Schicksal und Zufall

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Foto Christoph Bösch

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Der Zufall ist ein Rätsel, welches das Schicksal dem Menschen aufgibt.

Leitgedanken

Neu

  • Doch mit des Geschickes Mächten / Ist kein ewger Bund zu flechten. Das Lied von der Glocke / Friedrich von Schiller
  • Du wirst einsehen lernen daß jeder Mensch der Schöpfer seines eigenen Glücks ist, und meistens ungerechter Weise das Schiksal anklagt. Wer im Stande ist den Zweck seiner Bestimmung und seines Lebens einzusehen, und daher einig mit sich selbst ist, dem können die widerlichen wie die glücklichen Zufälle des Lebens nur zur weiteren Ausbildung und Beruhigung führen. Carl Maria von Weber
  • Wo behauptet wird, daß alles vom Schicksal vorbestimmt ist, kümmern sich die Herrschenden nicht mehr um Ordnung im Staat und die Untertanen nicht mehr um ihre Arbeit. Alte Chinesische Weisheiten
  • Wozu die Menschen da sind, wozu "der Mensch" da ist, soll uns gar nicht kümmern: aber wozu Du da bist, das frage dich: und wenn Du es nicht erfahren kannst, nun so stecke Dir selber Ziele, hohe und edle Ziele und gehe an ihnen zu Grunde! Ich weiss keinen besseren Lebenszweck als am Grossen und Unmöglichen zu Grunde zu gehen: animae magnae prodigus. Friedrich Nietzsche
  • Klage nicht zu sehr über einen kleinen Schmerz; das Schicksal könnte ihn durch einen größeren heilen! Friedrich Hebbel
  • Die Verzweiflung schickt uns Gott nicht, um uns zu töten, er schickt sie uns, um neues Leben in uns zu erwecken. Hermann Hesse
  • Unser Schicksal liegt nicht in den Händen der Sterne, sondern in unseren eigenen. William Shakespeare zugeschrieben

A - D

  • Alles, was dir geschieht, ist dir aus der Ewigkeit vorausbestimmt. Jener große Zusammenhang von Ursache und Wirkung hat beides, dein Dasein und dieses dein Geschick, von Ewigkeit aufs innigste verwoben. Mark Aurel
  • Daher muß man sich durchringen zur Freiheit; diese aber erreicht man durch nichts anderes als durch Gleichgültigkeit gegen das Schicksal. Seneca
  • Das Größte und Schönste dem Zufall zuzuschreiben, wäre gar zu leichtfertig. Aristoteles
  • Das Schicksal hat nichts so schlimm gemacht, dass nicht irgendwo auch Freuden das Leid milderten. Lateinische Lebensweisheiten
  • Das, wobei unsere Berechnungen versagen, nennen wir Zufall. Albert Einstein
  • Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen zerrt es. Seneca
  • Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er. Hebr 12,6
  • Der tröstende Gedanke aber bleibt fort und fort, dass Gott auch widrige und schmerzliche Schicksale nur aus Liebe sendet, um unsere Gesinnungen zu läutern. Wilhelm von Humboldt
  • Der Zufall ist die Form, in der sich das Notwendige durchsetzt. Hegel
  • Die Sterne sind nur der Vater Deines Schicksals. Die Mutter ist Deine eigene Seele. Johannes Kepler
  • Die Vorsehung wirkt ihre höchsten Ziele durch scheinbare Zufälle. John Henry Newman

E - Z

  • Eine innere Situation, die man sich nicht bewusst gemacht hat, taucht außen als Schicksal auf. C.G. Jung
  • Einsamkeit ist der Weg, auf dem das Schicksal den Menschen zu sich selber führen will. Hermann Hesse
  • Erst unter den Hammerschlägen des Schicksals, in der Weißglut des Leidens an ihm, gewinnt das Leben Form und Gestalt. Viktor Frankl
  • Es gibt keine Lage, die man nicht veredeln könnte, entweder durch Leisten oder Dulden. J.W. Goethe
  • Es gibt sehr wenig böse Menschen und doch geschieht so viel Unheil in der Welt. Der größte Teil dieses Unheils kommt auf Rechnung der vielen, vielen guten Menschen, die weiter nichts als gute Menschen sind. Johann Nestroy
  • Gott würfelt nicht. Albert Einstein
  • Jeder Mensch hat sein eigenes Schicksal, weil jeder seine eigene Art zu sein und zu handeln hat. Johann Gottfried von Herder
  • Mag dir dies und das geschehn, lerne still darüber stehn, sieh dir selber schweigend zu, bis das wilde Herz in Ruh. Christian Morgenstern
  • Man muß ertragen lernen, was man nicht vermeiden kann. Montaigne
  • Mensch, werde wesentlich: denn wenn die Welt vergeht, so fällt der Zufall weg, das Wesen, das besteht. Angelus Silesius
  • Nicht den Schnellen gehört im Wettlauf der Sieg, / nicht den Tapferen der Sieg im Kampf, / auch nicht den Gebildeten die Nahrung, / auch nicht den Klugen der Reichtum, / auch nicht den Könnern der Beifall, / sondern jeden treffen Zufall und Zeit. Koh 9,11
  • Nimm die Gelegenheit vorn bei dem kurzen Haar, sonst beut sie hinten dir den kahlen Nacken dar. Friedrich Rückert
  • Oberflächliche glauben an Glück und Zufall. Tatkräftige glauben an Ursache und Wirkung. Ralph Waldo Emerson
  • Unserer Kraft verschafft das Schicksal Spielraum; nur dem Trägen, dem Willenlosen stellt es sich entgegen. William Shakespeare
  • Was die Schickung schickt, ertrage! Wer ausharrt, wir gekrönt. Johann Gottfried von Herder
  • Wechselnde Pfade, Schatten und Licht, alles ist Gnade, fürchte dich nicht. Hausspruch aus dem Baltikum
  • Wenn etwas gewaltiger ist als das Schicksal, so ist es der Mut, der es unerschüttert trägt. Emanuel Geibel
  • Wer heute einen Gedanken sät, erntet morgen die Tat, übermorgen die Gewohnheit, darnach den Charakter und endlich sein Schicksal. Gottfried Keller

