Selbstbestimmt

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Es gibt nur eine Autorität: Die innere! Gefühle sind die Sprache Gottes.

Leitgedanken

  1. « Dem wird befohlen, der sich nicht selber gehorchen kann. » Friedrich Nietzsche
  2. « Der Wille des Menschen kann Gottes Willen ebenso wenig beugen, wie ein Astrologe den Lauf der Sterne ändern kann. » Khalil Gibran
  3. « Die Jugend kennzeichnet nicht einen Lebensabschnitt, sondern eine Geisteshaltung. » Marc Aurel
  4. « Erkenne dich selbst! » Sokrates
  5. « Keine Regierung und keine Bataillone vermögen Recht und Freiheit zu schützen, wo der Bürger nicht imstande ist, selber vor die Haustüre zu treten, und nachzusehen was es gibt. » Gottfried Keller, Das Fähnlein der sieben Aufrechten
  6. « Merkmal großer Menschen ist, daß sie an andere weit geringere Anforderungen stellen als an sich selbst. » Marie von Ebner-Eschenbach
  7. « Sein eigener Herr ist man nur, wenn man Herr über seine Zeit ist. » Seneca

Sonstiges

Geistiges Selbstvertrauen

« Die organisierten staatlichen, sozialen und religiösen Gemeinschaften unserer Zeit sind darauf aus, den Einzelnen dahin zu bringen, daß er seine Überzeugungen nicht aus eigenem Denken gewinnt, sondern sich diejenigen zu eigen macht, die sie für ihn bereit halten. Ein Mensch, der eigenes Denken hat und damit geistig ein Freier ist, ist ihnen etwas Unbequemes und Unheimliches. Er bietet nicht genügende Gewähr, daß er in der Organisation in der gewünschten Weise aufgeht. Alle Körperschaften suchen heute ihre Stärke nicht so sehr in der geistigen Wertigkeit der Ideen, die sie vertreten, und in der der Menschen, die ihnen angehören, als in der Erreichung einer höchstmöglichen Einheitlichkeit und Geschlossenheit. In dieser glauben sie die stärkste Widerstands- und Stoßkraft zu besitzen. »

Es gibt nur eine Autorität

…die innere Autorität jedes Einzelnen

Vergesst die Experten! Sie sind nur Spezialisten, die über immer weniger immer mehr wissen – aber oft nicht einmal verstehen. Was soll die subalterne Hörigkeit? Wir entmündigen uns nur immer mehr selbst, geraten in Abhängigkeit – und kennen uns dann wirklich nicht mehr aus… Bewusstsein für Zusammenhänge, subjektives Empfinden und Gewissen, aber auch gesunder Menschenverstand, sind durch nichts zu ersetzen. Experten können Berater sein, entscheiden muss jeder für sich! In der Politik als Wähler; in Wirtschaft, Kultur und Medien als Konsumenten und Schaffende; bei Religion und Wissenschaft als Glaubende oder eben Nicht-Glaubende. Die allerschlechtesten Vorbilder sind Prominente – sie kennen sich oft nicht einmal in einem Spezialgebiet aus.

Es gibt keine Autorität - außer der inneren!

Die Untertanen verbeugen sich

... vor Parteien, Medien und Experten. Wir haben uns ein Leben lang unterworfen - und jetzt sollen wir uns plötzlich befreien?

Als brave Untertanen wählen, kaufen, lesen, glauben wir einfach, was man uns vorsetzt... Und wenn wir uns selbst bevormunden lassen, so sollen es gefälligst auch die anderen zu tun!

Die Macht füllt das Vakuum... Denn dem wird befohlen, der sich nicht selbst gehorchen kann! Ganz ohne Autorität geht es natürlich nicht - aber warum eigentlich nicht die eigene?


Der Einsichtige ist glücklich

Wer die Einsicht besitzt, ist auch maßvoll; wer maßvoll ist, auch gleichmütig; wer gleichmütig ist, lässt sich nicht aus der Ruhe bringen; wer sich nicht aus der Ruhe bringen lässt, ist ohne Kummer; wer ohne Kummer ist, ist glücklich: also ist der Einsichtige glücklich, und die Einsicht reicht aus für ein glückliches Leben!


Jung sein

« Die Jugend kennzeichnet nicht einen Lebensabschnitt, sondern eine Geisteshaltung; sie ist Ausdruck des Willens, der Vorstellungskraft und der Gefühlsintensität. Sie bedeutet Sieg des Mutes über die Mutlosigkeit, Sieg der Abenteuerlust über den Hang zur Bequemlichkeit.

Man wird nicht alt, weil man eine gewisse Anzahl Jahre gelebt hat: Man wird alt, wenn man seine Ideale aufgibt. Die Jahre zeichnen zwar die Haut - Ideale aufgeben aber zeichnet die Seele. Vorurteile, Zweifel, Befürchtungen und Hoffnungslosigkeit sind Feinde, die uns nach und nach zur Erde niederdrücken und uns vor dem Tod zu Staub werden lassen.

Jung ist, wer noch staunen und sich begeistern kann. Wer noch wie ein unersättliches Kind fragt: Und dann? Wer noch Ereignisse herausfordert und sich freut am Spiel des Lebens.

Ihr seid so jung wie euer Glaube. So alt wie eure Zweifel. So jung wie euer Selbstvertrauen. So jung wie eure Hoffnung. So alt wie eure Niedergeschlagenheit.

Ihr werdet jung bleiben, solange ihr aufnahmebereit bleibt: Empfänglich fürs Schöne, Gute und Große; empfänglich für die Botschaften der Natur, der Mitmenschen, des Unfasslichen. Sollte eines Tages euer Herz geätzt werden von Pessimismus, zernagt von Zynismus, dann möge Gott Erbarmen haben mit eurer Seele - der Seele eines Greises. »

Ich bin ein freier Mensch

« Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolge haben. Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs, statt die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder Freiheit gegen Wohltaten hergeben, noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen, dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn wir sagen: Ich bin ein freier Mensch. »

Freiheit bedeutet Verantwortung

« Sich der Politik zu widmen, um die Gesellschaft zu kurieren, ist wie am Ausschlag zu kratzen, anstatt die innere Gesundung zu suchen. Die Illusion sitzt tief, dass man "die Politik" verändern müsse, um die Gesellschaft zu verändern, ... »

Verbindungen