Weniger ist Mehr

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

In Einfachheit und Veredelung liegt Reichtum.

Leitgedanken

  • Das Einfache ist das Zeichen des Wahren. Lateinisches Sprichwort
  • Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach. Volksmund
  • Der große Künstler versteht es, eine Sache aufs Wesentliche zu reduzieren. Henri Frédéric Amiel
  • Wenig brauchen ist besser als viel haben. Aurelius Augustinus
  • Den Reichtum eines Menschen kann man an den Dingen messen, die er entbehren kann, ohne seine gute Laune zu verlieren. Henry David Thoreau
  • Lieber ein kleiner Herr, als ein grosser Diener. Gerhard Graf
  • Das Gegenteil von schlecht muß nicht gut sein - es kann noch schlechter sein. Paul Watzlawick
  • Edle Einfalt, stille Größe. Johann Joachim Winckelmann
  • Genügsamkeit ist natürlicher Reichtum, Luxus künstliche Armut. Sokrates
  • In der Kürze liegt die Würze. Volksmund
  • Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach. Volksmund
  • Mehr sein als scheinen Preußische Tugenden
  • Qualität geht vor Quantität. Volksmund
  • Sich mit wenigem begnügen ist schwer, sich mit vielem begnügen noch schwerer. Marie von Ebner-Eschenbach
  • Weniger ist mehr Wikipedia

Sonstiges

bescheiden, demütig und dankbar

Wir sollen nicht Schätze auf Erden sammeln, sagt Jesus. Sie seien vergänglich. Nur, fragt man sich: ist das so schlimm? Es gehört nun einmal zu unserem menschlichen Leben dazu, dass es vergänglich ist. Die Vergänglichkeit macht doch gerade die Schönheit aus. Dass ein Sonnenuntergang irgendwann endet, dass ein Kuss nicht ewig dauert, dass Blumen verwelken und Kleider zerfallen, das ist es doch, was einem das Dasein auf Erden lieb und kostbar macht, was einen sensibilisiert für die Einzigartigkeit dieses Augenblicks und einen im besten Sinn auch bescheiden, demütig und dankbar stimmt.

Staunen und Einfachheit

Ist Mißmut ansteckender als innerer Frieden? Manche sehen überall schwarz und meinen, dadurch Einfluß und Ansehen zu gewinnen. Aber wird dabei nicht ein Schatz des Evangeliums preisgegeben? Welcher? Das Staunen, die Einfachheit.

Leopold Kohr

aus Oberndorf kämpfte sein Leben lang gegen Maßlosigkeit und Globalisierung

Nach seiner Ansicht liegt das Wohl des Menschen nicht im permanenten wirtschaftlichen Wachstum, sondern in der Anpassung an ein „menschliches“ Maß. Hinter allen Formen des sozialen Elends steht nur eine einzige Ursache: etwas ist zu groß geworden, ein Staat, ein Konzern, eine Institution. Als Beispiel führte er damals den Vielvölkerstaat der UdSSR an – heute längst in kleinere Einheiten zerfallen. Ein Staat sollte – so Leopold Kohr – eine Bevölkerungsgröße von 15 Millionen Menschen nicht übersteigen, sonst ginge der Kontakt der Staatsspitze zur Bevölkerung verloren. Je größer ein Staat, desto reicher werden Einzelne und desto ärmer viele andere Menschen. Übertragen auf heute: Durch die globale Konzernwirtschaft entstehen noch reichere Superreiche und gleichzeitig verarmen immer mehr Menschenmassen noch mehr. „Daher scheint die absolut äußerste Grenze, bis zu der eine Gesellschaft ... erweitert werden kann, ohne daß die optimale Erfüllung ihrer Funktionen beeinträchtigt wird, bei .. zwölf bis fünfzehn Millionen zu liegen.“ (in: Die überentwickelten Nationen, Salzburg 1983, S. 44) Kohrs Vision von Europa ist eine Staatengemeinschaft von etwa 40 bis 50 europäischen Staaten (auf der Basis historischer Regionenen, etwa Bayern, Schweiz, Österreich, Lombardei, Toskana) mit je etwa acht bis zehn Milllionen Bewohnern. Er forderte eine Kantonisierung Europas nach dem Vorbild der Schweiz.

Zuviel des Guten

Watzlawick hat Heraklits Gedanken von der „Einheit in der Vielfalt“ der Dinge – Enantiodromie – aufgegriffen und darauf hingewiesen, dass ein Zuviel des Guten stets ins Böse umschlage. Zuviel Patriotismus erzeuge Chauvinismus oder zu viel Sicherheit Zwang.

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Leopold Kohr / Das Ende der Grossen - Zurück zum menschlichen Mass

  • Gregor Hochreiter, Wien

Irrgarten von Gesetzen

Wenn die Menschen einander verstünden und Liebe hätten zueinander, so wüßte der Unmündige, was gut wäre und jeder dem andern schuldig ist, und man hätte den Irrgarten von Gesetzen nicht nötig, worin man je länger je weniger weiß, wo man ist. Wer im Kleinen untreu ist, wird der treu im Großen werden?

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