Sonstiges

Vom Mut zur eigenen Erfahrung

Berufung

Berufung ist die Wiederherstellung der Beziehung zwischen Gott und Mensch, auf dass der Mensch heil werde und zu seiner wahren Identität finde. … In der Berufung gibt Jesus meiner Identität ihre ewige Verankerung und beginnt, meine Persönlichkeit nach der seinigen umzugestalten. In der Sendung fließt meine Berufung gleichsam zu meinen Mitmenschen über, so dass auch sie ihre Früchte genießen können. Die Berufung ist das große und ewige Projekt meines Lebens, die Sendung ist zeitlich begrenzt und sehr flexibel. Die Berufung gibt meinem Selbstgefühl und meiner Menschenwürde das Fundament; die Sendung hat damit nichts zu tun, sie ist eine Arbeit, die meinen Wert weder mehrt noch mindert. In der Berufung prägt Gott mein ‚Ich’ in der Begegnung mit seinem ‚Du’; in der Sendung muss sich die Tragkraft dieser Beziehung bewähren. Ich gebe mich nicht meiner Aufgabe hin, sondern ich gebe mich Gott hin, so dass er mir Aufgaben geben kann.

Schicksalstherapie

In einer Schicksalstherapie geht es um die Befreiung von Menschen von ihrem familiären Zwangsschicksal und um die Überführung eines Zwangsschicksals in ein „Freiheitsschicksal“ oder „Wahlschicksal“. „Zwangsschicksal“ meint zunächst das Erlebnis und die Einsicht eines Menschen, nicht sein eigenes Leben zu führen, sondern unter dem Zwang zu stehen, ungefragt und blind Lebensmuster von Vorfahren wiederholen und leben zu müssen.

Achtsamkeit

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte. / Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen. / Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheit. / Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. / Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

Niemals

Versuche niemals, alles zu verstehen - / manches wird nie recht viel Sinn machen.

Sträube Dich niemals, Deine Gefühle zu zeigen - / wenn Du glücklich bist, zeige es! / Wenn Du es nicht bist, finde Dich damit ab!

Scheue Dich niemals davor, etwas zu verbessern - / die Ergebnisse könnten Dich überraschen.

Lade Dir niemals die Last der Welt auf Deine Schultern. / Lass Dich niemals von der Zukunft einschüchtern - / lebe einen Tag nach dem anderen.

Fühle Dich niemals der Vergangenheit schuldig - / was geschehen ist, ist nicht mehr zu ändern. / Lerne von den Fehlern, die Du gemacht hast.

Fühle Dich niemals allein, / es gibt immer jemanden, der für Dich da ist / und an den Du Dich wenden kannst.

Vergiss niemals, daß alles, / was Du Dir nur vorstellen kannst, / auch erreichbar ist.

Stell Dir das vor! / Es ist nicht so schwer, wie es aussieht. / Höre niemals auf zu lieben. / Höre niemals auf zu glauben. / Höre niemals auf zu träumen.

Vorbild des absoluten Geistes

« Gott schafft und formt als der absolute Künstler, Held und Denker, und die großen Menschen schaffen ihre Werke, Systeme und Gebilde nach dem Vorbilde des absoluten Geistes. Gottes Wirken ist nicht unverständlicher als das Schaffen eines menschlichen Künstlers. Gott wirkt, wie sich der große deutsche Kardinal Nikolaus von Kusa ausdrückt, - alle seine Werke dazu, damit die Welt ein stetig zusammenhängendes einheitliches vollendetes Ganzes sei: ut sit unum continuum perfectum universum. »

Wesentlich werden

Mensch, werde wesentlich: denn wenn die Welt vergeht, so fällt der Zufall weg, das Wesen, das besteht.

Begriffsbestimmungen

  1. Schicksal ist in den meisten Kulturen eine unausweichliche Bestimmung: Eine (personifizierte) höhere Macht beeinflusst ohne menschliches Zutun entscheidend das Leben einer Person. Andererseits versteht man unter Schicksal aber auch die nicht beeinflussbare Bestimmung als persönliches Attribut, das Los eines Menschen oder einer Gruppe von Menschen.
  2. Zufall ist der Übergang aus einer Ausgangssituation in eine von mehreren möglichen Endsituationen. Bei wiederholtem Vorliegen derselben Ausgangssituation können genauso - ohne erkennbare Ursache - die anderen Endsituationen eintreten. Umgangssprachlich wird der Begriff Zufall verwendet, wenn ein Ereignis nicht kausal erklärbar ist.
  3. Glück ist der günstige Ausgang eines Ereignisses, ohne eigenes Zutun. Im Volksmund: Die Fähigkeit zum Glücklichsein hängt außer von äußeren Umständen auch von individuellen Einstellungen und von der Selbstbejahung in einer gegebenen Situation ab: „Jeder ist seines Glückes Schmied“
  4. Fügung ist Bestimmung, höhere Gewalt, Schicksal, Vorsehung.

Verbindungen