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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

« Mit einer Weisheit, die keine Träne kennt, mit einer Philosophie, die nicht zu lachen versteht, und einer Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt, will ich nichts zu tun haben. »

Leitgedanken

  1. « Wer nicht hören will, muss fühlen. » Volksmund
  2. « Den Gebrauch der Kräfte, die man hat, ist man denen schuldig, sie sie nicht haben. » Carl Schurz
  3. « Deine Begierden und dein Geschmack sind jetzt deine Tyrannen. Laß es gut sein; man muß sie austoben lassen. Sich ihnen widersetzen, ist Torheit. Sie werden am sichersten eingeschläfert und endlich gar überwunden, wenn man ihnen freies Feld läßt. » Gotthold Ephraim Lessing
  4. « Die Botschaft hoer ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. » Faust: Der Tragoedie erster Teil
  5. « Bekanntlich wird jede große Veränderung von wenigen, nicht von vielen bewirkt; durch die entschlossenen, unerschrockenen, eifrigen Wenigen. » John Henry Newman
  6. « Per aspera ad astra » wörtlich: „Durch das Raue zu den Sternen“ Quelle
  7. « Zwischen Hochmut und Demut steht ein drittes, dem das Leben gehört, und das ist der Mut. » Theodor Fontane
  8. « Schön ist eigentliches alles, was man mit Liebe betrachtet. » Christian Morgenstern
  9. « Wer heute einen Gedanken sät, erntet morgen die Tat, übermorgen die Gewohnheit, darnach den Charakter und endlich sein Schicksal. » Gottfried Keller
  10. « Nur der Boden erkennt die Güte der Saat. » Antoine de Saint-Exupéry
  11. « Der beste Arzt ist die Natur, denn sie heilt nicht nur viele Leiden, sondern spricht auch nie schlecht von einem Kollegen. » Ernst Ferdinand Sauerbruch
  12. « Sicherlich würde das menschliche Leben weit glücklicher verlaufen, wenn der Mensch ebenso gut zu schweigen wie zu reden vermöchte. Aber die Erfahrung lehrt uns mehr als genug, daß der Mensch nichts so schwer beherrscht wie seine Zunge. » Baruch de Spinoza
  13. « Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; / doch am größten unter ihnen ist die Liebe. » 1 Kor 13,13
  14. « Liebe, die von Herzen liebt, ist am reichsten, wenn sie gibt. Liebe, die von Opfern spricht, ist schon rechte Liebe nicht. » Emanuel Geibel

Sonstiges

Albert Schweitzer über sozialen Zwang und Freiheit

Die organisierten staatlichen, sozialen und religiösen Gemeinschaften unserer Zeit sind darauf aus, den Einzelnen dahin zu bringen, daß er seine Überzeugungen nicht aus eigenem Denken gewinnt, sondern sich diejenigen zu eigen macht, die sie für ihn bereit halten. Ein Mensch, der eigenes Denken hat und damit geistig ein Freier ist, ist ihnen etwas Unbequemes und Unheimliches. Er bietet nicht genügende Gewähr, daß er in der Organisation in der gewünschten Weise aufgeht. Alle Körperschaften suchen heute ihre Stärke nicht so sehr in der geistigen Wertigkeit der Ideen, die sie vertreten, und in der der Menschen, die ihnen angehören, als in der Erreichung einer höchstmöglichen Einheitlichkeit und Geschlossenheit. In dieser glauben sie die stärkste Widerstands- und Stoßkraft zu besitzen. [...]


Die „unheilige Allianz“

Die Wissenschaft versucht, aus der Froschperspektive auf die Welt herab zu blicken. Und dann den Menschen den Glauben an etwas Größeres zu verbieten.

