Weniger ist Mehr
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Inhaltsverzeichnis |
Vorwort
In Einfachheit und Veredelung liegt Reichtum.
Leitgedanken
- « Das Gegenteil von schlecht muß nicht gut sein - es kann noch schlechter sein. » Paul Watzlawick
- « Du findest mehr in den Wäldern als in den Büchern » Bernhard von Clairvaux
- « Genügsamkeit ist natürlicher Reichtum, Luxus künstliche Armut. » Sokrates
- « In der Kürze liegt die Würze. » Volksmund
- « Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach. »
- « Mehr sein als scheinen » Preußische Tugenden
- « Qualität geht vor Quantität » Volksmund
- « Wenig brauchen ist besser als viel haben. » Aurelius Augustinus
- « Weniger ist mehr » Wikipedia
- « Wer spricht von Siegen - Überstehn ist alles ! » Rainer Maria Rilke
Sonstiges
Leopold Kohr
aus Oberndorf kämpfte sein Leben lang gegen Maßlosigkeit und Globalisierung
Nach seiner Ansicht liegt das Wohl des Menschen nicht im permanenten wirtschaftlichen Wachstum, sondern in der Anpassung an ein „menschliches“ Maß. Hinter allen Formen des sozialen Elends steht nur eine einzige Ursache: etwas ist zu groß geworden, ein Staat, ein Konzern, eine Institution. Als Beispiel führte er damals den Vielvölkerstaat der UdSSR an – heute längst in kleinere Einheiten zerfallen. Ein Staat sollte – so Leopold Kohr – eine Bevölkerungsgröße von 15 Millionen Menschen nicht übersteigen, sonst ginge der Kontakt der Staatsspitze zur Bevölkerung verloren. Je größer ein Staat, desto reicher werden Einzelne und desto ärmer viele andere Menschen. Übertragen auf heute: Durch die globale Konzernwirtschaft entstehen noch reichere Superreiche und gleichzeitig verarmen immer mehr Menschenmassen noch mehr. „Daher scheint die absolut äußerste Grenze, bis zu der eine Gesellschaft ... erweitert werden kann, ohne daß die optimale Erfüllung ihrer Funktionen beeinträchtigt wird, bei .. zwölf bis fünfzehn Millionen zu liegen.“ (in: Die überentwickelten Nationen, Salzburg 1983, S. 44) Kohrs Vision von Europa ist eine Staatengemeinschaft von etwa 40 bis 50 europäischen Staaten (auf der Basis historischer Regionenen, etwa Bayern, Schweiz, Österreich, Lombardei, Toskana) mit je etwa acht bis zehn Milllionen Bewohnern. Er forderte eine Kantonisierung Europas nach dem Vorbild der Schweiz.
Zuviel des Guten
Watzlawick hat Heraklits Gedanken von der „Einheit in der Vielfalt“ der Dinge – Enantiodromie – aufgegriffen und darauf hingewiesen, dass ein Zuviel des Guten stets ins Böse umschlage. Zuviel Patriotismus erzeuge Chauvinismus oder zu viel Sicherheit Zwang.
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Leopold Kohr / Das Ende der Grossen - Zurück zum menschlichen Mass
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WENIGER IST MEHR
AUF DIE RICHTUNG, QUALITÄT, AUF DEN RICHTIGEN ZEITPUNKT, DIE PASSENDE FORM KOMMT ES AN
- Fortschritt durch Umkehr?
- Inneres statt äußerem Wachstum.
- Werte aus sich selbst heraus schöpfen - statt Ressourcen vergeuden /sparsam / kreativ / effizient (Beuys)
- Probleme lösen statt verdrängen...
- Tatkraft statt Kaufkraft!
- Bescheidenheit und Selbstbewusstsein
- Gemeinschaft und Individualismus...
- Mitgefühl statt Sozialismus (auf der Seite der Leidenden - nicht der Jammernden und Klagenden...)
- Selber denken, urteilen, verantworten - statt immer mehr "Wissen schaffen", Information übertragen, Beweise fordern, Ideologie verbreiten...
- Die Wahrheit selbst empfinden - statt Vorstellungen zu übernehmen oder auf andere zu übertragen...
- Gewissen statt Wissen!
Irrgarten von Gesetzen
Wenn die Menschen einander verstünden und Liebe hätten zueinander, so wüßte der Unmündige, was gut wäre und jeder dem andern schuldig ist, und man hätte den Irrgarten von Gesetzen nicht nötig, worin man je länger je weniger weiß, wo man ist. Wer im Kleinen untreu ist, wird der treu im Großen werden?
