Politische Korrektheit
Vorwort
Es gibt kein Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster, das nicht von Geheimhaltung lebt. Bringt diese Heimlichkeiten ans Tageslicht, beschreibt sie, macht sie vor aller Augen lächerlich, und früher oder später wird die öffentliche Meinung sie hinwegfegen. Bekannt machen allein genügt vielleicht nicht - aber es ist das einzige Mittel, ohne das alle anderen versagen.
Leitgedanken
- Auf die Dauer vermag auch die frechste und bestorganisierte Propaganda nichts gegen die Wahrheit. Albert Schweitzer
- Die politische Korrektheit kann keine legitime Grenze der Meinungsfreiheit sein. Roman Herzog
- Die Wahrheit ist die grösste Kraft – doch in der Politik scheint die Lüge in all ihren Formen als Prinzip zu wirken. Karl Jaspers
- Es war die Art zu allen Zeiten, [...] Irrtum statt Wahrheit zu verbreiten. Johann Wolfgang von Goethe
- Ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass Sie Ihre Meinung frei äussern können. Voltaire
- Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht. Thomas Jefferson
- Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das, den Leuten sagen zu können, was sie nicht hören wollen. George Orwell
Sonstiges
Die Aufklärung ist tot
„Wissenschaft“ und Political Correctness sind Schimären
Letztlich gewinnt im Leben immer das Empfinden über die Vorstellung! „Denken“ können auch Maschinen, fühlen tut nur der Mensch. Jeder Einzelne kann jedoch nur allein und für sich empfinden, was er glaubt... Gesetze gibt es in der unbelebten Natur - im menschlichen Bewusstsein, Leben, Handeln, gibt es höchstens Wahrscheinlichkeiten. Also auch keine Beweise, sondern höchstens Indizien!(Was unsere Institutionen an „Gesetzen“ erlassen, sind ja meist auch nur unzulängliche Reaktionen auf manifeste Missstände.)
Der Mensch, das Leben ist subjektiv. „Subjekt“ heißt Unterworfener. (Gott, einer Bestimmung, der Evolution?) Objektiv ist nur der Tod. (Wie stark und „fortschrittlich“ wir auch sein mögen: Solange wir leben, werden wir uns niemals an den eigenen Haaren aus irgendeinem Sumpf ziehen können…)
Der Sozialismus hat die Mechanik (aus der Physik) auf die Gesellschaft übertragen. Anfangs mit gewissen Erfolgen. Mittlerweile ist der Grenznutzen negativ. Die Political Correctness ist ein letzter Versuch, das Bewusstsein der Massen zu kapern und gleichzuschalten. (Durch den Missbrauch des Begriffes „Recht“.) Auch dieser Versuch steht vor dem Scheitern. Die Gefahr besteht sogar, dass die Gegenreaktion so scharf wird, dass es selbst den jetzigen Kritikern leid tut…
Die Aufklärung war eine Infragestellung, keine Antwort! Sie ist längst verklärt und erstarrt. In einer eher abgeklärten Gesellschaft, bräuchte man nun ganz andere Formen (und Inhalte) von Aufklärung. (Zum Beispiel gegenüber modernen Arten von Inquisition – etwa unter dem Deckmantel von „Wissenschaftlichkeit“ und ideologischer Korrektheit.)
Zwischen Faustrecht und Political Correctness
Letztlich geht das Recht immer von der (größeren) Gewalt aus (und sei es Gott). Der Stärkere, die größere Masse bestimmt, wer was darf oder muss. Im Idealfall („gütiger Herrscher“), wird die Macht, die mit der Rechtsetzung verbunden ist, nicht missbraucht. Ist die Demokratie eine gütige Herrschaftsform? Nur dann, wenn die Massen ihre (zum Teil billigen) Instinkte im Griff haben – was nicht immer der Fall ist. (Das spricht gegen zu viel direkte Demokratie – aber nicht gegen eine wirklich repräsentative Demokratie!)
Political Correctness ist die Diktatur der Partikularinteressen. Außerdem ist sie eine Illusion, die davon ausgeht, dass die Menschheit automatisch „besser“ wird, wenn man Begriffe verändert.
Die politische Korrektheit
... ist politisch nicht korrekt
Wenn der vermeintlich rücksichtsvolle Sprachgebrauch auch auf „falsche“ und „richtige“ Inhalte ausgedehnt wird, wird die politische Korrektheit zu ihrer eigenen Bedrohung und zu einer Gefahr für die Meinungsfreiheit.