Seit der Französischen Revolution werden wir nicht mehr von Adel und Klerus, sondern von Staat und Wissenschaft beherrscht. Provokant formuliert: Aus der „heiligen“ wurde eine „unheilige“ Allianz… Der Trennung von Staat und Kirche ist eine Sache. Zu glauben, man könne aber Politik und Glauben trennen, erscheint mir völlig falsch – vor allem aber gefährlich. Der Versuch, Politik zu „verwissenschaftlichen“, also zu objektivieren, ist der erste Schritt zum Faschismus... Die wichtigsten Fragen des Lebens werden wohl immer Meinungs- oder Glaubensfragen bleiben. Bei aller Wissensflut. Politik ist letztlich auch eine Glaubensfrage. (Wichtig wäre wohl nur, dass jeder nur glaubt, was er wirklich selbst glaubt – und nicht, was ihm jeweils gerade eingeredet wird…) Die Menschen wollen sich nicht nur auf „Wissen“ beschränken.

Also: Vielfalt der Meinungen und subjektiven Blickwinkel - statt „objektives“ Recht… (Es „gibt“, wir „haben“ keine Rechte. Höchstens im Kopf – oder per Gewaltanwendung.) Und Glaubensfreiheit: Trennung von Staat und Wissenschaft. Popper statt Kant! (Fluch des kategorischen Imperativs - versus Popper: Falsifizierbarkeit…) „Recht“ ist eine Machtfrage. Basiert auf Gesetzen, die Politiker machen, die gewählt werden wollen... Markt, Demokratie, Rechtsstaat, Wissenschaft: Lauter „Götter“, die keine sind.

Der Mensch in der Krisis

..., das ist der Mensch, der seine Sache nicht mehr dem Gespräch anvertraut, weil ihm dessen Voraussetzung, das Vertrauen, verlorengegangen ist.

Leben im Hier und Jetzt

Im Buddhismus erzählt man sich immer wieder eine Geschichte, die ausdrücken soll, wie wichtig das Leben im Hier und Jetzt ist:

Einige Schüler gingen zu Ihrem Meister. Sie wollten wissen, warum er immer so glücklich, zufrieden und ausgeglichen sei. Sie wären gerne so wie er. Der Meister sagte zu ihnen: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich mich setze, dann setze ich mich. Wenn ich esse und trinke, dann esse und trinke ich." Die Schüler schauten sich verdutzt an, weil sie mit der Antwort nichts anfangen konnten. Einer nahm seinen ganzen Mut zusammen und sagte zum Meister: "Meister, was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, gehen, essen und trinken. Doch wir sind nicht glücklich. Was also ist das Geheimnis?" Der Meister wiederholte das soeben Gesagte. Über diese Antwort waren die Schüler leicht verärgert. Sie waren im Begriff zu gehen, als der Meister sagte: "Sicher liegt auch ihr und ihr geht auch und ihr esst und trinkt auch. Aber während ihr liegt, denkt ihr schon ans Aufstehen. Während ihr aufsteht, überlegt ihr, wohin ihr geht, und während ihr geht, fragt ihr euch, was ihr essen und trinken werdet. So sind eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo ihr gerade seid. Das Leben findet immer im Jetzt statt. Lasst euch auf diesen Augenblick ganz ein und ihr habt die Chance, wirklich glücklich zu sein.


Wer wir sind

Wir sind Suchende

  • Wir sind irrende Menschen, auf der Suche nach Mehr Wahrheit.
  • Wir sind zweifelnde Menschen, dennoch auf der Suche nach Mehr Glaube.
  • Wir sind lernwillige Menschen, auf der Suche nach Mehr Durchblick.
  • Wir sind wertkonservative Menschen, nur bedingt auf der Suche nach Mehr Toleranz.
  • Wir sind unterschiedlich begabte Menschen, nur bedingt auf der Suche nach Mehr Gleichheit.
  • Wir sind eigensinnige Menschen, nur bedingt auf der Suche nach Mehr Bildung.
  • Wir sind liebende Menschen, auf der Suche nach Mehr Gerechtigkeit.

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