bürger sind dabei nur Schachfiguren: Als Wähler - aber auch als jene, denen genommen oder gegeben wird. Nur die Stimmenmaximierung zählt wirklich.

Man sucht Sündenböcke, macht Vorwürfe, leitet daraus Ansprüche ab. Jene, denen genommen wird, werden auch noch verteufelt. Damit jene, die ihnen etwas nehmen, sich selbst als Schutzpatrone gerieren, als Moralapostel fühlen können... Nicht den Politikern verdanken wir diverse Sozialleistungen - sondern jenen, die sie bezahlen.

Die echten "Gutmenschen" sind nicht die Umverteiler, sondern eher jene, von denen sie es nehmen. (Geld, Freiheit, Rechte usw.)

Situationsbericht

Es wäre sicher wichtig, die Bürger eben wirklich zu Vertragspartnern zu machen - mit Rechten und Pflichten... Mehr Freiheit, mehr Verantwortung. Individualisierung der Politik: Repräsentativere Vertretung durch persönlich gewählte Abgeordnete, Volksbefragungen etc.

Die Politik verspricht zu viel, aber die Wähler erwarten sich ja auch zu viel...

Wir haben zu viel Fehlsteuerungsaufwand, zu viel "Verwaltung" und zu viel Umverteilung. Kompensation statt unmittelbarer Bedürfnisbefriedigung und Problemlösung - Umwege, Flucht in die Eskalation, Symptombekämpfung... Die eigentlichen Probleme werden oft verdrängt, auf Ersatzschauplätzen wird gestritten.

Verbindungen