Politik mit verfälschten Begriffen
« ...so dass keiner mehr die Sprache des andern versteht »
Sie kennen die alte Geschichte vom Turmbau zu Babel: «Wohlan, sagten die Leute zueinander, lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis zum Himmel reicht!» Jahwe fand dieses Vorhaben der Menschen vermessen, ihr Hochmut ärgerte ihn. «Das ist der Anfang ihres Tuns,» vermutete er, «wenn ihnen dieser Turm gelingt, wird für sie nichts mehr unausführlich sein, was immer sie zu tun ersinnen.»
So steht's im ersten Buch Moses. Und Jahwe entschloss sich, hinabzusteigen, und zur Strafe für ihre Überheblichkeit verwirrte er die Sprache der Menschen, so dass keiner mehr die Sprache des andern verstand.» Da mussten sie den Bau der Stadt und des Turmes einstellen, und Jahwe zerstreute sie von dort über die ganze Erde.
- Die Rassismus-Etikette
- Heimat- und Nationalgefühl auf der Anklagebank
- Unwort «Fundamentalismus»
- Multi-Kulti-Durcheinander
- Missbrauchte Toleranz
- Die Populismus-Keule
- Überholtes Links-Rechts-Schema
- «Bürgerlich» ist ein schillernder Begriff geworden
Wortfetische und «Begriffsgötter» (Nietzsche) lauern überall und stellen uns Fallen. Sie werden von geheimen politischen Verführern ganz bewusst und gezielt eingesetzt. Noch zu allen Zeiten diente die Sprache als Mittel der Irreführung.
Eliminierung von Andersdenkenden
... via politische Korrektheit
« Wer sich politisch „korrekt“ verhält, wird hochgejubelt, die „Unkorrekten“, die nicht ins Schema passen, müssen weichen und werden eliminiert. »
Die politische Korrektheit
In der Tat hat sich nicht nur in Österreich, sondern quer durch Europa in den letzten Jahren und Jahrzehnten ein Klima der politischen Intoleranz entwickelt, das es immer schwieriger macht, nonkonformistische Meinungen zu äußern. Und leider spielt bei dieser Rolle auch die Europäische Union eine unheilvolle Rolle, die unter dem Vorwand der Beseitigung angeblicher Diskriminierungen - Stichwort: Antidiskriminierungsrichtlinie - die Meinungsfreiheit immer stärker einschränkt.
Was dahinter steckt, ist klar: All jene, die Europa in seiner historisch gewachsenen ethnischen und kulturellen Vielfalt wahren und weiterentwickeln wollen, sollen zu Schweigen gebracht werden. Schließlich sind in der EU die Tendenzen zur Nivellierung, zur Schaffung eines "melting pots" unübersehbar, an dessen Ende der europäische Einheitsmensch stehen soll der in erster Linie ein braver Konsument zu sein hat. Wer sich gegen die Dogmen der politischen Korrektheit auflehnt, wird denunziert und diffamiert, was mit erheblichen Nachteilen verbunden sein kann. Und die Mehrheit, die ebenfalls nonkonformistische Meinungen vertritt, schweigt aus Furcht. Somit setzt sich, um mit den Worten Elisabeth Noelle Neumanns zu sprechen, eine Schweigespirale in Gang.
Um so wichtiger ist es, diese Schweigespirale zu durchbrechen. Gemeinsam mit Freunden aus patriotischen Parteien anderer EU-Staaten, aber auch als Herausgeber der Wochenzeitung Zur Zeit arbeite ich daran, daß der Meinungsfreiheit wieder jener Stellenwert zukommt, der ihr gebührt.
Die politische Korrektheit
« Das System, mit dem Medienschaffende politisch Einfluss nehmen und Druck ausüben, kann mit dem modernen Ausdruck „Politische Korrektheit“ (aus dem Englischen; „political correctness“) beschrieben werden. Wer sich politisch „korrekt“ verhält, wird hochgejubelt, die „Unkorrekten“, die nicht ins Schema passen, müssen weichen und werden eliminiert.
Wie naheliegend der Vergleich mit intoleranten Glaubensgemeinschaften ist, formulierte der Publizist und Professor Eduard Stäuble in seinem Aufsatz im Badener Tagblatt vom 22. Juni 1996 anschaulich ... »
Politische Korrektheit - semantische Verbotstafeln
Die Diktatur der „Politischen Korrektheit“
