Wissen schaffen

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Prüft alles, und behaltet das Gute. 1 Thess 5,21

Leitgedanken

  • Gehe nicht, bevor du nicht alles gesagt hast, was du weißt ! Abbé Pierre
  • Das Wissen kommt und geht, die Weisheit bleibt. Quelle
  • Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist ein Laster. Wissen, aber sich dem Nichtwissenden gleich verhalten, ist Weisheit. chinesisches Sprichwort
  • Unwissenheit ist keine Schande. Anderen Leuten die eigene Unwissenheit aufzudrängen ist eine Schande. Daniel Dennett
  • Viel Wissen, viel Ärger, / wer das Können mehrt, der mehrt die Sorge. Koh 1,18

Sonstiges

Die Wissenschaft hechelt der Wahrheit hinterher

… ist nie ganz auf der Höhe der Zeit.

Oft nur Mode-Erscheinungen; mit ideologischen und ökonomischen Hintergedanken...

„Die“ Wissenschaft ist Mutter des Kapitalismus, aber auch des Sozialismus: beide sind letztlich materialistisch (auch Kapitalismus und Aufklärung hängen zusammen..)

Doch der Mensch, das Leben, ist subjektiv. Jeder Ort, jeder Zeitpunkt, jeder Mensch ist einmalig. Es gibt keine Patentrezepte. Keinen Ersatz für Geistesgegenwart, Urteilsvermögen, persönliches Gewissen... Komplexe Probleme lassen sich oft besser durch Intuition und Gefühl lösen, als durch Intellekt und Information.

Denken zu können, ist besser, als wissen zu müssen!

Gesetze sind Menschenwerk. („Folge Deinem Gewissen“, könnte das „Gesetz der Gesetze“ sein.)

Die Physik diente als Vorbild für andere Wissenschaften. Doch sie selbst hat das mechanistische Weltbild längst hinter sich gelassen…

„Modernisieren“ wollen nur noch die intellektuellen Parvenüs. Eigentlich meinen sie damit, sich der jeweils letzten Mode anzupassen…

Gleichnisse sind nicht eindeutig, beweisbar; aber sie beinhalten oft mehr Wahrheit als die meisten „wissenschaftlichen“ Beweise. (Beweise fordern oft jene, die zu faul sind, selbst zu denken, zu empfinden, zu beurteilen!)

Umgang mit Konflikten

Der theoretische Physiker und erfahrene Philosoph Herbert Pietschmann hat 2002 das Buch „Eris und Eirene“ geschrieben, es geht dort um den Umgang mit Konflikten. Pietschmann beschreibt die „HX Verwirrung“.

Wissen ist noch lange nicht Weisheit

Prof. Max Thürkauf, Aphoristische Notizen eines Naturwissenschaftlers

Evolution und Evolutionismus

Sie wollen selber Gott sein

Evolution ist ein Schlagwort, wenn nicht sogar Mode geworden. Was bei den Griechen der «Deus ex machina», ist heute die Evolution, welche die Tragödie schon zu einem guten Ende führen wird. Dabei werden zwei Begriffe durcheinandergebracht: Evolution und Evolutionismus. Die Idee der Evolution beruht auf den wissenschaftlichen Tatsachen paläontologischer Funde. Beim Evolutionismus hingegen wird diese Wissenschaft ideologisiert, indem Spekulationen für wissenschaftlich bewiesene Tatsachen angeboten werden. Also eine Entwissenschaftlichung der Wissenschaft, wie sie von Charles Darwin, Ernst Haeckel, Teilhard de Chardin, Jaques Monod, Manfred Eigen und vielen anderen betrieben wird. Teilhard fällt aus dem Rahmen, weil er seine Spekulationen religiös (allerdings nicht christlich) durchwirkt. Die Vertreter der sogenannten «Selbstorganisation der Materie» wollen mit komplizierter Mathematik beweisen, daß das Leben auf der Erde ohne Schöpfer durch ausschließlich physikalisch-chemische Prozesse entstanden sei. Das bedeutet, daß der Geist, der so etwas behauptet, sich physikalisch-chemisch selbstorganisiert habe. Warum wollen diese Menschen das? Warum wollen sie an so etwas Unglaubliches glauben? Warum wollen sie nicht, daß ihre Existenz ein Geschenk des Schöpfers aller Dinge ist? Die Antwort ist so einfach, wie ihre Selbstorganisationstheorien kompliziert sind: Sie wollen keinen Vater im Himmel haben, dem sie für ihre Lebensführung Rechenschaft schuldig sind. Sie wollen selber Gott sein; also die erste alte Sünde.

  • Max Thürkauf, Die Spatzen pfeifen lassen, S 221ff

Die große Freiheit

Es ist eine geistesgeschichtliche Tatsache, daß die moderne Naturwissenschaft ein Kind des christlichen Abendlandes ist. Das Hauptwerkzeug der Physik und Chemie, die systematisch-reproduzierbare Messung der Materie, fordert die strikte Trennung von Subjekt und Objekt - von Forscher und Gegenstand der Forschung. Der Mensch muß also in der Lage sein, sich geistig von seiner Umwelt zu befreien. Diese Freiheit aber gibt es erst nach dem seit der Erschaffung des Menschen größten Ereignis der Geschichte: der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus. Die große Freiheit des Evangeliums heißt: Jeder kann Christ werden und Christ sein unabhängig von seiner Herkunft - seiner Umwelt. Die Freiheit Christi scheidet die Menschen in solche, die ihm nachfolgen, und in solche, die ihn ablehnen. Wo die zur großen Freiheit gehörende große Liebe fehlt, die Liebe bis hin zur Feindesliebe um des Feindes willen, die Jesus Christus uns vorgelebt hat, kann die Scheidung mitten durch Familien und Völker gehen:

"Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit der Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter" Mt 10, 34-35. Ohne die große Liebe führt die große Freiheit in die größte Gefangenschaft: in das Gefängnis der Ichsucht, die alle Schuld beim anderen sucht. Die Tragödie der modernen Naturwissenschaft besteht darin, daß die große Freiheit sehr wohl gewollt wurde - aber die große Liebe nicht. Sie will von Gott statt für Gott frei sein und nennt diese Gottlosigkeit Wertfreiheit. Von dieser Wertfreiheit kommt die Bedrohung des Lebens auf der Erde durch die Produkte der Physik, Chemie und Biologie.

Verbindungen